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Schacholympiade Samarkand 2026 · Runde 7 · Brett 3

Bänziger gegen Lim

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Live-Übertragung von lichess.org

IM Fabian Bänziger (SUI, 2426) vs FM Zhuo Ren Lim (MAS, 2309) · 1-0

Brett 3, Schweiz gegen Malaysia · Sizilianisch, Najdorf-Variante, Opocensky-Variante (B92)

Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Runde 7 an Tisch 22, Schweiz gegen Malaysia, beide Mannschaften mit acht Punkten angereist. Fabian Bänziger hatte an Brett 3 Weiss gegen einen FIDE-Meister mit 2309 und wählte gegen den Najdorf den Opocensky-Aufbau mit , eine der ruhigsten Nebenstrassen des Sizilianischen. Ruhig blieb es bis zum zwölften Zug, dann schob er mit den Königsflügel vor.

Was danach kam, ist eine Partie über eine einzige Figur. Der Turm auf a1 hatte hinter dem eigenen Bauern a5 nichts zu tun, ging über a4 und c4 nach e4, nahm dort den Bauern mit und landete über e3 auf h3, wo die Partie entschieden wurde. Einunddreissig Züge, ein einziger ungenauer Zug auf der weissen Seite, ein voller Punkt.

Der Bauer e4 war zu haben: 15.Le2

Schwarz hat mit einen Bauern hergegeben und greift dafür den Läufer f3 an. Der reflexhafte Zug ist der Rückzug, und genau den spielte Weiss mit . Der Bauer e4 liess sich aber schlagen, und beseitigt in einem Zug den Bauern und den Angreifer.

Die Rechnung lautet . Weiss verliert das Rochaderecht, steht mit zwei Mehrbauern aber gut einen Bauern besser, während nach noch ein guter halber Bauer Vorteil übrig bleibt. Der Unterschied sind etwa zwei Drittel eines Bauern: kein Drama, aber auch keine Geschmacksfrage.

Wenn ein Bauer Ihre Figur angreift, prüfen Sie immer zuerst, ob Sie ihn schlagen können, bevor Sie ausweichen. Ein Vorstoss, der mit Tempo daherkommt, lebt einzig davon, dass die angegriffene Figur zurückgeht.

FM Zhuo Ren Lim (MAS, 2309)

IM Fabian Bänziger (SUI, 2426)

Nach 14...e4: Der schwarze Bauer greift den Läufer f3 an. Weiss am Zug.

Der Turm nimmt die vierte Reihe: 17.Ta4

Der Turm a1 war die schlechteste Figur auf dem Brett. Vor ihm steht der eigene Bauer a5, die a-Linie ist dicht, und über die erste Reihe kommt er an der Dame nicht vorbei. löst das mit Tempo, weil der Turm auf der vierten Reihe sofort den Läufer b4 angreift. Schwarz muss antworten, und nach steht der Turm dort, wo der Rest der Partie stattfindet.

Die beiden Züge, die man stattdessen spielt, bleiben deutlich zurück. kostet gut einen halben Bauern, und nach ist der Bauer a5 weg, weil der Turm ihn von a1 aus deckt und von c1 aus nicht mehr; Weiss steht dort sogar leicht schlechter. Vier von zehn Spielern dieser Stärke würden wählen, zwei von zehn . Der Turmzug auf die vierte Reihe taucht in dieser Liste gar nicht erst auf, weil ein Turm in unseren Köpfen über Linien arbeitet und nicht über Reihen, und weil den Bauern a5 nebenbei weiter deckt.

Von a4 aus ging die Reise weiter: gegen den Springer c5, auf den Bauern und als Umsteigebahnhof nach h3. Merken Sie sich die Route und nicht den einzelnen Zug. Ein Turm, dessen Linie verstopft ist, sucht eine freie Reihe, und die dritte und vierte Reihe sind die Verbindungsstrassen, die es fast immer gibt.

FM Zhuo Ren Lim (MAS, 2309)

IM Fabian Bänziger (SUI, 2426)

Nach 17.Ta4: Der Turm greift den Läufer b4 an und steht auf der vierten Reihe. Schwarz am Zug.

18.h4 statt 18.h3

Fast neun von zehn Spielern dieser Stärke spielen hier . Der Zug stützt den Bauern g4 und macht sonst nichts. stützt ihn ebenfalls, bereitet aber g4-g5 vor und öffnet nach dem Abtausch auf g5 die h-Linie für den Turm f1. Er ist einen halben Bauern mehr wert als jede Alternative, und das ist in dieser Stellung der Unterschied zwischen einem Vorteil und einem Angriff.

Die Hauptvariante zeigt, worum es geht: . Weiss öffnet den Königsflügel zu einem Zeitpunkt, an dem der schwarze König keine Figur in der Nähe hat.

Schwarz antwortete mit , einem Springer, der nach d3 oder b3 möchte und auf beiden Feldern nichts findet. Richtig war , der Gegenschlag am Damenflügel. Der Springerzug kostete gut einen halben Bauern, stellte ihn sofort zur Rede und vertrieb ihn endgültig. Wer keinen Plan hat, stellt gern eine Figur auf ein Feld, das gut aussieht; wer einen hat, prüft erst, ob sie dort bleiben darf.

FM Zhuo Ren Lim (MAS, 2309)

IM Fabian Bänziger (SUI, 2426)

Nach 17...Ld6: Der Bauer h6 hält g4-g5 auf. Weiss am Zug.

Erst die Vorbereitung, dann die Linie: 20.Kg2

Drei von zehn Spielern dieser Stärke stossen hier mit durch, und der Zug wirft den grössten Teil des Vorteils weg. Nach kommt die schwarze Dame über e5 an den Königsflügel, und von gut zwei Bauern bleibt noch etwa einer übrig. Die Linie geht auf, bevor Weiss etwas darauf hat.

macht zuerst die Vorbereitung fertig: Der König verlässt g1, der Turm f1 bekommt das Feld h1, und erst danach entscheidet Weiss über den Bauernvorstoss. Die Fortsetzung zeigt die Reihenfolge. Zwischen dem Königszug und dem sofortigen Vorstoss liegen fast zwei Bauern.

Schwarz nahm Weiss die Entscheidung anschliessend selber ab: , und die h-Linie gehörte Weiss, weil Schwarz sie geöffnet hatte. Die Regel dahinter ist alt und wird täglich gebrochen: Eine Linie öffnet man erst, wenn die eigenen Schwerfiguren schon darauf stehen. Sonst öffnet man sie für beide.

FM Zhuo Ren Lim (MAS, 2309)

IM Fabian Bänziger (SUI, 2426)

Nach 19...De7: Weiss steht gut zwei Bauern besser und hat g4-g5 in der Hand.

Der Läufer geht schlagend aus dem Weg: 31.Lxf8

Weiss hat unterwegs drei Bauern gewonnen, den ersten im vierzehnten Zug, den zweiten mit und den dritten mit . Auf der h-Linie ist die Sache trotzdem noch nicht erledigt: Der Turm h3 zielt auf h7, aber der eigene Läufer h6 steht im Weg, und der Springer h7 ist von König und Dame gedeckt. räumt die Linie und nimmt eine Figur mit.

Danach verliert jede Wiedernahme Material. gewinnt den Springer, weil der König ihn von f8 aus nicht mehr deckt. gibt Dame und Springer für Läufer und Turm. Und kostet die Dame für den Turm, weil h6 und h7 jetzt beide leer sind. Schwarz gab die Partie an dieser Stelle auf.

In den Büchern heisst das Beseitigung der Verteidigung, praktisch ist es einfacher: Zählen Sie vor jedem Schlagzug, welche Linie dadurch frei wird. Eine eigene Figur, die der eigenen Schwerfigur im Weg steht, soll ihr Feld nicht irgendwann räumen, sondern es schlagend verlassen.

FM Zhuo Ren Lim (MAS, 2309)

IM Fabian Bänziger (SUI, 2426)

Nach 30...Sdf8: Weiss ist drei Bauern vorn, und der Turm h3 steht hinter dem eigenen Läufer h6. Weiss am Zug.

Fazit

Eine Partie ohne Opfer, ohne Verwicklungen und mit einem einzigen ungenauen Zug, dem Rückzug . Alles andere war Handwerk auf hohem Niveau: der Turm, der sich eine Reihe sucht, weil ihm die Linie fehlt, der Bauernzug , den kaum jemand macht, und der Königszug , der aussieht, als würde er nichts tun, und in Wahrheit den ganzen Angriff erst möglich macht. Nico Georgiadis holte an Brett 2 mit Schwarz ein Remis, an den Brettern 1 und 4 war der Kampf noch offen. Ein voller Punkt von Brett 3 gegen einen gleichwertigen Gegner ist im Mannschaftskampf genau das, was ein Team von seinem dritten Brett braucht.

Züge

1-0

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Die Schweiz spielte mit vier Spielern. Jede Partie ist einzeln kommentiert.