Analyse
Die Partie im Detail
GM Gukesh D (IND, 2703) vs GM Alexei Shirov (ESP, 2603) · 1-0
Runde 4, Indien gegen Spanien · Sizilianisch, Taimanow-Variante (B46)
Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.
Vierte Runde der Schacholympiade in Samarkand, Indien gegen Spanien, und Gukesh D hat Weiss gegen einen Spieler, der seinen Ruf mit Angriffspartien gebaut hat. Alexei Shirov bekommt hier keine. Nach steht er mit Doppelbauern auf der c-Linie da, hundert Elopunkte tiefer bewertet.
Gewonnen hat kein Angriff. Gukesh nimmt dem schwarzen König mit die kurze Rochade, lässt später einen Bauern fallen, holt sich mit in der Ecke die Qualität und findet dann, mit gut drei Minuten auf der Uhr gegen eine Viertelstunde beim Gegner, zwei Züge, zu denen es keine Alternative gibt.
16.Lh6 nimmt die Rochade, zwei Züge zu spät
macht die dunklen Felder um den schwarzen König durchlässig, und Weiss hat sofort . Der Läufer geht dorthin nicht, um anzugreifen, sondern um f8 zu decken: Solange f8 im Feuer steht, ist die kurze Rochade verboten, denn der König müsste über dieses Feld laufen. Nach gibt Weiss den Bauern auf e5 her und behält dafür ein angenehmes Spiel und einen König in der Mitte.
Gukesh spielt stattdessen und einen Zug später , und beide Male war Lh6 der bessere Zug. ist die grösste Ungenauigkeit, die Weiss sich hier leistet, etwa einen Viertelbauern wert. Bezahlt hat er sie nicht: Shirov schiebt mit und zweimal vorwärts und gibt jedes Mal ungefähr gleich viel zurück. Im 16. Zug steht der Läufer dann doch auf h6, und von da an bleibt Schwarz nur die lange Rochade. Dazu kommt es nie, der König geht im 24. Zug zu Fuss nach f7.
Ein Zug, der dem Gegner die Rochade verbietet, wird mit jedem Wartezug schlechter, weil sich die Stellung unter ihm verändert. Rechnen Sie solche Züge zuerst, nicht zuletzt.
GM Alexei Shirov (ESP, 2603)
GM Gukesh D (IND, 2703)
15.Lf1, und der Bauer auf c4 bleibt stehen
greift den Läufer auf d3 an und stellt zugleich einen Bauern dorthin, wo der Bauer von b3 ihn schlagen kann. Beide Angebote sind Fallen. , und der Springer auf a4 ist weg. Gedeckt hat ihn die ganze Zeit ein einziger Stein, nämlich der Bauer auf b3, und wer mit diesem Bauern schlägt, nimmt die Deckung selbst vom Brett. Zwei Bauern für einen Springer sind zu wenig.
Gukesh zieht den Läufer nach Hause: . Das sieht nach Rückzug aus und ist keiner. Auf f1 behält der Läufer die helle Diagonale nach a6, auf der er schon vorher stand, und vor allem behält der Springer auf a4 seinen Bauern auf b3. Geschlagen wird auf c4 erst im 18. Zug, zu Bedingungen, die Weiss selbst bestimmt: .
Bevor Sie mit einem Bauern schlagen, schauen Sie nach, was dieser Bauer bis dahin bewacht hat. Ein Bauer, der nimmt, verlässt sein Feld, und alles, was er gedeckt hat, steht danach allein.
GM Alexei Shirov (ESP, 2603)
GM Gukesh D (IND, 2703)
23.Lg7 holt den Turm und kostet den Läufer
Weiss ist einen Bauern hinten, hat ihn gekostet. Statt ihn zurückzuverlangen, geht Gukesh mit in die Ecke und greift den Turm auf h8 an. Shirov gibt die Qualität und fängt dafür den Läufer ein: . Jetzt hält nur den weissen Vorteil fest; nach dem Rückzug wäre Schwarz klar besser.
Dazwischen liegt eine Damenwahl, die man verlieren kann. sieht aktiv aus und gibt den Läufer auf g7 her: . Material ist am Ende der Variante wieder gleich, die Stellung nicht: Aus einem kleinen weissen Vorteil ist ein knapper schwarzer geworden, nicht ganz einen Bauern wert. Mit bleibt die Dame in Verbindung mit dem Läufer, und nach steht die Rechnung: Turm gegen Läufer, dazu ein Bauer weniger, also Qualität gegen Bauer für Weiss.
Auf dem Brett merkt man davon wenig: Schwarz hat das Läuferpaar, einen Keil auf c4 und einen Bauern auf e5, der gleich nach e4 weiterläuft. Material und Vorteil sind eben zwei verschiedene Rechnungen. Wenn Sie die Qualität gewinnen, zählen Sie danach nicht nur die Steine, sondern auch, was der Gegner dafür bekommen hat.
GM Alexei Shirov (ESP, 2603)
GM Gukesh D (IND, 2703)
28...Sd3 29.Lxd3, und der Rest heisst f3
Der Springer auf d3 sieht aus wie ein Vorposten und ist eine Fehlrechnung. Nur hält den Vorteil, alles andere stellt die Partie sofort wieder auf ausgeglichen; zwischen dem besten und dem zweitbesten Zug liegen hier rund anderthalb Bauern. Gukesh nimmt, Shirov schlägt mit zurück, und Schwarz hat einen Freibauern auf d3, zwei Läufer und eine Stellung, die gefährlicher aussieht, als sie ist.
Der Bauer auf d3 lebt nicht von allein: Gedeckt wird er vom Bauern auf e4, denn ein schwarzer Bauer schlägt nach unten und deckt von e4 aus d3 und f3. Genau diesen Verteidiger greift an, und auch hier gibt es keinen zweiten Zug, der dasselbe leistet. Shirov antwortet und fesselt den Springer auf e3 an den König, löst die Fesselung, und sofort wäre genauso gut gewesen, eine Geschmacksfrage. Danach läuft es von allein: .
Von Zug 28 bis Zug 41 hat Gukesh dabei nie mehr als vier Minuten auf der Uhr, Shirov durchgehend mehr als acht. Ein Freibauer wird nicht gefährlich, weil er weit vorne steht, sondern weil ihn jemand deckt. Suchen Sie den Verteidiger, bevor Sie den Bauern angreifen: Hier war es ein Bauer, und f2-f3 war der ganze Plan.
GM Alexei Shirov (ESP, 2603)
GM Gukesh D (IND, 2703)
Fazit
holt den letzten schwarzen Bauern am Damenflügel, und nach gibt Shirov auf: Turm und Springer gegen zwei Läufer, dazu ein Bauer mehr. Gewonnen hat nicht der stärkere Angriff, sondern eine Reihe von Entscheidungen, die alle in dieselbe Richtung zeigen: dem König das Rochadefeld nehmen, auf c4 nicht schlagen, den Läufer in die Ecke schicken und die Dame dabei auf der richtigen Linie lassen, und am Schluss den Verteidiger des Freibauern angreifen statt den Freibauern selbst.
Züge
1-0
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