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Schacholympiade Samarkand 2026 · Runde 3 · Brett 3

Peng Li Min gegen Muradli

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Live-Übertragung von lichess.org

GM Peng Li Min (SUI, 2568) vs GM Mahammad Muradli (AZE, 2653) · ½-½

Brett 3, Schweiz gegen Aserbaidschan · Sizilianisch, Najdorf-Variante, Vergifteter Bauer angenommen (B97)

Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Wer an Brett 3 mit Weiss gegen einen 2653er antritt, hat zwei Möglichkeiten: Er macht die Stellung klein, oder er geht dorthin, wo beide Seiten gleich viel riskieren. Peng Li Min entschied sich für das Zweite und spielte die schärfste Variante, die es im Sizilianischen gibt: den Vergifteten Bauern. Nach steht die schwarze Dame seit dem neunten Zug im weissen Lager, in einer der meistanalysierten Stellungen der Schachgeschichte.

Das Ergebnis ist eine der bemerkenswertesten Schweizer Partien dieser Olympiade. Peng spielte vom siebten Zug bis zum Schluss mit einer einzigen Ausnahme immer den besten oder einen gleichwertigen Zug, fand zweimal die einzige Fortsetzung, die die Stellung hält, und musste sich am Ende gegen zwei schwarze Türme auf seiner zweiten Reihe wehren. Ein halber Punkt gegen achtzig Elopunkte mehr, und ein Lehrstück in Präzision.

GM Peng Li Min am Brett an der Schacholympiade 2026 in Samarkand
GM Peng Li Min an der Schacholympiade 2026 in Samarkand.

Der Schlag, der die Partie eröffnet: 12.Sxe6

Mit hat Weiss die f-Linie geöffnet und den schwarzen Königsflügel aufgerissen. Jetzt kommt der Zug, der die Idee trägt: . Nach hat Schwarz zwar einen gesunden Läufer gegen einen Springer getauscht, aber er sitzt auf einem Bauern e6, der auf einer halboffenen Linie steht und von allen Seiten angegriffen werden kann. Genau darauf zielt .

Der Unterschied zu den naheliegenden Alternativen ist gross. nimmt zwar einen Bauern, gibt Schwarz aber Zeit zum Atmen, und Weiss steht danach nicht mehr besser, sondern eine Winzigkeit schlechter. Es ist ein klassisches Beispiel dafür, dass der materielle Zug und der starke Zug zwei verschiedene Dinge sind: verzichtet auf den Bauern b7 und bekommt dafür einen schwarzen König, der lange nicht zur Rochade kommt: Nach fiele der Bauer mit Schach.

Für Ihre eigenen Partien: In scharfen Eröffnungen ist die Zeit die Währung, nicht das Material. Fragen Sie sich bei jedem Abtausch, ob er dem gegnerischen König hilft oder schadet. und holen den geopferten Bauern zurück und bringen Weiss etwas, das sich nicht sofort auszahlen muss, um richtig zu sein: einen Gegner, der erst im 23. Zug zur Rochade kommt.

GM Mahammad Muradli (AZE, 2653)

GM Peng Li Min (SUI, 2568)

Nach 11...Lxe6: Der schwarze König steht noch in der Mitte. Weiss am Zug.

Die Falle beim Wiederschlagen: 17.Txb3

Das ist der Moment, in dem die Partie hätte kippen können, und er sieht aus wie eine Formalität. Zwei Figuren können auf b3 zurückschlagen, und jeder Instinkt sagt: mit dem Bauern, dann hat man die offene b-Linie und eine gesunde Struktur.

Genau das verliert. Der Springer c3 sieht gedeckt aus, die Dame d2 passt ja auf ihn auf. Nur reicht das nicht: Nach schlägt der Turm c8 über die offene c-Linie zurück, und Schwarz ist eine ganze Figur mehr. Weiss steht danach über vier Bauern schlechter. Es ist eine echte Falle: Der natürliche Zug verliert, der unnatürliche hält.

Peng spielt , und der Unterschied ist ein einziges Feld: Von b3 aus deckt der Turm den Springer c3 ein zweites Mal, und damit ist ...Dxc3 kein Thema mehr. Nach wird das Schach mit Tempo pariert, und die Stellung bleibt ausgeglichen.

Die Lehre ist eine der ältesten und wird trotzdem täglich verletzt: Beim Wiederschlagen hört das Rechnen nicht auf, es fängt an. Ein Abtausch fühlt sich wie eine Pause an, und genau darum passieren dort so viele Fehler. Wenn zwei Figuren zurückschlagen können, prüfen Sie immer beide, auch wenn eine davon offensichtlich aussieht.

GM Mahammad Muradli (AZE, 2653)

GM Peng Li Min (SUI, 2568)

Nach 16...Sxb3: Weiss kann mit dem Turm oder mit dem Bauern zurückschlagen. Weiss am Zug.

Damentausch oder nicht: 22.Db4

Weiss steht hier etwa einen Drittelbauern besser, und der Grund steht im Diagramm: Der schwarze König hat noch nicht rochiert, und der Turm h8 ist nicht im Spiel. Solange die Damen auf dem Brett sind, ist das ein echter Faktor.

Gespielt wurde , ein Angebot zum Damentausch, und nach ist der Vorteil weg. Schwarz rochiert im selben Moment, in dem seine Dame verschwindet, und die Stellung ist ausgeglichen. Besser war : Von a3 aus kontrolliert die Dame das Feld f8, Schwarz darf also gar nicht rochieren und muss mit seinem König in der Mitte weiter zappeln.

Ich verstehe die Entscheidung trotzdem. Gegen achtzig Elopunkte mehr, in einer Stellung, in der man gerade zwanzig Züge Theorie und eine Falle überstanden hat, ist ein sauberes Endspiel ein vernünftiges Angebot. Das ist keine Ausrede, sondern Turnierschach: Nicht jeder kleine Vorteil muss ausgespielt werden.

Was Sie mitnehmen können: Ein Damentausch löscht immer den Angriff, nie die Struktur. Wenn Ihr Vorteil darin besteht, dass der gegnerische König unsicher steht, ist die Dame Ihre wichtigste Figur, und dann tauschen Sie sie nicht. Besteht Ihr Vorteil in besseren Bauern, tauschen Sie sie mit Vergnügen.

GM Mahammad Muradli (AZE, 2653)

GM Peng Li Min (SUI, 2568)

Nach 21...Td8: Der schwarze König steht immer noch in der Mitte. Weiss am Zug.

Der einzige Zug, den niemand spielt: 33.Kh1

Das ist die schönste Stellung der Partie und die unangenehmste. Schwarz hat beide Türme auf der zweiten Reihe, den Läufer auf g3 und einen Bauern auf h4, der nach h3 will. Es droht schlicht Matt: Ein Turm schlägt mit Schach auf g2, dann auf h2, und der zweite Turm setzt auf g2 matt. Weiss muss jetzt genau einen Zug finden.

Dieser Zug ist , und er ist leicht zu übersehen, weil er nach Kapitulation aussieht: Der König geht in die Ecke, freiwillig, in eine Stellung, in der zwei feindliche Türme auf der zweiten Reihe stehen. Alles andere verliert sofort. scheitert, und kostet ebenfalls alles. Der Unterschied zwischen und der nächstbesten Fortsetzung beträgt mehr als vier Bauern.

Warum funktioniert es? Weil der König auf h1 nicht mehr im Schach steht, wenn ein Turm auf g2 schlägt, und genau dieses eine Tempo braucht die Verteidigung. Danach hält Weiss mit und alles zusammen, und nach war die Stellung so ausgeglichen, dass die Spieler Remis vereinbarten.

Merken Sie sich das Prinzip: Wenn gegnerische Türme auf Ihrer zweiten Reihe stehen, ist die Sicherheit des eigenen Königs wichtiger als jede Aktivität. Wenn Sie zwischen einem aktiven Zug und einem Zug wählen müssen, der Ihrem König ein Schach wegnimmt, nehmen Sie im Zweifel das Schach weg. Ein König, der nicht angegriffen werden kann, gewinnt Ihnen die Zeit, die Sie zum Verteidigen brauchen.

GM Mahammad Muradli (AZE, 2653)

GM Peng Li Min (SUI, 2568)

Nach 32...Lg3: Beide schwarzen Türme stehen auf der zweiten Reihe, der Bauer h4 will weiter. Weiss am Zug.

Fazit

Ein halber Punkt, der sich wie mehr anfühlt. Peng Li Min ging gegen einen um achtzig Punkte höher bewerteten Grossmeister in die schärfste Variante des Sizilianischen, spielte mit einer einzigen Ausnahme einwandfrei, umging mit eine Falle, die der natürliche Zug nicht überlebt hätte, und fand im Endspiel mit die einzige Fortsetzung, die die Stellung hält. Der eine Zug, den ich anders gespielt hätte, ist : Ohne den Damentausch bleibt der schwarze König in der Mitte und Weiss behält einen kleinen Vorteil. Das ist Kritik auf hohem Niveau. Die Schweiz holte gegen Aserbaidschan einen einzigen Brettpunkt, und die Hälfte davon kam von Brett 3, hart verdient.

Züge

½-½

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