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Schacholympiade Samarkand 2026 · Runde 6 · Brett 1

Erdogmus gegen Bogner

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Live-Übertragung von lichess.org

GM Yagiz Kaan Erdogmus (TUR, 2716) vs GM Sebastian Bogner (SUI, 2547) · 1-0

Brett 1, Schweiz gegen Türkei · Damengambit abgelehnt, Halb-Tarrasch-Verteidigung (D41)

Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Sechste Runde, Brett 1, die Schweiz gegen die Türkei, beide Mannschaften mit acht Matchpunkten angereist. Sebastian Bogner hatte Schwarz gegen GM Yağız Kaan Erdoğmuş, fünfzehn Jahre alt, Elo 2716, Nummer 26 der Welt und seit Mai der jüngste Spieler der Geschichte über 2700. Auf dem Brett landete die Halb-Tarrasch-Verteidigung, die ruhigste Art, mit Schwarz nach Ausgleich zu fragen: symmetrische Figuren, ein isolierter Bauer auf d5 und keine Geheimnisse.

Fünfzig Züge lang war der Schweizer der bessere Spieler. Im 38. Zug gab der Gegner einen Bauern, im 45. einen zweiten, und im 50. Zug stand Bogner mit zwei Mehrbauern auf Gewinn, mit gut drei Minuten auf der Uhr. Zwei Züge später war die Partie verloren.

Nur ein Feld für die Dame: 22...Dxg4

Mit hat Weiss die h-Linie geöffnet und dafür Doppelbauern auf g2 und g4 in Kauf genommen. Nach kam , und der Springer zielt von dort auf drei Punkte gleichzeitig: die Dame auf e6, den Bauern g6 und den Bauern d5. Die Dame muss ziehen, und von ihren Feldern taugt genau eines.

nimmt den Bauern, den keine weisse Figur deckt, und hält die Stellung im Gleichgewicht. Der bequeme Rückzug kostet gut einen Bauern. Und verliert sofort: Der schwarze König steht im Freien, gut drei Bauern schlechter.

Nach hat Weiss den Bauern zurück, und das Material ist gleich. Die Gewohnheit, die das findet, ist einfach: Wenn eine Figur angegriffen wird, prüfen Sie die Felder, auf denen sie selbst schlägt, bevor Sie die Rückzugsfelder ansehen. Der Schlagzug wird hier nicht deshalb gespielt, weil er einen Bauern gewinnt, sondern weil er der einzige ist, der hält.

GM Yagiz Kaan Erdogmus (TUR, 2716)

GM Sebastian Bogner (SUI, 2547)

Nach 22.Sf4: Der Springer greift Dame, Bauer g6 und Bauer d5 gleichzeitig an. Schwarz am Zug.

Die Chance lag auf der e-Linie: 27...Te8

hätte die Stellung ausgeglichen gehalten. stellt Turm und Dame auf dieselbe Linie, getrennt nur durch den eigenen Bauern e3, und dieser Bauer wird vom schwarzen Springer auf c4 bereits angegriffen. Wer so steht, hat für die nächsten Züge keine freie Wahl mehr.

setzt den dritten Stein auf die Linie und ist einen guten Bauern wert: . Gespielt wurde , ein vernünftiger Zug am falschen Ort, und nach war die Stellung wieder ausgeglichen.

Wenn der Gegner zwei schwere Figuren auf eine Linie stellt, hat der Zug, der diese Linie besetzt, Vorrang vor jeder Verbesserung der eigenen Bauern. Sie müssen die Fesselung dafür nicht bis zum Ende ausrechnen. Es reicht, dass der Gegner sie ausrechnen muss.

GM Yagiz Kaan Erdogmus (TUR, 2716)

GM Sebastian Bogner (SUI, 2547)

Nach 27.Te2: Weisser Turm und weisse Dame stehen auf der e-Linie, dazwischen nur der eigene Bauer e3. Schwarz am Zug.

Der König geht dem Springer entgegen: 40...Kg6

Der erste Bauer war schon gefallen: Nach dem ungenauen war für Weiss die beste Möglichkeit, die noch übrig war. geht in dieselbe Richtung weiter. Mit wäre der Rückstand klein geblieben, nach dem Schach ist er gut ein ganzer Bauer.

ist der einzige Zug, der das festhält. Der König stellt sich vor den Springer und greift ihn an, gedeckt ist der Springer nicht, und Weiss muss ihn sofort wieder bewegen: . Jedes andere Königsfeld lässt den Springer nach f6 und gibt alles zurück: , und die Stellung ist ausgeglichen.

Ein Schach beantwortet man am liebsten mit dem sichersten Feld. Prüfen Sie vorher, ob die Figur, die Schach bietet, überhaupt ein Rückzugsfeld hat. Hat sie keines, ist der Königszug, der auf sie zugeht, oft der stärkste, auch wenn er unheimlich aussieht. In der Partie folgte , und damit stand Schwarz rund zwei Bauern besser.

Der Spieler dazu 1:32

Sebastian Bogner über den Königszug: Dame und Turm stehen zwar verdoppelt auf der siebten Reihe, aber f7 ist von Springer und Dame gedeckt — deshalb war für ihn kein schwieriger Moment. Der Springer auf h5 hat kein Feld, Weiss muss spielen und schwächt sich damit selbst. Dazu, warum der Bauer auf g4 nicht sofort zu nehmen ist, und was es heisst, nach zwanzig Zügen beidseitiger Zeitnot den 40. Zug zu erreichen.

GM Yagiz Kaan Erdogmus (TUR, 2716)

GM Sebastian Bogner (SUI, 2547)

Nach 40.Sh5+: Schwarz hat einen Bauern mehr und mehrere Königsfelder, von denen nur eines den Vorteil hält. Schwarz am Zug.

Mit einem Mehrbauern tauscht man: 43...Txa6

greift den Turm auf f6 an, und der Abtausch kommt mit einem Tempo für Weiss: ist Schach. Es ist trotzdem der beste Zug, und knapp jeder fünfte Spieler dieser Stärke wählt ihn. Wer einen Bauern mehr hat, tauscht Figuren und nicht Bauern, und ein Schach, das der Gegner dabei einsammelt, zählt nicht, solange der eigene König danach ein Feld hat: .

Im 44. Zug bot Schwarz mit den Damentausch an, und Weiss lehnte ab. hätte den Rückstand bei einem Bauern gehalten. Nach nahm den zweiten Bauern und griff von g4 aus gleich den Turm auf e3 an. Ab hier war die schwarze Stellung gut drei Bauern wert.

Die Dame ist die Figur, mit der ein Spieler ohne Material am ehesten noch etwas anstellt. Wer hinten liegt, nimmt den Damentausch deshalb auch dann, wenn die entstehende Stellung trocken aussieht: Trocken ist genau das Problem des anderen.

GM Yagiz Kaan Erdogmus (TUR, 2716)

GM Sebastian Bogner (SUI, 2547)

Nach 43.Ta6: Der weisse Turm greift auf der sechsten Reihe den Turm f6 an. Schwarz am Zug, einen Bauern mehr.

Zwei Mehrbauern, drei Minuten: 50...g4

Weiss hat noch zwei Bauern, beide am Königsflügel. Am Damenflügel steht nichts mehr, und deshalb ist der Bauer auf b5 der wichtigste Stein auf dem Brett: Jeder Schritt, den er macht, bindet weisse Figuren an seine Bewachung. behält rund zwei Bauern Vorteil: .

ist ein Zug auf dem Flügel, auf dem nichts zu holen ist. Er ändert an der Bewachung des b-Bauern nichts und schenkt Weiss die Zeit, die ihm fehlte; nach wäre von zwei Mehrbauern nichts mehr übrig gewesen. Weiss spielte , und der Vorteil war zurück: , und Schwarz hat vier Bauern für den Springer und eine klar bessere Stellung.

beendet die Partie. Es folgte , und der Turm baut ein Mattnetz: matt. Der Turm deckt h6, sodass der König nicht schlagen darf, der Springer auf g3 nimmt ihm f5 weg, und f6 und f7 sind von den eigenen Steinen besetzt. Dagegen gibt es nur , und Weiss steht rund vier Bauern besser. Sechs Züge später war die Partie zu Ende.

Der Spieler dazu 1:19

Sebastian Bogner über genau diese Stellung: Mit wollte er den Bauern e4 präventiv schwächen, um ihn später abzuholen, und übersah, dass dafür h6 schwach wird — Dd2, Dh8, und seine Figuren stehen fest. Dazu das, was oben nicht steht: dass drei Züge früher die Partie entschieden hätte, und woran es in dem Moment lag.

GM Yagiz Kaan Erdogmus (TUR, 2716)

GM Sebastian Bogner (SUI, 2547)

Nach 50.Tc8: Schwarz hat zwei Bauern mehr, Weiss nur noch e4 und f2. Schwarz am Zug.

Fazit

Gegen den zweiten 2700er dieser Olympiade stand an Brett 1 fünfzig Züge lang eine Schweizer Gewinnstellung auf dem Brett. Sie entstand nicht aus einer Kombination, sondern aus zwei Zügen, für die es keine Alternative gab: im Mittelspiel und nach einem Springerschach, das die meisten Spieler mit dem König in die andere Richtung beantworten. Verloren ging sie an zwei Zügen in drei Minuten, und beide gehören zum selben Muster: ein Bauernzug auf dem Flügel ohne Gegner und ein Damenzug, der ein Mattnetz übersah. Die Konsequenz für die eigenen Partien liegt nicht im Rechnen, sondern in der Reihenfolge: Wer zwei Bauern mehr und wenig Uhr hat, zieht den Bauern, den der Gegner nicht erreicht, und vereinfacht, solange die Zeit dafür noch reicht.

Züge

1-0

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