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Schacholympiade Samarkand 2026 · Runde 3 · Brett 2

Suleymanli gegen Georgiadis

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Live-Übertragung von lichess.org

GM Aydin Suleymanli (AZE, 2664) vs GM Nico Georgiadis (SUI, 2535) · 1-0

Brett 2, Schweiz gegen Aserbaidschan · Nimzoindisch, Normale Variante, Botwinnik-System (E49)

Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

An Brett 2 traf Nico Georgiadis mit Schwarz auf Aydin Suleymanli, Elo 2664, einen der begabtesten jungen Grossmeister Aserbaidschans. Nico wählte Nimzoindisch und liess Weiss mit in das Botwinnik-System einlenken: Weiss bekommt das Läuferpaar und ein breites Zentrum, Schwarz bekommt die besseren Bauern und die Aufgabe, dieses Zentrum anzugreifen, bevor es losrollt.

Das gelang, und zwar sauber. Nach fünfzehn Zügen war die Partie praktisch ausgeglichen. Dann kam ein einziger Springerzug, der natürlich aussieht und die Partie kippen lässt. Diese Partie ist deshalb das beste Beispiel dieser Runde für etwas, das man als Trainer ständig sagt und das trotzdem schwer zu lernen ist: Bevor Sie eine Figur vorstellen, fragen Sie, was der Gegner damit anfangen kann.

GM Nico Georgiadis am Brett an der Schacholympiade 2026 in Samarkand
GM Nico Georgiadis an der Schacholympiade 2026 in Samarkand.

Der richtige Zeitpunkt: 11...e5

Im Botwinnik-System hat Weiss die Bauern c3 und d4 und will irgendwann e4 und f4 nachlegen. Solange dieses Zentrum steht, ist das Läuferpaar gefährlich. Schwarz muss es also stören, und die Frage ist nur, wann.

Nico spielt in genau dem Moment, in dem der weisse König noch in der Mitte steht und der Turm h1 nicht im Spiel ist. Nach ist die schwarze Dame aktiv, der Bauer d4 ist weg, und der Läufer b2 schaut ins Leere. Der Zug ist völlig gesund, gleichwertig war das etwas langsamere .

Mich überzeugt die Entscheidung, weil sie die Grundfrage der Eröffnung beantwortet, statt sie aufzuschieben. Wenn Sie in einer Stellung mit Läuferpaar gegen bessere Struktur spielen, ist Ihr Timing die halbe Partie: Jeder Zug, den Sie mit dem Befreiungsschlag warten, ist ein Zug, in dem der Gegner sein Zentrum stabilisiert. Nach war die Stellung ausgeglichen, und Schwarz hatte alles erreicht, was die Eröffnung versprach.

GM Aydin Suleymanli (AZE, 2664)

GM Nico Georgiadis (SUI, 2535)

Nach 11...e5: Schwarz greift das weisse Zentrum an, noch bevor Weiss rochiert hat. Weiss am Zug.

Der Moment, in dem alles hing: 17...Se4

Das ist die Schlüsselstellung der Partie, und sie sieht harmlos aus. Weiss steht eine halbe Bauerneinheit besser, mehr nicht. Entscheidend ist der Springer h4: Er hat genau ein gutes Feld, nämlich f5, und dort greift er die Dame e7 an und arbeitet zusammen mit dem Läufer b2 gegen g7. Einen Zug früher war eine Spur genauer als , aber das ist eine Nuance.

Gespielt wurde , und der Zug ist verständlich: Der Springer geht auf ein zentrales Feld und sieht aktiv aus. Nur verlässt er f6, und damit passieren zwei Dinge auf einmal: Das Feld f5 bleibt frei, und die lange Diagonale des Läufers b2 bis g7 ist plötzlich offen. Nach muss die Dame ziehen und gleichzeitig g7 decken, und das kann sie nur mit , wo sie im Weg steht statt im Spiel. Aus einem halben Bauern sind in einem einzigen Zug drei geworden.

Richtig war das bescheidene . Es sieht schwächlich aus, weil es Felder um den König schwächt, aber es nimmt dem Springer das Feld f5 weg, und damit hat Weiss keinen Plan mehr. Danach ist die Stellung praktisch ausgeglichen.

Die Lehre, und sie ist unbequem: Ein Zug, der eine eigene Figur verbessert, ist nicht automatisch ein guter Zug. Wenn der Gegner genau eine Idee hat, prüfen Sie zuerst, ob Ihr Kandidat diese Idee verhindert. Tut er es nicht, spielen Sie lieber den hässlichen Zug, der es tut.

GM Aydin Suleymanli (AZE, 2664)

GM Nico Georgiadis (SUI, 2535)

Nach 17.Tad1: Der weisse Springer steht auf h4 und will nach f5. Schwarz am Zug.

Die zweite Chance nach 18.Sf5

Der Springer f5 steht mächtig: Er greift die Dame an, zielt zusammen mit dem Läufer b2 auf g7, und der g-Bauer kann ihn nicht vertreiben, solange die lange Diagonale offen ist. Nico findet mit den besten Zug, und das ist kein kleines Lob: Die beiden Alternativen und scheitern beide am Einschlag des Springers auf g7.

Und dann hatte Nico Glück. Am stärksten war , das die Dame weiter jagt und den Springer e4 in der Luft hängen lässt, Weiss stünde damit über drei Bauern besser. Suleymanli wählte das solide , und plötzlich war der Schaden auf knapp zwei Bauern begrenzt. Auch war genau richtig, denn verliert sofort Material. Eine schlechte Stellung, aber eine, in der man noch kämpfen kann.

Was Sie mitnehmen können: Wer nach einem Fehler zweimal hintereinander den zähesten Zug findet, bekommt oft eine zweite Chance. Rechnen Sie nicht mit dem Schlimmsten, sondern stellen Sie dem Gegner weiter Aufgaben. Auch ein Grossmeister mit 2664 wählt manchmal den sicheren Zug statt des stärksten.

GM Aydin Suleymanli (AZE, 2664)

GM Nico Georgiadis (SUI, 2535)

Nach 18.Sf5: Der Springer greift die Dame an und zielt mit dem Läufer b2 auf g7. Schwarz am Zug.

Die Bauernlawine: 21.f4 und 22.f5

Jetzt zeigt sich, warum die schwarze Dame auf g5 ein Problem ist: Sie steht dem Bauern f4 im Weg und wird mit Tempo vertrieben. Nico spielt , und das ist der zweite Fehler, der die gerade gewonnene Chance wieder hergibt. Richtig war , weil die Dame von h6 aus das Feld f4 und die eigene Königsstellung im Blick behält, Schwarz stünde dann weiter schlecht, aber spielbar. Nach folgt , der Bauer nimmt dem Springer f8 und dem Läufer jede Luft, und aus knapp zwei Bauern sind wieder drei geworden.

Der Rest ist eine sauber gespielte Attacke: stellt den zweiten Springer daneben, bringt den Turm über die vierte Reihe an den König, und nach ist der schwarze König offen. und räumen die Bauern weg, öffnet die letzte Linie, und nach gab Nico auf, weil der auf der g-Linie gefesselte Springer g6 verloren geht.

Für Ihre eigenen Partien ist der Mechanismus wichtiger als die Züge: Weiss hat nicht eine einzige Figur geopfert. Der ganze Angriff besteht aus Bauern, die mit Tempo vorrücken, weil jede schwarze Figur, die sie angreifen, kein gutes Feld hat. So sieht ein Angriff aus, der aus einem positionellen Vorteil entsteht.

GM Aydin Suleymanli (AZE, 2664)

GM Nico Georgiadis (SUI, 2535)

Nach 21.f4: Der Bauer greift die Dame an und öffnet die f-Linie. Schwarz am Zug.

Fazit

Fünfzehn Züge lang eine tadellose Partie, und dann zwei Züge, die alles kosten. Nico hat die Eröffnung genau richtig behandelt, den Befreiungsschlag im besten Moment gespielt und stand praktisch ausgeglichen. war kein grober Patzer im üblichen Sinn, es hängt nichts und es sieht gut aus. Es übersieht nur, dass der Gegner genau eine Idee hatte, und die hiess Sf5. Suleymanli liess ihn mit noch einmal ins Spiel, aber gab diese zweite Chance sofort zurück, und den Angriff danach hat Weiss fehlerfrei geführt. Gegen 2664 ist das die teuerste Sorte Fehler: nicht der eingestellte Bauer, sondern der übersehene Plan.

Züge

1-0

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