WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254) vs WIM Shafira Devi Herfesa (INA, 2130) · 0-1
Brett 2, Schweiz gegen Indonesien, Frauenturnier · Englisch, Agincourt-Verteidigung (A13) · 90 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten, plus 30 Sekunden pro Zug
Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.
Runde 8 des Frauenturniers, Schweiz gegen Indonesien: An Brett 2 stellte WIM Sofiia Hryzlova mit Weiss gegen WIM Shafira Devi Herfesa auf, Papierform und Anzugsrecht auf ihrer Seite, ein Punkt, den das Team an diesem Nachmittag brauchen konnte. Die Eröffnung war leise, Sfz3 und g3 und der Fianchetto-Läufer, dazu und der weisse Aufbau mit b3.
Wer den Saal betrat, sah eine ruhige englische Partie. Wer zurückkam, sah eine Zeitnotpartie, in der Weiss zweimal einen ganzen Punkt in der Hand hatte und beide Male loslassen musste. Dazwischen liegt ein einziger, langsam eingerissener Faden, und der Zug, der ihn hielt, ist im dreissigsten Zug nicht gekommen.
Zweiunddreissig Minuten für 11.Sf5
setzt den Springer weit vom Spielgeschehen ab, weil vor sicherer gewesen wäre. Weiss stand nach diesem Zug klar besser, und Sofiia Hryzlova nahm sich die Zeit, aus dem klaren Vorteil einen greifbaren Plan zu machen: knapp zweiunddreissig Minuten für .
Der Zug macht zwei Fragen an Schwarz gleichzeitig. Der Bauer g7 ist ohne den Springer f8 nur vom König gedeckt, und der Läufer e7 ist ebenfalls angegriffen. löst beide Fragen zusammen, denn das Feld g7 wird nun vom Springer bewacht, und die Dame d8 deckt e7 weiter. Weiss verzichtete auf den Sofortabtausch, weil Sxe7+ Dxe7 den Läufer gegen den Springer holt, aber ein paar Züge später mehr wert ist: , und die Aufstellung ist so vorbereitet, dass der schwarze Königsflügel dauerhaft luftig bleibt.
Die Lehre aus dieser Passage: Wer eine deutlich bessere Stellung hat, spielt nicht den Zug, der am schnellsten aussieht, sondern den, der die Vorteile aus der Eröffnung dauerhaft festhält. Die zweiunddreissig Minuten hier waren gut angelegt; sie zahlten sich erst vier Züge später mit dem Läuferabtausch aus.
WIM Shafira Devi Herfesa (INA, 2130)
WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254)
Der Springer am Rand: 16.Sa4?!
Der Läufertausch war fällig, kam, und die dunklen Felder gehörten Weiss. Objektiv war die Stellung am Übergang zum Mittelspiel klar besser, und der Plan sollte einfach sein: , den Bauern d4 abstützen, dann Sc3 nach e2 und die schweren Figuren auf die c-Linie. Gespielt wurde ?!, mit dem Auge auf c5.
Objektiv ist das ein taktischer Fehler, denn nach hält Schwarz einen sauberen Mehrbauern, und der weisse Eröffnungsvorteil ist weg. Auf der Uhr blieben 18:02 nach knapp zehn Minuten Bedenkzeit, und über dem Brett stand ein Zug, den der Gegner am Nachbarbrett vielleicht nicht findet, den zwei von drei Spielerinnen auf diesem Niveau aber wählen. Praktisch war der menschliche Versuch, im gleichen Manöver wie am Damenflügel zu pressen. Objektiv war er ein Bauer.
Der Zug am anderen Ende des Brettes, , kam nicht. Statt dessen ?, ein Turmzug, der die c-Linie besetzen soll, und mit ihm die letzte gute Antwort. Jetzt hätte einen ganzen Bauern gehalten und die Stellung aufgeklärt; ?! wählte die dritte Reihe, und Weiss hatte binnen zwei Zügen aus einem klaren Vorteil eine ausgeglichene Stellung gemacht, ohne dass die Uhr sie dazu gezwungen hätte.
Ein Springerzug an den Rand, gegen den der Gegner einen konkreten Zug hat, ist nicht dadurch weniger riskant, dass er ihn übersieht. Die nächste Gegnerin findet ihn.
WIM Shafira Devi Herfesa (INA, 2130)
WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254)
Der Zug, der die Partie entschieden hätte: 25.fxg6
Sechs Züge vor der Zeitkontrolle, mit 9:40 auf der Uhr und einer Idee im Kopf: machte die Linie f offen, und das Feld g6 blitzte auf. ?? nahm den Springer aus dem Zentrum weg, statt die Linie zu schliessen. Die Partie kippte in einem Halbzug. Weiss stand gewonnen.
Gewonnen wird sie mit einem einzigen Zug: , und der schwarze König steht ohne Bauerndecke da, während Weiss den Bauern d5 mitnimmt und die schwere Figur mit Schach auf die vierte Reihe bringt. Es sind keine Zauberzüge nötig, nur Rechnen bis zum letzten Schlag. Eine gute Stunde spielen viele in dieser Stellung aus der Hand.
Gespielt wurde ??, ein Zug, der den Läufer aus dem Zentrum ins Eck zurückzieht und die Idee mit dem Königsangriff aufgibt. stellte den Läufer sofort in Frage, und mit stand er dort, wo er im dreizehnten Zug gestanden hatte. Aus einem gewonnenen Angriff war ein leichtes Übergewicht geworden, und die Uhr, die vor noch 14:44 zeigte, arbeitete nun gegen Weiss.
Eine Gewinnstellung ist nicht der Gewinn, sondern der Auftrag, die konkrete Zugfolge zu finden. Wenn der gegnerische König keine Bauerndecke mehr hat und der eigene noch, sucht man zuerst nach Schlägen und Schachs, nicht nach Umgruppierungen der eigenen Figuren.
WIM Shafira Devi Herfesa (INA, 2130)
WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254)
Die Uhr übernimmt: 31.Te2?
Zwischen dem 25. und dem 30. Zug hat Schwarz die Stellung schlechter behandelt als Weiss: ? und ?! gaben Sofiia Hryzlova die Fäden zurück, und brachte den König in die Ecke, mit dem eingeklemmten Bauern f6 als Speerspitze. Auf der Uhr standen 3:42 für Weiss und 3:31 für Schwarz. Ein Zug hätte den Angriff festgehalten.
nimmt die Diagonale nach g7 in Anspruch, mit Ideen wie Dh4 und Lxg7+ oder dem Turm nach f3 in den Angriff. Nach hält Weiss den ganzen Königsangriff zusammen, und der schwarze König hat kein Feld mehr, das nicht bewacht wäre. Objektiv war das der Zug, praktisch war er auch der schönste.
Gespielt wurde ?, ein Turmzug, der den Turm auf die zweite Reihe holt, aber den Angriff verlässt. kam sofort, die Antwort, die auf jeden Turmzug passte, weil der schwarze Springer d6 seit sieben Zügen auf den Sprung nach e4 wartete. Nach war die weisse Angriffsdiagonale weg, und der Bauer c3 lebte weiter. Der Gewinn stand nicht mehr auf dem Brett, das Remis noch schon.
In der Zeitnot wird der Zug gespielt, der die Figur bewegt, die am meisten leistet, nicht die, die am wenigsten leistet. Der Läufer e5 hielt hier den Angriff zusammen; der Turm f1 stand nur.
WIM Shafira Devi Herfesa (INA, 2130)
WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254)
Zwei Züge in Sekunden: 35.Dxe4?? und 36.Dxb7??
Nach hätten beide Seiten in wechselseitiger Zeitnot die Nerven behalten müssen. ? gab wieder etwas her, weil die Diagonale nach dem König geöffnet und die weisse Dame ins Bild gebracht hätte. ?? und ?? gingen als kleine Fehler durch, weil sie sich gegenseitig aufhoben. Dann kam ??: mit 43 Sekunden auf der Uhr griff der Läufer den Turm e2 an, und die Stellung war für Weiss klar gewonnen. Die weisse Uhr zeigte 2:08.
Der Zug, den die Stellung verlangte, war , den Turm aus der Fesselung nehmen und den Angriff auf f7 aufrechterhalten. Statt dessen ?? nach einer Minute Bedenkzeit, mit einer Minute und einer Sekunde auf der Uhr; der Zug schlägt einen Bauern, hält aber den Turm nicht, und nahm die Qualität mit. Sofort danach, mit 1:19 auf der Uhr, kam ??, ein zweiter Bauern-Schlag auf der falschen Seite des Brettes. hätte die Qualität zurückgeholt und die Partie irgendwie noch offen gehalten. Der Bauer b7 kostete den Springer und die Verbindung des Angriffs.
Was diese beiden Züge lehren, gilt für jede Zeitnotpartie: Ein Bauer, der geschlagen werden kann, ist nicht dasselbe wie ein Bauer, der geschlagen werden soll. Wer in Sekunden schlägt, muss zuerst die Antwort schlagen sehen, nicht den eigenen Zug.
Nach dem 40. Zug kam die Bedenkzeit zurück, aber die Stellung war entschieden. Ein Turm gegen einen Springer und ein Freibauer auf c2, dann noch der schwarze König in Sicherheit und der weisse in der Zwickmühle mit dem Bauern auf f6, dem eigenen Bauer, den keiner mehr decken konnte. nagelte den Turm f1 fest, und Sofiia Hryzlova gab die Partie.
WIM Shafira Devi Herfesa (INA, 2130)
WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254)
Fazit
Von den Ratingzahlen her sollte Weiss diese Partie gewinnen. Vom Verlauf her hatte Weiss zweimal die Gelegenheit dazu: einmal in Ruhe, mit und ausreichend Bedenkzeit auf der Uhr, und einmal unter Zeitdruck, mit und noch dreieinhalb Minuten. Beide Male fiel die Wahl auf die falsche Figur: der Läufer statt der Linie, der Turm statt des Läufers. Dazwischen liegt ?!, der Springer an den Rand, gegen den gestanden hätte; er kam nicht, und Weiss durfte weiterspielen, aber der Springer war seit dem sechzehnten Zug am falschen Ort. Es ist derselbe Springerplatz wie in Runde 6, und dieses Mal war er teurer, weil das Timing für die Reparatur nie kam.
Für Sofiia Hryzlova ist es die zweite Niederlage in dieser Olympiade, für das Team der zweite gefährdete Punkt an Brett 2, und für die Schweiz am Ende die Niederlage gegen Indonesien mit 1,5 zu 2,5, weil auch an den Brettern 3 und 4 nicht genug zusammenkam, um den einen Sieg an Brett 1 zu tragen. Was diese Partie sie und uns lehrt, steht in den Sektionen: Gewinnstellungen sind Aufträge, und in der Zeitnot bewegt man die Figur, die arbeitet.
Züge
0-1
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