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SMM 2026 · Runde 7 · Brett 3

IM Evgeny Degtiarev (2361) – GM Alexandra Kosteniuk (2504)

Datum
23. August 2026
Resultat
0-1
Eröffnung
Slawische Verteidigung, ruhige Variante, Schallopp-System (D12)
Bedenkzeit
90 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten, plus 30 Sekunden pro Zug
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Analyse

Die Partie im Detail

IM Evgeny Degtiarev (2361) vs GM Alexandra Kosteniuk (2504) · 0-1

Brett 3, ASK Réti gegen SG Zürich · Slawische Verteidigung, ruhige Variante, Schallopp-System (D12) · 90 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten, plus 30 Sekunden pro Zug

Von Bogner AI Coach KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Brett 3, ASK Réti gegen die SG Zürich, siebte Runde. Zürich führt die Nationalliga A, Réti liegt vier Mannschaftspunkte dahinter auf Rang vier, und gegen den Tabellenführer ist an allen acht Brettern der Gegner höher bewertet. Gegenüber von Evgeny Degtiarev sitzt Alexandra Kosteniuk, 2504, Grossmeisterin und ehemalige Weltmeisterin, 143 Punkte über ihm. Einplanen kann die Mannschaft hier nichts, und genau deshalb wäre ein halber Punkt an diesem Brett mehr wert als an jedem anderen. Weiss hat er dazu.

Es wurde eine Niederlage. Dazwischen liegt mehr als das: Degtiarev verlor im 16. Zug eine Figur, hatte zwischen dem 20. und dem 40. Zug nie mehr als 1 Minute 34 auf der Uhr, und von Zug 24 bis Zug 32 war die Stellung trotzdem ausgeglichen.

16.Le3, ein taktischer Fehler

Slawisch, ruhige Variante: eine Eröffnung, in der man die Figuren aufstellt und nichts erzwingt. Mit und stellt Degtiarev die Frage nach dem Läufer, nach muss der nach g6 zurück, und nimmt ihn vom Brett. In Ordnung gespielt, nur teuer: und kosten zusammen 28 Minuten, und nach dem zehnten Zug stehen 48:16 gegen 1:28:16 auf den Uhren. Vierzig Minuten Unterschied, und passiert ist noch nichts.

ist der richtige Moment für die Mitte und der beste Zug am Brett. Nach hat Weiss einen Bauern weniger und steht etwa einen halben Bauern besser, und der Grund steht auf d4: Der Springer dort ist ungedeckt, und der Turm auf d1 kommt an ihn, sobald der Läufer von d2 weg ist. Nach oder muss Schwarz ihn mit dem Bauern decken, und holt ihn mit einem Zwischenzug zurück: .

geht nach 13 Minuten aufs Brett, mit 20:49 danach, und es ist ein taktischer Fehler. Von e3 greift der Läufer den Springer gleich mit an, zwei Angriffe auf eine ungedeckte Figur, nur steht er dabei auf der Diagonale des schwarzen Läufers von c5, und dazwischen steht genau der Springer, den Weiss tauschen will. greift die Dame auf a4 an und deckt den Springer damit taktisch, denn kostet die Dame. Weiss muss auf b5 schlagen, der Springer verschwindet von d4, die Diagonale öffnet sich, und der Läufer auf e3 fällt. Zweieinhalb Bauern liegen zwischen den Rückzügen und dem Zug, der gespielt wurde. Das ist keine Frage der Zugfolge und keine Geschmacksfrage, das ist der Verlust einer Figur im 16. Zug.

Wie wenig daran lag, zeigt derselbe Vorstoss mit dem Läufer ein Feld weiter: , Material gleich, Weiss steht weiter etwas besser. Bevor eine Figur auf ein Feld geht, lohnt die Frage, welche gegnerische Figur dann auf sie zeigt, sobald das, was dazwischen steht, verschwunden ist.

GM Alexandra Kosteniuk (2504)

IM Evgeny Degtiarev (2361)

Nach 15...Lc5, Weiss am Zug. Schwarz ist einen Bauern vorn, aber der Springer auf d4 ist von keiner Figur gedeckt, und der Turm auf d1 wartet darauf, dass der eigene Läufer die Linie freigibt.

19 Minuten 30 für 17.Sxb5

Die Rechnung dauert 19 Minuten 30, die längste Überlegung der Partie von beiden Seiten. Nach bleiben 1:49, und bis zum 40. Zug sind es noch 23 Züge. Von hier an spielt Degtiarev die Partie auf die 30 Sekunden pro Zug.

war genauer, nicht viel, etwa ein Drittel eines Bauern: , und Schwarz hat eine Figur für einen Bauern, aber die Damen sind vom Brett. Hier ist es wirklich nur die Zugfolge, dieselben zwei Abtäusche in der anderen Reihenfolge. In der Partie bleiben die Damen drauf, und der weisse König auf b1 bekommt bis zum Schluss keine Ruhe. ist das erste Schach von vielen.

Was dann folgt, geht fast ohne Zeit aufs Brett, und es ist das Beste, was die Stellung noch hergibt: . Der Bauer, der in der Eröffnung auf e2 stand, schlägt auf d5, auf e6 und auf d7, holt zwei Bauern und einen Springer und wird auf d7 selbst geschlagen. kommt nach fünf Sekunden, nach vier, nach vier, nach zwei; die einzige Überlegung dazwischen ist mit 2 Minuten 23, nach dem 47 Sekunden übrig sind. Am Ende ist Weiss einen Läufer hinten und einen Bauern vorn. Eine verlorene Figur holt man selten zurück, teuer verkaufen kann man sie.

GM Alexandra Kosteniuk (2504)

IM Evgeny Degtiarev (2361)

Nach 16...b5, Weiss am Zug. Die Dame auf a4 ist angegriffen, Schwarz gewinnt in jedem Fall eine Figur, und zu entscheiden ist nur noch, mit welcher Figur Weiss auf b5 schlägt.

23...O-O, und die Partie fängt neu an

Hier ist die Partie entschieden, nur nicht für Weiss. Eine Figur für einen Bauern weniger, der König offen auf a1, 1 Minute 09 gegen 50 Minuten: Kosteniuk muss einen einzigen vernünftigen Zug finden. Mit hat sie Schach gegeben, hat es beantwortet, und jetzt steht ihr Läufer auf e3 ungedeckt. Sie muss ihn wegstellen oder decken.

war der Zug: , der Läufer steht auf b6 sicher, Schwarz behält die Figur und steht etwa drei Bauern besser. Sie nimmt sich 12 Minuten 48 und spielt . Der Zug ist so natürlich, wie ein Zug nur sein kann, der König geht in Sicherheit, der Turm kommt ins Spiel. Er tut nur das eine nicht, was die Stellung in diesem Moment verlangt.

geht nach fünf Sekunden aufs Brett, mit 1:34 danach, und es ist der einzige Zug: Jeder andere lässt die Figur stehen und ist vier Bauern schlechter. Material ausgeglichen, die Partie fängt von vorn an. Die 143 Punkte Unterschied haben hier aufgehört, eine Rolle zu spielen, und Degtiarev hat dafür nichts getan, ausser da zu sein, als es passierte. Genau deshalb spielt man in der Zeitnot des Gegners nicht den natürlichen Zug, sondern stellt vorher eine Frage: Was von mir steht ungedeckt?

GM Alexandra Kosteniuk (2504)

IM Evgeny Degtiarev (2361)

Nach 23.Ka1, Schwarz am Zug. Schwarz ist einen Läufer für einen Bauern vorn und hat 50 Minuten, Weiss hat 1:09, und der Läufer auf e3 ist ungedeckt.

Neun Züge auf einer Minute, dann 33.Dd4

Von Zug 24 bis Zug 32 verteidigt Degtiarev eine ausgeglichene Stellung mit nie mehr als 1 Minute 34 auf der Uhr, und er verteidigt sie gut. ist der beste Zug am Brett und bietet den Turmtausch an, kommt nach zwei Sekunden. Nach klebt der schwarze Bauer am weissen König und bleibt dort fünfundzwanzig Züge liegen. hätte die Stellung völlig ausgeglichen gehalten, kostet einen halben Bauern, und bei 43 Sekunden ist das kein Vorwurf.

Die praktische Lage ist dabei schiefer als die Stellung. Chancen hat nur Schwarz, weil nur Schwarz etwas zum Angreifen hat, den König auf a1 und den eigenen Bauern auf b3. Weiss hat nichts zu verlieren und eine Zeit, die nicht reicht. Für nimmt sich Kosteniuk 20 Minuten 33; zwischen Zug 24 und Zug 32 verbraucht sie 27 Minuten und er viereinhalb, und gefunden hat sie nichts. Das muss man ihr lassen: Sie hat ernsthaft gesucht, in einer Stellung, in der nichts war.

ist der Zug, der die Partie kippt, nach 1 Minute 01, mit 33 Sekunden danach. Richtig waren oder : , und der halbe Bauer Nachteil bleibt ein halber Bauer. Auf d4 verlässt die Dame die zweite Reihe, und das Feld c2 ist ab da unbewacht. steht nach zwanzig Sekunden auf dem Brett und greift b2 und g2 gleichzeitig an, b2 deckt der König, g2 deckt niemand. , der Bauer vor dem König ist weg, und ab hier verteidigt Weiss nur noch. Eine Dame in Zeitnot stellt man nicht dorthin, wo sie am weitesten sieht, sondern auf die Reihe, auf der sie die eigenen Schwächen deckt.

Den Rest macht Kosteniuk sauber: Nach fällt auch h4, im Turmendspiel kommen b2 und f3 dazu. Degtiarev findet dort die einzige praktische Chance, die es noch gibt: . ist der beste Zug am Brett, der Turmtausch bringt den a-Bauern durch, und es stehen wieder zwei Damen auf dem Brett, nur eben zwei Bauern Unterschied. Die letzten zwölf Züge spielt er mit weniger als einer Minute, mit 51 Sekunden gegen ihre zehn, und nach ist das Matt nicht mehr zu verhindern.

GM Alexandra Kosteniuk (2504)

IM Evgeny Degtiarev (2361)

Nach 32...Tc8, Weiss am Zug. Weiss hat einen Bauern mehr, der schwarze Bauer auf b3 klebt am König, und auf den Uhren stehen 1:04 gegen 15 Minuten.

Fazit

Eine Niederlage an Brett 3 gegen eine Grossmeisterin mit 143 Punkten mehr nimmt der Mannschaft nichts, was sie eingeplant hatte: Réti verliert gegen den Tabellenführer 2,5 zu 5,5, und hier war ein halber Punkt die Hoffnung und nicht die Rechnung. Für Degtiarev selbst ist die Partie bitter. war ein taktischer Fehler und hat eine Figur gekostet, danach war die Partie objektiv weg; dass sie es nicht geblieben ist, hat er sich mit zwanzig Zügen auf Inkrement selbst erarbeitet, und hat sie in einem Zug wieder hergegeben. Zwei Sätze bleiben. Bevor eine Figur auf ein Feld geht, fragt man, welche gegnerische Figur auf dieses Feld zeigt, sobald das dazwischen verschwunden ist. Und in Zeitnot gehört die Dame nicht auf das Feld mit der weitesten Sicht, sondern auf die Reihe, die die eigenen Schwächen deckt. Was im Protokoll steht, ist eine Null; was in der Partie steht, sind neun Züge, in denen sie keine war.

Züge

0-1

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