arrow_back Zur SMM 2026

SMM 2026 · Runde 7 · Brett 1

GM Sebastian Bogner (SUI, 2545) – GM Peng Li Min (SUI, 2553)

Datum
23. August 2026
Resultat
½-½
Eröffnung
Caro-Kann, Vorstossvariante (B12)
Bedenkzeit
90 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten, plus 30 Sekunden pro Zug
Partie wird geladen

Analyse

Die Partie im Detail

GM Sebastian Bogner (SUI, 2545) vs GM Peng Li Min (SUI, 2553) · ½-½

Brett 1, ASK Réti gegen SG Zürich · Caro-Kann, Vorstossvariante (B12) · 90 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten, plus 30 Sekunden pro Zug

Von Bogner AI Coach KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Brett 1, ASK Réti gegen die SG Zürich, siebte Runde. Gegenüber sitzt Peng Li Min, 2553, acht Punkte höher bewertet, und die beiden kennen sich gut: In Samarkand haben sie in derselben Schweizer Mannschaft gespielt. Zürich steht diese Saison oben in der Tabelle, und an Brett 1 gegen diese Mannschaft ist ein halber Punkt mit Weiss kein Trostpreis. Er ist die Zahl, mit der die anderen sieben Bretter rechnen dürfen.

Es wurde ein halber Punkt, und er war näher an einem ganzen, als das Resultat zeigt. Drei Züge hintereinander lag ein Bauernopfer im Zentrum bereit, das Weiss etwa einen Bauern Vorteil gegeben hätte. Der Bauer blieb auf d4 stehen.

Zwanzig Minuten für 14...c4

Caro-Kann, Vorstossvariante, und Weiss baut die Figuren gegen den Läufer auf f5 auf: , , , , und der Läufer muss nach in die Ecke. Das ist kein Angriff, das ist Raumgewinn. Auf h7 steht der Läufer nicht schlecht, er steht nur nicht im Spiel.

Peng nimmt sich für vierzehn Minuten und bekommt dann die Partie, die er wollte: lange Rochade, Abtausch der weissfeldrigen Läufer mit und gegen die Mitte. Bei gibt es nichts zu entscheiden, jeder andere Zug dort kostet eine Figur. Bei schon: Die meisten Spieler stellen die Dame nach , und De2 ist etwas mehr wert, weil die Dame auf der Diagonale e2-d3-c4 bleibt und damit auf das Feld schaut, das der schwarze Bauer als nächstes besetzt.

kostet Peng zwanzig Minuten, die längste Überlegung der Partie von beiden Seiten, und nach dem Zug bleiben ihm 53 Minuten, während Sebastian noch 1 Stunde 19 hat. Der Zug gewinnt Raum und nimmt die Spannung aus der Mitte, aber er legt einen Bauern auf ein Feld, das ein weisser Bauer von b2 aus erreichen kann. Genau das passiert sechs Züge später. Nach , dem einzigen vernünftigen Rückzug, hat Weiss die Stellung, die er kennt, und eine halbe Stunde mehr Bedenkzeit. Wer mit einem Bauern Raum gewinnt, legt ihn gleichzeitig fest: Vor dem Vorstoss lohnt immer die Frage, welcher gegnerische Bauer ihn dort besuchen kann.

GM Peng Li Min (SUI, 2553)

GM Sebastian Bogner (SUI, 2545)

Nach 14...c4, Weiss am Zug. Der Bauer gewinnt Raum und stellt sich auf ein Feld, das Weiss mit b2-b3 angreifen kann.

Dreissig Minuten, um nichts zu verlieren

kostet acht Minuten, dann nimmt Peng mit ein Springerpaar vom Brett und macht mit den Königsflügel zu. Das ist gut gespielt: Mit jedem Abtausch wird aus dem kleinen weissen Raumvorteil weniger, und um den 20. Zug herum ist von ihm nichts mehr übrig. Entschieden wird die Partie jetzt am Damenflügel oder nirgends, und dort hat Weiss einen Plan: nach sieben Minuten, , der Bauer auf c4 soll weg.

ist der einzige Zug, der die Stellung im Gleichgewicht hält. Nach oder hat Peng die etwas bessere Stellung, der Unterschied ist knapp ein halber Bauer. Sebastian findet a4 nach fünf Minuten, mit 57 Minuten auf der Uhr nach dem Zug.

Dann , und der Springer steht auf einem Feld, von dem ihn kein Bauer mehr vertreiben kann. kostet siebzehn Minuten, die längste Überlegung von Weiss in dieser Partie, mit 39 Minuten auf der Uhr nach dem Zug, und es ist der richtige Zug: Die Alternativen liessen den Springer stehen und waren etwa einen Fünftelbauern schlechter. , Damen weg, Springer weg, Material gleich, und die Stellung ist, was sie vorher war. Dreissig Minuten für drei Züge, die nichts gewinnen, sondern etwas halten, sind gut angelegt. Ein Springer auf einem Feld, das kein Bauer mehr erreicht, wird mit jedem Zug gefährlicher: Wenn man ihn tauschen kann, tauscht man ihn.

GM Peng Li Min (SUI, 2553)

GM Sebastian Bogner (SUI, 2545)

Nach 24...dxc4, Weiss am Zug. Material gleich, je zwei Türme und ein Läufer, und der schwarze Bauer auf c4 ist festgelegt.

30...Tcd7, der falsche Turm

, , , : Der König geht in die Mitte, im Endspiel gehört er dorthin. Peng verteidigt mit den Türmen auf der siebten Reihe und auf der d-Linie, , , , , und er macht das auf fast keiner Zeit. Zwischen dem 20. und dem 30. Zug verbraucht Sebastian 31 Minuten, nach dem 30. Zug sind es noch 30:59, während Peng mit 47:41 nach seinem 30. Zug eine Minute mehr hat als zehn Züge vorher. Das muss man ihm lassen: Das Hin und Her sieht nach Verlegenheit aus und ist präzises Warten.

Dahinter steht eine konkrete Frage: Darf Weiss d4-d5 spielen? Solange ein schwarzer Turm auf c7 steht, nicht sinnvoll. Dann schlägt der Turm von d8 den Bauern, der Turm auf c7 deckt weiter b7, und die Stellung bleibt ausgeglichen. Noch einfacher ist der Tausch: , und es steht tot gleich.

geht nach sechs Sekunden aufs Brett und ist der Fehler der Partie. Danach stehen beide Türme auf der d-Linie, und keiner von ihnen darf den Bauern auf d5 nehmen. Der Turm auf d7 deckt entlang der siebten Reihe b7 und a7 mit. Verlässt er diese Reihe, um auf d5 zu schlagen, steht b7 allein, der weisse Turm von b5 nimmt ihn mit Schach, und der König kann nicht zurückschlagen, weil der zweite weisse Turm auf b1 dahintersteht; danach fällt auch a7. Mit dem anderen Turm, also , wäre dieselbe Linie besetzt und b7 weiter gedeckt gewesen. Vorwerfen kann man ihm das kaum, es ist der Fehler, den ein Mensch hier macht: zwei Türme, ein Feld, und sie sehen gleich aus. Wenn zwei Türme auf dasselbe Feld können, ist die Frage nicht, welcher dorthin gehört, sondern was der deckt, der geht.

GM Peng Li Min (SUI, 2553)

GM Sebastian Bogner (SUI, 2545)

Nach 30.g3, Schwarz am Zug. Ein Turm steht auf c7 und deckt b7, und solange er dort steht, bringt d4-d5 nichts.

Dreimal lag 31.d5 da

war der Zug, und er gibt den Bauern her: , und Weiss steht einen Bauern hinten und etwa einen Bauern besser. Dafür gibt es drei Gründe auf dem Brett. Der Läufer kommt nach d4 und schaut auf a7. a7 und b7 halten danach nur noch der König auf b8 und der Turm auf d7, der die siebte Reihe nicht mehr verlassen darf. Und der Bauer auf e5 ist nach dem Abtausch ein Freibauer, der nach e6 will.

Sebastian schaut diese Stellung 1 Minute 07 lang an und spielt , mit 30:22 auf der Uhr nach dem Zug. Das ist kein Problem der Zugfolge und keine Geschmacksfrage, es ist ein verpasster Durchbruch: Zwischen und dem nächstbesten Zug liegen drei Viertel eines Bauern. Peng hätte ihn mit sofort wieder abgeschaltet, danach ist von dem Vorteil nichts mehr übrig. Er spielt , und damit ist mehr wert als einen Zug vorher. kommt nach vier Sekunden. stand immer noch da, kam nach knapp drei Minuten.

Praktisch gesehen ist der Zug, der gespielt wurde, der menschliche. Ein Bauernopfer in einer zugemachten Stellung, an Brett 1, gegen einen Gegner mit zwanzig Minuten mehr auf der Uhr: Fast niemand spielt das, und mit steht die ruhige Fortsetzung daneben, die die meisten wählen. Falsch bleibt er trotzdem, und zwar dreimal. Nach , mit 25:27 auf der Uhr nach dem Zug, und wurde die Partie remis gegeben. In einer blockierten Stellung ist der Durchbruch der Plan, und sein Wert hängt davon ab, wo die eigenen Figuren stehen: Einen Bauern war er wert, solange die Türme auf d7 und d8 standen und der Läufer in einem Zug nach d4 kam, ein Fünftel davon, als der Läufer auf c1 stand und der Turm wieder auf c8.

GM Peng Li Min (SUI, 2553)

GM Sebastian Bogner (SUI, 2545)

Nach 30...Tcd7, Weiss am Zug. Beide Türme stehen auf der d-Linie, und d4-d5 ist jetzt etwa einen Bauern wert.

Fazit

Ein halber Punkt mit Weiss gegen einen höher bewerteten Grossmeister, aus einer Partie, in der Sebastian nie schlechter als ausgeglichen stand, ist an Brett 1 ein brauchbares Resultat für die Mannschaft, und es ist sein zweites Remis in sieben Runden. Für ihn selbst war mehr drin: Von Zug 31 bis Zug 33 lag ein Bauernopfer bereit, das aus einer zugemachten Stellung eine Partie mit Gewinnchancen gemacht hätte, und er hatte eine halbe Stunde, um es zu rechnen. Das Learning steht in zwei Sätzen. In einer blockierten Stellung ist der Durchbruch der Plan, und er wird nicht besser, wenn man drei Züge wartet. Und von der anderen Seite: Wenn zwei Türme auf dasselbe Feld können, entscheidet nicht das Feld, sondern was der Turm zurücklässt. Was im Protokoll steht, ist ein halber Punkt an Brett 1 gegen die SG Zürich, verdient und zu wenig.

Züge

½-½

War diese Analyse hilfreich?