arrow_back Zur Runde 6

Schacholympiade Samarkand 2026 · Runde 6 · Brett 3

Can gegen Peng

Partie wird geladen

Live-Übertragung von lichess.org

GM Isik Can (TUR, 2569) vs GM Peng Li Min (SUI, 2568) · ½-½

Brett 3, Schweiz gegen Türkei · Vierspringerspiel, Spanische Variante, Rubinstein-Variante (C48)

Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Sechste Runde, Brett 3, die Schweiz gegen die Türkei, beide Mannschaften mit acht Matchpunkten angereist. Peng Li Min hatte Schwarz gegen einen Grossmeister mit 2569, einen einzigen Elopunkt über ihm, und bekam das Vierspringerspiel aufs Brett. Mit wählte er die Rubinstein-Variante, gab dafür kurz einen Bauern her, und holte ihn zurück.

Ein Remis auf Bestellung war das danach nicht. Ab dem einundzwanzigsten Zug stand Schwarz schlechter, nach sechsundzwanzig Zügen war Weiss anderthalb Bauern besser und einen ruhigen Königszug von einer sehr angenehmen Stellung entfernt. Der Königszug kam nicht, und Schwarz hatte genau einen Zug, der die Partie hielt.

Wer zuerst schlägt, spart zwei Züge: 10...Lxg4

Zwei von drei Spielern auf diesem Niveau schlagen hier sofort zu, und sie haben recht. Nach sind beide weissfeldrigen Läufer vom Brett, die schwarze Dame steht auf dem Feld, auf das sie ohnehin will, und Schwarz ist ein gutes Drittel Bauer besser: Der Bauer d4 greift den Springer c3 an, und der Springer b4 zielt auf c2 und d3.

Gespielt wurde . Der Tausch kam trotzdem, nur zu den Bedingungen von Weiss: . Das Turmschach zwang den Läufer nach e7, und mit kündigte Weiss Sg3 an, was die Dame auf f5 angegriffen hätte, also ging sie zurück. Für einen Weg von einem Zug hat die Dame drei gebraucht, und aus einem kleinen Vorteil für Schwarz ist ein kleiner Vorteil für Weiss geworden, zusammen rund ein halber Bauer.

Die Regel widerspricht dem Gefühl, deshalb sage ich sie so deutlich: Wird Ihnen ein Tausch angeboten, den Sie ohnehin wollen, dann schlagen Sie zuerst. Das Zurückschlagen ist danach das Problem Ihres Gegners und nicht Ihres. Eine Figur, die über einen Umweg auf dem Feld landet, das sie in einem Zug hätte erreichen können, hat zwei Tempi verschenkt.

GM Isik Can (TUR, 2569)

GM Peng Li Min (SUI, 2568)

Nach 10.Lg4: Weiss bietet den Tausch der weissfeldrigen Läufer an. Schwarz am Zug.

Der Damentausch, den Schwarz ausschlägt: 21...Se7

Objektiv ist das fast ausgeglichen, unangenehm ist es nur für eine Seite. Der Bauer d4 steht fest vor dem weissen auf d3 und muss bewacht werden, der Läufer f8 hat noch keine Aufgabe, und die weisse Dame kommt an Felder, an die die schwarze nicht kommt.

Zwei Züge halten die Stellung zusammen, und beide tun dasselbe: Sie nehmen die Damen vom Brett. greift die Dame an und tauscht sie ab, und danach ist nichts mehr passiert. bietet den Tausch direkt an und kostet ein Drittel Bauer, auch das hält.

Gespielt wurde , und die Damen blieben. stellte die weisse Dame hinter die schwarzen Bauern, und von dort ist der Plan einfach: den h-Bauern vorschieben, b2-b4 anschliessen, die Dame auf der achten Reihe pendeln lassen. Schwarz tauschte mit die Springer ab und blieb mit einem Läufer auf f8 zurück, der seit dem siebzehnten Zug nicht mehr gezogen hatte. Der Unterschied zu beträgt rund zwei Drittel Bauer, und das ist kein Geschmacksurteil mehr.

Wenn Sie die leicht schlechtere Seite haben und die gegnerische Dame die einzige Figur mit offenen Wegen ist, dann ist der Damentausch kein Kleinmut, sondern der Zug. Fragen Sie nicht, welche eigene Figur Ihnen fehlt, sondern welche gegnerische den Schaden anrichtet, und bieten Sie genau dieser den Tausch an.

GM Isik Can (TUR, 2569)

GM Peng Li Min (SUI, 2568)

Nach 21.Df5: Alle Türme sind getauscht, der Bauer d4 steht fest. Schwarz am Zug.

Ein einziges Feld hält die Partie: 27...De2

Weiss diktiert die Stellung seit dem einundzwanzigsten Zug, und sein Vorteil ist keine Stimmung, sondern eine Drohung: b4xc5. Ein Wartezug verliert auf der Stelle: lässt Weiss eine ganze Figur mehr. Der Grund steckt im Läuferzug nach b4: Er greift die Dame auf c5 an, und hinter ihr steht auf derselben Diagonale der Läufer f8.

ist der einzige Zug, der das aushält, und er hält es mit Gegenangriff. Von e2 aus greift die Dame den Läufer d2 und den Bauern c2 an, und beide sind ungedeckt; der Zugriff lässt Schwarz mit einer Figur für einen Bauern zurück. Also muss der Läufer ziehen, und das beste Feld ist f4. Von f4 aus erreicht er b4 nicht mehr, und damit ist die ganze Idee entwertet: ist ein ehrlicher Tausch. Die Dame kehrt jedes Mal nach e7 zurück, weil sie von dort über die siebte Reihe den Bauern b7 deckt, und deshalb gibt es nicht.

Damit hing die Partie an einem Feld. statt hätte e2 gedeckt, der Läufer wäre auf d2 geblieben, Schwarz hätte keinen aktiven Zug mehr gehabt, und Weiss wäre anderthalb Bauern besser geblieben. Wie schmal der Grat war, zeigt die zweite Wahl: ist mehr als zwei Bauern schlechter. Etwa einer von acht Spielern auf diesem Niveau findet hier .

Für die schlechtere Seite: Suchen Sie nicht den besten Verteidigungszug, sondern das Feld, von dem aus Ihre stärkste Figur zwei ungedeckte Ziele gleichzeitig angreift. Für die bessere Seite, und diese Lektion ist die teurere: Bevor Sie die Dame verbessern, prüfen Sie, ob ein Königszug mehr leistet. sieht nach nichts aus und nimmt dem Gegner die einzige Chance der Partie.

GM Isik Can (TUR, 2569)

GM Peng Li Min (SUI, 2568)

Nach 27.Db8: Weiss will b4xc5 spielen. Schwarz am Zug und braucht einen aktiven Zug.

Wer deckt den Bauern d4? 34...Dc6

Material gleich, Damen und Läufer, je sechs Bauern, und genau eine Schwäche auf dem Brett: der schwarze Bauer d4. Die Dame auf d5 hält ihn, und solange sie dort steht, hat Weiss nichts.

nahm die Deckung weg. Nach wäre das Material zwar wieder gleich, aber Weiss stünde gut einen halben Bauern besser: Sein Läufer steht im Zentrum, der schwarze immer noch auf f8. Weiss spielte , und die Gelegenheit war vorbei: holte den Bauern c2, und danach war nichts mehr drin.

Den Rest erledigte die schwarze Dame, indem sie sich das richtige Feld suchte. brachte sie nach c6, wo sie den Bauern b7 deckt und Weiss das Feld d5 nimmt. Als Weiss mit einen Freibauern schuf, konnte der keinen Schritt gehen: d5 gehört der Dame, d8 dem Läufer, der mit endlich ins Spiel kam. Nach wurde remis vereinbart.

Der häufigste Fehler im Damenendspiel sieht nie nach einem Fehler aus: Die Dame geht auf ein aktiveres Feld und lässt hinter sich etwas ungedeckt. Zählen Sie vor jedem Damenzug nach, was sie gerade deckt und ob es danach noch gedeckt ist. Bei zwei Figuren pro Seite ist die Dame fast immer die einzige Verteidigerin, die es überhaupt gibt.

GM Isik Can (TUR, 2569)

GM Peng Li Min (SUI, 2568)

Nach 34.Lb6: Der Läufer zielt über c5 auf d4, die Dame auf d5 deckt den Bauern. Schwarz am Zug.

Fazit

Ein halber Punkt mit Schwarz gegen 2569, und einer, der Arbeit war. Peng Li Min verschenkte im zehnten Zug rund einen halben Bauern, schlug im einundzwanzigsten den Damentausch aus und stand nach sechsundzwanzig Zügen anderthalb Bauern schlechter, in einer Stellung, in der ein ruhiger Königszug Weiss diesen Vorteil erhalten hätte. Der Königszug kam nicht, kam, und Schwarz fand mit den einzigen Zug, der die Stellung hält. Das Endspiel brachte er danach nach Hause, mit einem Wackler im vierunddreissigsten Zug, den Weiss nicht bestrafte. An Brett 3 einer Olympiamannschaft besteht die Arbeit nicht darin, jede Partie zu gewinnen, sondern darin, die schlechten zu halten. Der Mannschaftskampf gegen die Türkei war noch nicht entschieden, als diese Partie endete.

Züge

½-½

War diese Analyse hilfreich?

BognerChess App · Warteliste

Solche Analysen, für deine eigenen Partien

Der KI-Coach der neuen BognerChess App findet die kritischen Momente deiner Partien und erklärt sie dir im Klartext. Trag dich auf die Warteliste ein und sei als Erstes dabei.

Auf die Warteliste

Alle Bretter der Runde 6

Die Schweiz spielte mit vier Spielern. Jede Partie ist einzeln kommentiert.