WIM Laysa Latifah (INA, 2213) vs WIM Mariia Manko (SUI, 2285) · 0-1
Brett 1, Schweiz gegen Indonesien, Frauenturnier · Sizilianisch, Nyezhmetdinov-Rossolimo mit 3...e5 (B30) · 90 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten, plus 30 Sekunden pro Zug
Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.
Runde 8 des Frauenturniers, Brett 1 für die Schweiz gegen Indonesien. Auf dem obersten Stuhl sitzt heute WIM Mariia Manko, ihr gegenüber WIM Laysa Latifah, zweiundsiebzig Elopunkte tiefer eingestuft. Wer an Brett 1 einer Olympiade sitzt, kommt nicht durch Zufall dorthin; die Zahl auf der Nennung ist die Auskunft, die man nicht überschätzt. Was der Mannschaftskampf braucht, ist ein ganzer Punkt hier oben, damit der Rest der Mannschaft darauf aufbauen kann.
Gespielt wurde ein Rossolimo mit , die scharfe Antwort. Bis zum siebzehnten Zug lief alles ruhig; danach kam die Partie zweimal ins Rutschen, einmal in Mankos Bedenkzeit und einmal, unter dem Druck der Uhr, in derjenigen der Gegnerin. Der Wendepunkt liegt auf dem neunundzwanzigsten Zug.
Das Läuferopfer auf h7: 14.Lxh7+
Der Bauer d4 gehört ab dem elften Zug Schwarz; er stammt aus dem Zentraltausch, den Manko mit einleitet und mit abschliesst. Als zwei Züge später den Läufer d6 angreift und den zweiten Bauern nimmt, steht die Frage im Raum, die die Rossolimo-Systeme mit ...e5 gerne stellen: ist hier noch das klassische Opfer, oder ist der schwarze König in Wirklichkeit gut genug bewacht.
Die Antwort steht in der Materialbilanz nach der Abwicklung. , und beide Seiten haben einen Läufer für einen Bauern gegeben; wer aber schon vorher einen Bauern voraus war, hat ihn auch danach. Schwarz einen Bauern vorn. Der einzige Zug in der Reihe, den man nachrechnen musste, war . Nach h8 hielt die Dame die h-Linie, und Manko fand das eine legale Feld.
Das Feinere kommt danach. hebt den Turm auf die sechste Reihe, bevor die weisse Dame etwas findet, das der König nicht mehr alleine löst. Von b6 aus ist der Turm einen Zug weit von g6 oder h6, und für einen offenen König heisst die Regel nicht warten, sondern eine Figur nach vorn holen. Die eigentliche Arbeit eines angenommenen Läuferopfers erledigt der dritte Zug, nicht die beiden Pflichtzüge davor.
WIM Laysa Latifah (INA, 2213)
WIM Mariia Manko (SUI, 2285)
Der Springer gehört auf f5: 17...Lb7 und 18...Tg6?
Nach stellt die weisse Dame sich auf ein Feld, das ein schwarzer Springer angreifen kann. Der Zug ist , mit Tempo gegen die Dame und einem zweiten Sprung, nach dem sie zu spät auf einem Feld steht, auf dem sie den Springer nicht mehr aufhält. Manko dachte neun Minuten und einundzwanzig Sekunden und spielte , den soliden Entwicklungszug. Der kleine Vorteil, den mehr gehalten hätte, ist die Rechnung für die andere Wahl; auf diesem Niveau ist das Geschmack, nicht Fehler.
Der achtzehnte Zug war es dann nicht mehr. ?! liess das Feld f5 offen, wo die weisse Königsstellung zusammengehalten hätte. Die Antwort war noch immer dieselbe: , und Schwarz spielt mit zwei aktiven Figuren, wo Weiss die Verteidigung erst zusammenholt. Manko dachte sieben Minuten und dreizehn Sekunden und spielte ?, der auf lange Sicht den Bauern g2 aufs Korn nehmen möchte, tatsächlich aber die Chance des Springers auf f5 aus dem Fenster wirft.
Zwei Züge, dieselbe Idee, zweimal nicht gespielt. Der kleine Bauernvorteil ist nach ? wieder da, wo er vor dem siebzehnten Zug stand: bei null. Die Regel dahinter ist knapp und lohnt sich, sie sich zu merken. Steht die feindliche Dame auf einem Feld, das ein Springer mit Tempo angreifen kann, ist dieser Sprung der Zug, nicht der solide Entwicklungszug daneben.
WIM Laysa Latifah (INA, 2213)
WIM Mariia Manko (SUI, 2285)
Der Wendepunkt: 29.Lg1?? und 29...axb5??
Zwischen dem sechsundzwanzigsten und dem achtundzwanzigsten Zug hat Weiss die eigene Stellung Zug für Zug aus der Hand gegeben: , , , und die Uhr sank von 14 Minuten auf 5 Minuten und dann auf 5 Minuten und 9 Sekunden. ?? kam mit 3 Minuten und 30 Sekunden auf der Uhr und nimmt dem Bauern f3 den Verteidiger, den er noch hatte. Nach diesem Zug ist die Stellung für Schwarz klar gewonnen, und der Zug, der es zeigt, heisst , und Schwarz gewinnt.
Manko sah ?? und griff nach dem Bauern. ?? nimmt einen Bauern auf b5, den keine weisse Figur ordentlich decken kann, und übersieht dabei, dass mit Doppelangriff auf den Läufer b7 und den Bauern d5 fast alles wieder herstellt: Schwarz stand nach ?? nur noch etwa einen Bauern vorn statt gewonnen. Es war der Moment, in dem 13 Minuten Bedenkzeit gegen 3 Minuten reichlich Grund gewesen wären, die Dame zu bewegen statt den Bauern zu holen. Der freie Bauer läuft nicht davon, die Kombination gegen den weissen König tut es.
Die zweite Chance kam sofort. kam nicht, sondern ??, ein Zug ohne Idee, und der Vorteil war wieder da. Regel für den Bauern, der nach der Stellung aussieht: bevor Sie ihn nehmen, fragen Sie, was Ihre Dame gerade tut. Steht sie auf dem Feld, auf dem die entscheidende Kombination beginnt, hat der Bauer eine Nummer weniger Priorität als der Dominoblock, der eben umfallen möchte.
WIM Laysa Latifah (INA, 2213)
WIM Mariia Manko (SUI, 2285)
Der Bauer öffnet die Diagonale: 33...d4
Nach ?? liess Manko den Bauern, den sie nicht mehr brauchte, liegen und stellte die Dame um. , und die Dame steht auf einem Feld, auf dem sie den Bauern f3 deckt und Sxf3 vorbereitet. hätte eine Figur gekostet und die Partie verlängert; Latifah spielte ?, und nach stand Weiss auf dem Weg zum Ausgang.
ist der schöne Zug. Der Bauer greift die Dame an und öffnet zugleich die lange Diagonale, die der Läufer b7 seit dem siebzehnten Zug bespielt: Von b7 bis h1 stand ihm bis eben nur der eigene Bauer d5 im Weg, und mit einem Schritt nach d4 stand er nicht mehr im Weg. nimmt zwar den Bauern, doch damit stellt sich der Läufer selbst auf ein Feld, auf dem der Springer f3 ihn im nächsten Zug schlägt.
Den Rest hat Manko mit einem kleinen Umweg erledigt: ? liess ein forciertes Matt aus ( nahm den kürzeren Weg), und mit dem Damentausch ging es dennoch ins gewonnene Endspiel: holt den Läufer, und ? liess das Matt in acht Zügen zu, das mit den Vorhang zog. Die Regel für den zentralen Freibauern, der gleichzeitig eine feindliche Figur angreift und die eigene Diagonale öffnet: er ist mehr wert als das, was er selbst kostet.
WIM Laysa Latifah (INA, 2213)
WIM Mariia Manko (SUI, 2285)
Fazit
Ein voller Punkt an Brett 1, und die ehrliche Auskunft ist: Die Partie hätte auch anders herum enden können. Zwischen dem vierundzwanzigsten und dem sechsundzwanzigsten Zug stand Weiss deutlich besser, weil ?! den d-Bauern nicht nach vorn brachte und der Uhrzeiger der Gegnerin noch reichlich Zeit hatte; erst , und gaben den Vorteil in drei kleinen Schritten wieder her. Auf dem entscheidenden neunundzwanzigsten Zug wurde derselbe Fehler gespielt, der schon in der sechsten Runde die Partie entschieden hatte, diesmal von der anderen Seite des Bretts: eine Figur zieht weg von der Aufgabe, die sie hatte, und der Vorteil geht mit. Und ?? ist die zweite Lehre in derselben Runde, die Mankos eigene ist: Wer im gewonnenen Moment nach dem falschen Feld greift, macht aus der Kombination einen Bauern und lässt die Gegnerin zurück ins Spiel. Die Rettung an diesem Nachmittag hiess ??. So kommt ein wichtiger Mannschaftspunkt an Brett 1 zustande, und so ehrlich muss man mit sich sein, wenn man ihn nachbereitet.
Züge
0-1
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