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SMM 2026 · Runde 7 · Brett 5

FM Sigurdur Sigfusson (ISL, 2307) – IM Gabriel Gaehwiler (SUI, 2383)

Datum
23. August 2026
Resultat
½-½
Eröffnung
Sizilianisch, O’Kelly-Variante, Maróczy-Aufbau (B28)
Bedenkzeit
90 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten, plus 30 Sekunden pro Zug
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Analyse

Die Partie im Detail

FM Sigurdur Sigfusson (ISL, 2307) vs IM Gabriel Gaehwiler (SUI, 2383) · ½-½

Brett 5, ASK Réti gegen SG Zürich · Sizilianisch, O’Kelly-Variante, Maróczy-Aufbau (B28) · 90 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten, plus 30 Sekunden pro Zug

Von Bogner AI Coach KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Brett 5, ASK Réti gegen die SG Zürich, siebte Runde. Gegenüber sitzt Gabriel Gaehwiler, Internationaler Meister, 2383, 76 Punkte höher bewertet. Das ist an diesem Nachmittag keine Ausnahme: Zürich führt die Tabelle an und war an allen acht Brettern höher bewertet. In so einem Match rechnet die Mannschaft nicht mit Siegen von unten, sie rechnet mit halben Punkten, und Brett 5 mit Weiss ist eines der Bretter, an denen ein halber Punkt vor dem ersten Zug realistisch aussieht.

Es wurde ein halber Punkt, und er ist in der zweiten Hälfte verteidigt und nicht in der ersten gewonnen worden. Ab dem 26. Zug stand Sigfusson nicht mehr besser als ausgeglichen, zweimal deutlich schlechter, und er hat die Stellung gehalten, bis sein Gegner mit gut zwei Minuten auf der Uhr die Zugwiederholung nahm.

Elf Minuten für 11.a3

ist die O’Kelly-Variante, und mit stellt Weiss die Maróczy-Struktur dagegen: Der Bauer nimmt Schwarz die Felder b5 und d5, und Weiss spielt auf Raum. Nach muss der Springer von d4 weg. und sind dort gleich gut, und Sigfusson nimmt sich 7 Minuten 32 für , mit 1 Stunde 18 auf der Uhr nach dem Zug. Von c2 deckt der Springer b4 und d4 und überlässt dem Springer auf c3 das Feld d5.

Nach steht Weiss ein kleines Stück besser, und Sigfusson denkt 11 Minuten 43 nach, die längste Überlegung der Partie, mit 56:26 auf der Uhr nach dem Zug. Gespielt wird , mit der Idee b2-b4 und den Läufer von c5 zu vertreiben. Der Zug ist zu langsam. Die Dame war besser, oder : Nach steht der Turm auf der halboffenen d-Linie und der rückständige Bauer d6 ist das Ziel. Nach ist von dem kleinen Vorteil nichts mehr übrig.

kostet weitere 8 Minuten 09, und dann beantwortet Gaehwiler die Frage selbst: . Der Läufer geht freiwillig, zwei weisse Bauernzüge haben ihn nicht vertrieben, sondern ihm einen Tausch angeboten. Beim Rückschlagen entscheidet die Struktur: lässt die Bauern heil, verdoppelt sie und kostet drei Viertel eines Bauern. Sigfusson nimmt nach knapp vier Minuten mit dem Bauern. Immerhin öffnet das die f-Linie, und der Turm auf f1 wird sie brauchen. Wer eine Figur mit Bauern vertreiben will, sollte vorher wissen, ob sie überhaupt weg will.

IM Gabriel Gaehwiler (SUI, 2383)

FM Sigurdur Sigfusson (ISL, 2307)

Nach 10...Le6, Weiss am Zug. Der Läufer auf c5 ist das Thema, die Dame steht noch auf d1, und die d-Linie ist halboffen.

Der Bauer auf e4 wechselt zweimal den Besitzer

Gaehwiler nimmt sich 12 Minuten 16 für und stellt damit d5 zur Diskussion. ist dort der Zug, und zwar mit Abstand: Alles andere kostet etwa einen Bauern zusätzlich. Sigfusson findet ihn nach 11 Minuten 37, mit 32:15 auf der Uhr nach dem Zug. Nach kommt die zweite Frage, und sie ist grösser als sie aussieht: ist richtig, wäre rund anderthalb Bauern schlechter gewesen. Der naheliegende Zug ist hier der falsche.

schiebt den Bauern vor und gibt damit die Kontrolle über d4 und f4 auf. Genau diese beiden Felder benutzt Weiss in den nächsten Zügen. Gedeckt hat den Bauern bis dahin der Springer auf f6, und mit geht dieser Verteidiger weg; das ist eine Entscheidung und kein Versehen, Schwarz will die Figuren ins Spiel bringen. nimmt die Einladung an. Fast alle stellen hier den Springer nach ; ist ein gutes Stück besser, weil der Turm den Bauern sofort angreift. Sigfusson überlegt 6 Minuten 10 und hat danach 23:19 auf der Uhr, sein Gegner 14:23.

kommt nach neun Minuten und lässt den Bauern fallen: , und Weiss ist einen Bauern vorne. Lange bleibt er es nicht. ist etwas ungenau, war besser, und holt den Bauern zurück. Nach ist das Material gleich und die Stellung ausgeglichen, die Uhren sind es nicht: 14:31 gegen 9:16. Ein Bauer, der vorrückt, gibt die zwei Felder auf, die er vorher kontrolliert hat. Vor dem Vorstoss lohnt die Frage, welche gegnerische Figur sie braucht.

IM Gabriel Gaehwiler (SUI, 2383)

FM Sigurdur Sigfusson (ISL, 2307)

Nach 20.Tf4, Schwarz am Zug. Der Turm greift den Bauern e4 an, den seit 19...Sd7 keine schwarze Figur mehr deckt.

26.Db2 verlässt die Diagonale

Die Stellung war ausgeglichen, und hätte sie so gelassen: , und Weiss hat am Königsflügel etwas zu tun. Gespielt wurde , nach 59 Sekunden, mit 14:23 auf der Uhr. Wahrscheinlich war der Gedanke die Diagonale a1-h8 und der Springer auf e5, den die Dame von b2 aus anschaut. Es ist trotzdem ein Fehler, und sein Preis steht auf dem Brett: Die Dame gibt die Diagonale e2-d3-c4 auf, und das sind genau die Felder, über die Schwarz ins weisse Lager kommt.

Gaehwiler sieht es sofort: nach 1 Minute 45. Der Springer muss zurück, und wohin er geht, ist nicht gleichgültig: ist der Zug, und Sigfusson spielt ihn nach 4 Minuten 07. Danach stand Schwarz etwa anderthalb Bauern besser, und der Weg dorthin war : Die Dame steht auf c4, auf genau dem Feld, das die weisse Dame von e2 aus noch gedeckt hätte.

Gaehwiler spielt . Das ist zu viel verlangt von einer Stellung, die schon gut war: Nach ist fast alles wieder ausgeglichen, und der Bauer steht endlich dort, wo er zwei Züge früher hingehört hätte. Sigfusson hat nach noch 10:03, sein Gegner nach noch 6:02. Wenn die Dame auf einer Diagonale Felder deckt, die sonst niemand deckt, zählt man vor jedem Damenzug, welche das sind.

IM Gabriel Gaehwiler (SUI, 2383)

FM Sigurdur Sigfusson (ISL, 2307)

Nach 25...Se5, Weiss am Zug. Die Dame auf e2 deckt d3 und c4, und der Springer auf f5 steht gut, aber nicht fest.

30.Dd2, ein taktischer Fehler

Die Stellung ist ausgeglichen und nicht schwer zu spielen. nimmt den Bauern und deckt mit demselben Zug d3, das Feld, auf das der schwarze Springer will; nach ist Weiss einen Bauern vorne und die Stellung ausgeglichen. Gespielt wurde , nach 1 Minute 23, mit 8:59 auf der Uhr. Das ist ein taktischer Fehler und keine Frage der Zugfolge: Nach bleibt ein Turmendspiel, in dem Schwarz einen Bauern mehr hat und klar besser steht.

Gaehwiler hat diesen Zug nicht gespielt. Er hatte 5:12, dachte 1 Minute 57 nach und wählte , und das hat ihn etwa einen halben Bauern gekostet: Der Sprung nach d3 war einen Zug später deutlich weniger wert. Einen Zug später kam er doch, nach acht Sekunden: . Dann , der Bauer fällt, holt ihn zurück, und nach ist das Material wieder gleich und Schwarz knapp einen Bauern besser.

Von hier an entscheidet die Uhr. Gaehwiler hatte nach dem 30. Zug 3:45 und nach dem 34. noch 2:49, und gibt schon die Hälfte des Vorteils zurück. gibt noch etwas nach, holt es wieder zurück, und dann wiederholt sich die Stellung: . Sigfusson war nie unter fünf Minuten und hatte nach seinem 39. Zug 7:36, Gaehwiler 2:08. Mit wurde remis gegeben. Ein Zug, der einen Bauern nimmt und gleichzeitig ein Einbruchsfeld deckt, braucht keine lange Rechnung.

IM Gabriel Gaehwiler (SUI, 2383)

FM Sigurdur Sigfusson (ISL, 2307)

Nach 29...Dc4, Weiss am Zug. Material gleich, je Dame, Turm und Springer. Der Bauer f4 steht zum Nehmen, und das Feld d3 deckt niemand.

Fazit

Ein halber Punkt mit Weiss gegen einen Internationalen Meister, der 76 Punkte höher bewertet ist, aus einer Partie, in der Sigfusson ab dem 26. Zug nie mehr besser als ausgeglichen stand. Réti hat das Match 2,5 zu 5,5 verloren, mit Niederlagen an den Brettern 3, 6 und 8; dieser halbe Punkt ist einer der fünf, die das Resultat nicht schlimmer werden liessen. Aus der Hand gegeben haben die Partie zwei Damenzüge, und beide aus demselben Grund: gibt die Diagonale e2-d3-c4 auf, über die die schwarze Dame hätte eindringen können, und lässt d3 ungedeckt und den Bauern f4 stehen, den genommen hätte. Das Learning steht in einem Satz: Vor einem Damenzug zählt man die Felder, die sie zurücklässt. Was er besser gemacht hat als sein Gegner, gehört genauso in das Protokoll: Er war nie unter fünf Minuten, Gaehwiler ab dem 30. Zug immer, und in einer Stellung, die man hält statt gewinnt, ist das der Unterschied. Für die Mannschaft eine von fünf halben Punkten in einem verlorenen Match, für ihn ein Nachmittag, an dem die 76 Punkte Unterschied am Brett nicht mitgespielt haben.

Züge

½-½

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