WIM Camille De Seroux (SUI, 2152) vs WIM Chelsie Monica Ignesias Sihite (INA, 2195) · 0-1
Brett 4, Schweiz gegen Indonesien, Frauenturnier · Spanische Partie, Morphy-Verteidigung, Anderssen-Variante (C77) · 90 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten, plus 30 Sekunden pro Zug
Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.
Runde acht des Frauenturniers, Tisch zweiunddreissig, Schweiz gegen Indonesien: An Brett vier sitzt Camille De Seroux mit Weiss gegenüber WIM Chelsie Monica Ignesias Sihite, dreiundvierzig Elopunkte höher eingestuft. An den anderen drei Brettern die üblichen Namen; an diesem einen Brett das Ergebnis, das die Mannschaft für den Punkt noch braucht. Ein Remis hier hält das Match offen, ein Sieg schlägt eine Bresche, eine Niederlage ist ein Loch, das anderswo zu stopfen wäre.
Weiss wählt die Spanische Partie in ihrer ruhigsten Form, die Anderssen-Variante mit und . Kein Angriff, kein Verzicht, sondern eine Stellung, in der die höhere Elozahl auf ihre Züge warten muss. Siebzehn Züge lang wartete sie umsonst. Was danach kam, ist die eigentliche Partie.
Der Läufer geht zurück: 18.Ld1?!
Die Stellung ist genau ausgeglichen. Der schwarze Springer ist eben nach b7 zurückgekehrt, um über d8 nach e6 zu marschieren, und der andere steht auf g5 und lädt den Abtausch ein. De Seroux hat vor sich zwei Züge, den einen mit einem Bauern, den anderen mit einer Figur. Elf Minuten und einunddreissig Sekunden Bedenkzeit später kam die Figur: , der Läufer wandert auf sein Startfeld zurück, um über e2 weiterzureisen.
Der stärkere Zug war der Bauer: . Nach stehen alle vier Leichtfiguren getauscht, der weisse Bauer steht in der Mitte, und die schwarze Springerreise nach b7 endet unbeschäftigt. Der Unterschied ist strukturell und einen knappen Bauern wert. Nach blieb der Zentralbauer auf d3, und der schwarze Springer bekam mit die drei Züge, die ihm bis dahin fehlten.
Ein Bauerndurchbruch in der Mitte hat ein Verfallsdatum. Solange die gegnerischen Figuren nicht die Endstellung erreicht haben, in der sie den Bruch beantworten, ist der Bruch der Zug, der die Stellung ändert. Einen Zug später steht Sa4, und dieselbe Idee kostet einen halben Bauern mehr. Der Läuferzug bleibt jederzeit möglich. Der Bauernzug nicht.
WIM Chelsie Monica Ignesias Sihite (INA, 2195)
WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)
Ein Springer an den Rand: 22.Sh4?!
Der schwarze Springer auf g5 bietet seit dem sechzehnten Zug den Tausch an. Der weisse Springer f3 kann ihn jederzeit nehmen; jedes Mal, wenn er es nicht tut, gewinnt Schwarz einen halben Tempo. Der klare Zug war . Nach stehen zwei Paar Leichtfiguren vom Brett, und die weisse Stellung ist ohne Schwächen.
Gespielt wurde , der Springer geht seitwärts an den Rand. Das Feld sieht auf f5 und g6, greift aber nichts an, was nicht schon gedeckt wäre. Die stärkste Antwort für Schwarz war die Folge , in der die Springerreise nachträglich sinnlos wird und Schwarz einen Klemmbauern auf c5 stehen hat, der vorher nicht da war. In der Partie kam , ebenfalls eine kleine Ungenauigkeit, und De Seroux durfte mit einen Rückweg antreten, den kein Bauer c5 versperrt.
Ein Abtausch, den der Gegner vier Züge lang anbietet, ist eine Ressource, keine Verpflichtung. Aber der fünfte Zug ist nicht der Moment, mit der eigenen Figur an einen Rand zu wandern, an dem sie nichts erreicht. Wenn Sie einen Tausch nicht nehmen wollen, spielen Sie einen Zug, der den eigenen Springer besser stellt, nicht einen, der ihn schlechter stellt.
WIM Chelsie Monica Ignesias Sihite (INA, 2195)
WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)
Sieben Züge zurück zum Damentausch: 35.Dxb8
Zwischen dem siebenundzwanzigsten und dem fünfunddreissigsten Zug lief die Uhr auf beiden Seiten leer, und auf dem Brett stand ein Schlagfall nach dem anderen. Der Bauer a4 kam, der Bauer b3 kam, sind alle erzwungen. Beide Damen greifen jeweils drei Züge lang etwas an, das nicht mehr steht. Weiss fand jedes einzelne Mal den Zug, der die Rechnung intakt hält.
Mit bot Schwarz den Damentausch an, und De Seroux nahm ihn: , und die Stellung ist damenlos und materiell im Gleichgewicht. Fünf Bauern gegen fünf, Turm und Springer gegen Turm und Läufer, der schwarze Bauer c2 ist ein Freibauer auf der zweiten Reihe, die weissen Steine stehen so, dass er nicht durchkommt. Sechsunddreissig Sekunden zeigt die weisse Uhr, zwölf Minuten neunzehn die schwarze.
In der Zeitnot ist die erzwungene Folge nicht die Abkürzung, sondern der Weg. Jeder nicht erzwungene Zug ist eine neue Entscheidung; ein erzwungener wird einmal berechnet und dann gespielt. Wer die Stellung von Zug zwanzig auf Zug fünfunddreissig verfolgt, sieht eine Serie kleiner Fehlgriffe an sonst hellen Feldern; wer nur die letzten acht Züge sieht, sieht eine Berechnung, die auf einer schwarzen Uhr hätte zerbrechen müssen und nicht zerbrach.
WIM Chelsie Monica Ignesias Sihite (INA, 2195)
WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)
Ein Springer auf das falsche Feld: 36.Sd2??
Der einzige Zug, der die ausgeglichene Stellung hält, ist . Von e1 aus geht der Springer auf c2 und holt den Freibauern. Nach sind beide Türme getauscht, der c-Bauer ist weg, und die verbliebene Stellung ist Springer gegen Läufer mit gleicher Bauernzahl. Wer den Zug findet, holt die Partie ins Remis. Weniger als eine Minute lag auf der Uhr, und De Seroux spielte in sechsundzwanzig Sekunden Sd2.
Sd2 geht auch ins Zentrum, deckt aber c2 nicht mehr. Der Freibauer bleibt am Leben, und der schwarze Turm findet mit die dritte Reihe, auf der er die Bauern c3 und e3 gleichzeitig angreift. Mit versuchte Weiss, einen zu retten; nach waren drei Bauern in vier Zügen verschwunden. Aus einer ausgeglichenen Stellung war ein verlorenes Endspiel geworden.
Ein Freibauer auf der zweiten Reihe ist der Angelpunkt der Stellung. In der Zeitnot ist der Figurenzug, der ihn nächsten Zug erreicht, der Zug, der die Stellung hält. Jedes andere Feld gibt den Bauern preis, und im Turmendspiel mit einem lebendigen Freibauern spielt die Seite ohne ihn immer um den halben Punkt, wenn überhaupt.
WIM Chelsie Monica Ignesias Sihite (INA, 2195)
WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)
Ein Bauer statt eines Turms: 49.Tc5??
Die zehn Züge nach dem Springerzug waren eine Sisyphosarbeit: Weiss holte mit den schwarzen Freibauern ab und mit den zweiten Bauern, verlor dabei aber die Struktur. Schwarz stand am achtundvierzigsten Zug drei Bauern vorn und stellte im selben Zug mit den Turm auf das eine Feld, auf dem er dem eigenen Vorteil im Weg stand.
Der Zug, der die Partie rettet, ist . Nach ist Weiss zwar zwei Bauern hinten, aber der c-Bauer marschiert los, und die schwarzen Türme müssen ihn aufhalten, bevor sie an eigene Freibauern denken können. Die Stellung ist praktisch ausgeglichen. Fünf Minuten und zwanzig Sekunden lagen auf der weissen Uhr, genug Zeit für die Rechnung, und De Seroux spielte , den Turm, der den Bauern e5 deckt.
Der Unterschied ist der Freibauer. Nach lief der schwarze h-Bauer los, und drei Züge später stand er auf h3. Vor jeder Entscheidung im Turmendspiel: welcher Bauer erreicht die achte Reihe zuerst, und wer bewacht sie dort? Ein Turm, der einen Bauern deckt, gewinnt kein Rennen. Ein Bauer, der zur Dame läuft, schon.
WIM Chelsie Monica Ignesias Sihite (INA, 2195)
WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)
Fazit
Eine Niederlage mit Weiss an Brett vier gegen eine Gegnerin, die dreiundvierzig Elopunkte höher steht, ist für die Mannschaft ein Loch, und für Camille De Seroux war es eine Partie, die sie in der Berechnung längst gehalten hatte, bevor sie sie an einem einzigen Zug verlor. Zwischen dem siebenundzwanzigsten und dem fünfunddreissigsten Zug fand sie in Zeitnot den Weg durch eine erzwungene Abwicklung, ohne die Stellung zu verlieren; im sechsunddreissigsten spielte sie den Springer auf ein Feld, das den Freibauern nicht mehr erreicht, und im neunundvierzigsten den Turm statt den Bauern. Was übrigbleibt, ist die Regel, die in dieser Woche zum dritten Mal gilt: Bevor Sie eine Figur ziehen, prüfen Sie, welche Aufgabe sie gerade erfüllt und ob das neue Feld sie noch erfüllt.
Züge
0-1
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