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Schacholympiade Samarkand 2026 · Frauen · Runde 8 · Brett 3

Fisabilillah gegen Hakimifard

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Live-Übertragung von lichess.org

WIM Ummi Fisabilillah (INA, 2126) vs WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243) · ½-½

Brett 3, Schweiz gegen Indonesien, Frauenturnier · Sizilianische Verteidigung, Alapin-Variante (B22) · 90 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten, plus 30 Sekunden pro Zug

Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Runde 8 des Frauenturniers, Tisch 12, Schweiz gegen Indonesien, beide Teams mit zehn Mannschaftspunkten: nach der Niederlage von einem zu drei gegen die USA setzt GM Alexandra Kosteniuk aus, und die Aufstellung rückt zusammen. WGM Ghazal Hakimifard sitzt an Brett 3 mit Schwarz gegenüber WIM Ummi Fisabilillah, hundertsiebzehn Punkte tiefer, ohne Titelnorm. Ein Tag zuvor war die Serie von sechs Siegen in Folge zu Ende gegangen; jetzt geht es zuerst darum, dass die Niederlage keine zweite dazubekommt, und dann darum, dass das Team von diesem Brett den ganzen Punkt bekommt, den es braucht.

Weiss wählt den Alapin, Schwarz spielt die solide Aufstellung mit ...Sd5, ...e6 und ...d6. Die Partie hält zwölf Züge lang die Spannung im Zentrum, und dann kommt ein Zug, den Schwarz zwölf Minuten lang bedenkt und trotzdem falsch spielt. Der Gegenzug am Damenflügel liegt bereit, wird aber nicht gefunden, und was folgt, ist eine saubere Abwicklung: Turm gegen Turm, Dame gegen Dame, Läufer gegen Läufer, alles ab vom Brett bis auf einen Läufer je Seite und eine Bauernkette, die niemandem etwas anbietet. Am Ende dreimal derselbe Läuferzug, Punkteteilung, und wie in Runde 6 lautet die Regel, dass die Antwort auf einen Flügelplan im Zentrum steht; diesmal ist sie nicht gespielt worden.

Zwölf Minuten für den falschen Zug: 14...g6

Zwei Bauern stehen sich im Zentrum gegenüber, der weisse auf e5, der schwarze auf d6. Solange die Spannung liegen bleibt, hat Weiss den Bauernsturm mit h4 und h5 in der Hinterhand, denn der schwarze Königsflügel steht noch unberührt. Der ordentliche Zug lautet , löst die Spannung auf und nimmt Weiss diesen Sturm ein für allemal. Zwölfeinhalb Minuten geht die Uhr, danach kommt .

Der Zug schwächt die Felder f6 und h6, verschiebt den Bauern g7 nach g6 und gibt dem weissen h-Bauern damit ein Ziel, das es vorher nicht gab. Objektiv gesehen ist es eine Ungenauigkeit, kein Verlustzug: der Vorteil geht von einem Viertelbauern für Schwarz auf einen Drittelbauern für Weiss zurück. In der Praxis wartet aber ein sehr konkreter weisser Plan, und der beginnt mit . Nach ist die Position wieder ausgeglichen, aber auf dem ganzen Weg dorthin drückt der Bauer h5 auf g6, und Schwarz spielt zwei Züge lang nur seine Verteidigung.

In der Partie kam , ein guter Entwicklungszug, aber nicht der Zug, den die Stellung verlangte. Damit war die Frage weg: folgte sofort, , und das Zentrum stand nicht mehr. Die Regel bleibt trotzdem und ist die gleiche wie in Runde 6: Wer einen Flügelvorstoss des Gegners fürchtet oder verhindern will, sucht die Antwort im Zentrum, nicht auf demselben Flügel. Und wer einen Sicherungszug am eigenen König macht, zählt vorher, welches Ziel er dem Gegner gibt, das vorher nicht da war.

WIM Ummi Fisabilillah (INA, 2126)

WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)

Nach 14.Lf4: Der Bauer e5 steht dem Bauern d6 gegenüber. Schwarz am Zug entscheidet, ob die Spannung im Zentrum jetzt aufgelöst wird.

Der zweite lange Blick: 19...Lxe5

Fünf Züge später geht wieder eine Viertelstunde auf einen einzigen Zug. Nach meldet sich der Sturm zurück, den herbeigerufen hat, und die Frage lautet, ob Schwarz jetzt vereinfacht oder die Spannung mitnimmt. Zwölf Minuten und einunddreissig Sekunden, fast auf die Sekunde genau so viel wie beim Bauernzug in Zug vierzehn, und diesmal steht am Ende der richtige Zug: .

Der Tausch nimmt Weiss die zweite Figur, die auf die schwarze Königsstellung zielte. Der Läufer e5 hatte auf der Diagonale a1 bis h8 gestanden, jetzt steht dort ein Turm, und der Turm auf e5 blockiert keinen einzigen Angreifer mehr. setzt den weissen Turm sofort unter Frage: entweder tauschen oder abrücken, jedes Feld weiter weg vom Zentrum kostet Aktivität. Die praktische Entscheidung ist klar: mit einem Läufer weniger im Angriff ist der Damenflügel der Bauer h4 nur noch ein Bauer.

Der Zug ist der beste der Stellung und wird auch als solcher gespielt; er kostet keinen Bruchteil eines Bauern. Die Lehre, die von ihm bleibt: Man tauscht Figuren, wenn der Tausch die Figur, die man behält, besser macht. Der schwarze Läufer c6 kann jetzt nicht mehr gestört werden, weil kein weisser Läufer mehr an ihn heranreicht, und der Turm auf d5 hat plötzlich eine offene Linie vor sich.

WIM Ummi Fisabilillah (INA, 2126)

WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)

Nach 19.h4: Weiss meldet den Vorstoss immer noch an. Schwarz am Zug entscheidet, ob der Läufer d6 gegen den Läufer e5 getauscht wird.

Alles vom Brett: 22...Txe5 bis 26...Lxd5

Weiss antwortet mit auf die verdoppelten schwarzen Türme, und Schwarz braucht acht Minuten für die Fortsetzung: . Der zweite Turm nimmt die Stelle des ersten ein, und die Frage steht noch einmal. Weiss versucht mit einen letzten Aktivierungsversuch, die Dame zielt auf die schwarze Königsstellung, aber Schwarz deckt sich mit und bietet gleichzeitig den nächsten Tausch an.

Es folgt , und in vier Halbzügen sind ein Turm, eine Dame und ein Läuferpaar vom Brett. Was übrig bleibt, ist ein Läufer je Seite auf gleichfarbigen Feldern, sieben Bauern gegen sieben, kein einziges Feld, das für den einen Läufer schwach und für den anderen unerreichbar wäre. Weiss vollendet mit die eigene Zentrumsstruktur, danach , und der weisse Bauernsturm ist auf einen Läuferabtausch mehr und keinen Bauern zusammengeschrumpft.

Die Regel dieses Abschnitts kommt aus der Reihenfolge der Tausche. Wer eine schwierige Stellung durch Vereinfachung entschärfen will, tauscht in der richtigen Reihenfolge: zuerst die Angreifer des eigenen Königs, danach die schweren Figuren, zuletzt die Leichtfiguren. Genau so ist es hier gelaufen, und was danach steht, ist objektiv Remis.

WIM Ummi Fisabilillah (INA, 2126)

WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)

Nach 22.h5: Der Bauer meldet sich am Königsflügel, und die Türme stehen auf e5 und d5 gegenüber. Schwarz am Zug beginnt die Serie der Abtausche.

Der Läufertanz zum Remis

Auf dem Brett stehen zwei Läufer auf hellen Feldern, dazu je vier Bauern auf jedem Flügel. Die weissen Bauern c4 und d4 stehen auf hellen Feldern, wo sie den eigenen Läufer einengen; die schwarzen Bauern e6, f5 und g5 stehen ebenfalls auf Feldern, die der eigene Läufer nicht mehr braucht. Kein Bauer kann angegriffen werden, den nicht ein zweiter deckt oder ein König erreicht, und die Könige stehen so, dass sie sich gegenseitig nicht durchlassen.

Weiss steht seit dem fünfunddreissigsten Zug unter fünf Minuten und wird die letzten Züge im Sekundentakt spielen; Schwarz hat noch zwanzig Minuten und muss die Frage beantworten, ob die Zeit des Gegners ein Grund ist, weiter zu spielen. In der Stellung selbst liegt kein einziger Gewinnversuch: fixiert den letzten beweglichen Bauern, , und der Läufer geht zweimal denselben Weg, während der schwarze zwischen c6 und b7 pendelt. Punkteteilung.

Die Lehre steht im Bauerngitter, nicht in den Läufern. In einem Endspiel mit Läufern gleicher Farbe entscheidet, wessen Bauern auf den anderen Feldern stehen: wer sie beweglich hat, hat noch ein Spiel; wer sie eingekeilt hat, hat den Punkt geteilt. Bevor Sie ins Endspiel abwickeln, zählen Sie die Bauern beider Seiten auf der Farbe des überlebenden Läufers, und wenn beide gleich viele stehen und sich blockieren, wissen Sie, was das Endspiel geworden ist.

WIM Ummi Fisabilillah (INA, 2126)

WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)

Nach 33.Le2: Läufer gleicher Farbe, Bauern verkeilt. Schwarz am Zug hat zwanzig Minuten, Weiss fünf.

Fazit

Aus dem Zuschauerraum gesehen ist ein halber Punkt gegen eine hundertsiebzehn Punkte tiefer eingestufte Spielerin nicht das, was man von Brett 3 mit Kosteniuk aus der Aufstellung genommen erwartet. Aus der Nähe ist es die richtige Rechnung: ein Tag nach der Niederlage gegen Abrahamyan geht Ghazal Hakimifard nicht mit vollen Händen zurück, aber auch nicht mit leeren, und die Serie der Niederlagen bleibt bei einer. Eine Ungenauigkeit im vierzehnten Zug hätte die Partie kippen können, wenn gekommen wäre; es kam nicht, und die richtige Reihenfolge der Abtausche hat den Rest erledigt. Die Regel aus Runde 6 gilt weiter: Die Antwort auf einen Flügelplan steht im Zentrum, und dieses eine Mal ist der Partie das Nicht-Spielen dieser Regel nicht in Rechnung gestellt worden.

Züge

½-½

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