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Schacholympiade Samarkand 2026 · Runde 5

GM Erwin L'Ami – GM Gukesh D

Datum
20. September 2026
Ergebnis
0-1 · Sieg
Elo
2595 – 2703
Eröffnung
B31 Sicilian Defense: Nyezhmetdinov-Rossolimo Attack, Fianchetto Variation
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Analyse

Die Partie im Detail

GM Erwin L'Ami (NED, 2595) vs GM Gukesh D (IND, 2703) · 0-1

Brett 1, Indien gegen die Niederlande · Sizilianisch, Rossolimo-Angriff, Fianchetto-Variante (B31)

Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Brett eins der Olympiade, Schwarz gegen einen Grossmeister mit 2595, der seine Eröffnungen kennt wie wenige: Erwin L’Ami hat halb Europa auf das Rossolimo vorbereitet und spielte es hier selbst. Gukesh D antwortete mit und , nahm mit den Doppelbauern in Kauf und behielt dafür das Läuferpaar und eine Mauer aus e5 und f6.

Die Partie drehte an einem einzigen Zug. Weiss stand nach zweiundzwanzig Zügen einen Hauch schlechter, spielte , und Schwarz fand die eine Antwort, die das bestraft: . Danach war Gukesh die Qualität vorn, und ein Bauer, den er im fünfundvierzigsten Zug losschickte, lief bis zur Umwandlung durch.

Die Klammer löst der Bauer: 13...b5

Nach hat Schwarz zwei Läufer und einen Doppelbauern auf c5 und c6, und die Bauern e5 und f6 bilden eine Mauer, gegen die Weiss nichts Schnelles hat. Der Preis für dieses Gebäude ist Zeit, und L’Ami nahm sie sich: , und klammern den Damenflügel ein, danach hebt den Turm in die Stellung. Genauer war , das die Klammer verhindert, bevor es sie gibt; ist eine Nuance ungenau und ein Zug, den auf diesem Niveau sonst niemand macht.

Gelöst wird die Klammer von dem Bauern, den sie festhält. , der Bauer wird im Vorbeigehen geschlagen, die a-Linie verschwindet mit dem Turmtausch, und die Stellung ist ausgeglichen. führt zum selben Ergebnis und ist Geschmackssache. Die Hälfte des Feldes spielt hier stattdessen , und Weiss behält die a-Linie und einen kleinen, aber echten Vorteil.

Prüfen Sie in jeder festgeklammerten Stellung zuerst den Bauernzug, nicht den Figurenzug. Figuren können eine Klammer umgehen, auflösen können sie nur die Bauern, und der richtige Moment ist der, in dem der Abtausch auch die offene Linie mitnimmt.

GM Erwin L'Ami (NED, 2595)

GM Gukesh D (IND, 2703)

Nach 13.Ld2: Der Bauer a5 hält den schwarzen Damenflügel fest. Schwarz am Zug.

Der Bauer stand dem eigenen Läufer im Weg: 23...c3

sieht aus wie der Zug, den die Stellung verlangt: Die f-Linie geht auf, der Bauer e5 wird angegriffen. Er kostet Weiss gut einen Bauern, und nur deshalb, weil es eine einzige Antwort gibt. stellt den Bauern hin und kauft dafür ein Feld: Der eigene Bauer c4 stand genau dort, wo der Läufer e6 hin will.

Von c4 aus greift der Läufer die Dame auf e2 an, und dahinter steht der Turm f1. Die Dame muss weichen, der Turm fällt: . Das Schach auf b6 gibt es nur, weil der Bauer f2 die Diagonale verlassen hat. ändert nichts, der Läufer kommt genauso nach c4. Der zweitbeste Zug, , liegt gut einen Bauern dahinter, und sieht am natürlichsten aus und gibt den Vorteil fast vollständig zurück.

Ohne trägt die Idee nicht: Nach steht Weiss klar besser, weil der Bauer f6 nur vom Läufer g7 gedeckt war. Daraus werden zwei Fragen, die vor jedem Bauernzug stehen. Welches Feld gebe ich einer gegnerischen Figur frei, und welche Diagonale zu meinem König mache ich auf? Auf der anderen Seite des Bretts lautet die Frage genauso: Welcher eigene Bauer steht meinem besten Läufer im Weg?

GM Erwin L'Ami (NED, 2595)

GM Gukesh D (IND, 2703)

Nach 23.f4: Weiss greift e5 an. Schwarz am Zug hat genau einen guten Zug.

Mehr Material, weniger Figuren: 30...Db5

Nach steht es Turm, Springer und Läufer gegen zwei Springer und Läufer, bei fünf weissen Bauern gegen vier. Die beiden folgenden Züge waren keine Glanzstücke: bringt den Turm dorthin zurück, wo er schon gestanden hatte, und schiebt den weissen König von f1 auf das zentralere e2. Zusammen mit war danach knapp ein Bauer vom Vorteil weg.

bietet den Damentausch an und ist der beste Zug auf dem Brett. Wer Material vorn ist, will weniger Figuren, weil eine Mehrqualität im Endspiel schwerer wiegt als im Mittelspiel und weil ohne Damen niemand mehr am König etwas versucht. Auf diesem Niveau greift hier fast jeder stattdessen zu einem Springerzug.

Es folgte , nicht . Der Unterschied ist klein, der Plan dahinter nicht: Mit dem Springer zu schlagen lässt den Bauern c6 frei, einen Zug später steht er auf c5, und nach landet er auf d4. Genau dieser Bauer entscheidet die Partie. Schlagen Sie im Zweifel mit der Figur, die Ihre Bauern in Bewegung lässt.

GM Erwin L'Ami (NED, 2595)

GM Gukesh D (IND, 2703)

Nach 30.Dd3: Schwarz ist die Qualität für einen Bauern vorn und am Zug.

Der König deckt das falsche Feld: 45.Kd5

Dreizehn Züge später ist die Stellung ein Endspiel von Turm und Läufer gegen zwei Springer, Weiss hat vier Bauern gegen drei, und der Bauer d4 aus dem vorigen Abschnitt steht bereit. zwingt den weissen König aus dem Schach, und aus mehreren Feldern stellt sich nur eines dem Bauern in den Weg: . Gespielt wurde , und der Bauer geht sofort los: . Aus gut einem Bauern Rückstand wird mehr als das Doppelte.

Einholen lässt sich der Bauer danach nicht mehr. Weiss musste ihn mit bewachen, und dieser Springer steht von da an auf einem Feld, das er nicht mehr verlassen darf. Ein Bauer ein Feld vor der Umwandlung bindet eine Figur vollständig, ohne dafür je umwandeln zu müssen.

Gegen Springer ist der König die erste Blockadefigur. Springer halten einen Freibauern nur, solange sie direkt vor ihm stehen, und für den Weg dorthin fehlt ihnen fast immer ein Tempo. Zählen Sie deshalb vor jedem Königszug die Felder, die Sie aufgeben, gerade wenn Sie im Schach stehen und schnell entscheiden müssen.

GM Erwin L'Ami (NED, 2595)

GM Gukesh D (IND, 2703)

Nach 45...d3: Turm und Läufer gegen zwei Springer, und der Bauer d3 läuft. Weiss am Zug.

Der letzte Wächter: 51...Le3

Weiss hat den Bauern auf c6 und zwei Züge bis zur Dame, Schwarz den Bauern auf d2 und einen Zug, den der Springer f2 verhindert. Damit ist dieser Springer die einzige Figur, auf die es noch ankommt, und greift ihn an. Es ist zugleich der einzige Zug, der gewinnt: Die Alternativen liegen rund fünf Bauern dahinter.

Der Grund ist eine Umwandlung, die keine Dame ist. Nach steht der neue Springer mit Schach auf c8 und greift den Turm auf d6 an, und aus dem Gewinn wird ein ausgeglichenes Endspiel. Ein Bauer auf der siebten Reihe, der zum Springer wird und dabei Schach gibt, ist in solchen Stellungen keine Kuriosität, sondern die Standardrettung.

In der Partie folgte , der Wächter ist weg, und nach ist Weiss matt. Fast alle Spieler geben hier zuerst Schach: Nach bekommt Weiss eine Dame, und aus dem erzwungenen Matt wird eine Stellung, die Schwarz noch gewinnen muss. Der Reflex, mit dem Schach anzufangen, kostet im Endspiel mehr Punkte als jede Eröffnungslücke. Wenn ein Bauer ein Feld vor der Umwandlung steht, ist nicht der Bauer das Thema, sondern die Figur, die das Umwandlungsfeld deckt.

GM Erwin L'Ami (NED, 2595)

GM Gukesh D (IND, 2703)

Nach 51.Sd6: Der Bauer c6 braucht zwei Züge, der Bauer d2 einen. Schwarz am Zug.

Fazit

Eine Partie, die man zweimal lesen sollte: einmal für und einmal für den Bauern, der im sechsten Zug mit auf c6 landet, im zweiunddreissigsten nach c5 geht, im fünfunddreissigsten mit auf d4 zurückschlägt und im dreiundfünfzigsten auf d1 zur Dame wird. Gukesh D hat gegen einen Gegner, der das Rossolimo von beiden Seiten kennt, sauber ausgeglichen, einen ungenauen Zug bestraft, in der Verwertung selbst zweimal etwas liegen lassen und im Endspiel jeden Zug gefunden, auf den es ankam. Ein Punkt an Brett eins, und drei Ideen zum Mitnehmen: die Klammer mit dem Bauern lösen, vor jedem Bauernzug fragen, welchem eigenen Läufer er im Weg steht, und kurz vor der Umwandlung den Wächter angreifen und nicht den Bauern schieben.

Züge

0-1

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