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Schacholympiade Samarkand 2026 · Frauen · Runde 7 · Brett 2

Manko gegen Krush

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Live-Übertragung von lichess.org

WIM Mariia Manko (SUI, 2285) vs GM Irina Krush (USA, 2393) · ½-½

Brett 2, Schweiz gegen die USA, Frauenturnier · Angenommenes Damengambit, Klassische Verteidigung, Russisches Gambit (D27)

Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Runde 7 des Frauenturniers, Tisch 8: Die Schweiz reiste mit zehn Mannschaftspunkten an, die USA mit neun, beide Teams mit achtzehn Brettpunkten. An Brett 2 hatte WIM Mariia Manko Weiss gegen GM Irina Krush, hundertacht Elopunkte höher eingestuft. Es wurde ein Angenommenes Damengambit, und im siebten Zug stellte Weiss einen Bauern auf ein Feld, auf dem er nicht zu halten war.

Zurückgeholt hat sie ihn dreizehn Züge später auf g7. Dazwischen liegt das, was diese Partie sehenswert macht: Dreimal stand ein naheliegender Schlagzug bereit, dreimal hätte er die Damen vom Brett genommen, und dreimal spielte Manko etwas anderes. Über siebenunddreissig Züge habe ich keinen gefunden, den ich ernsthaft anders spielen möchte.

Ein Bauer als Eröffnungsplan: 7.e4

Nach hat Weiss zwei ordentliche Wege. Der ruhige heisst und führt in ein damenloses Mittelspiel, in dem niemand etwas riskiert. Der andere ist , und dieser Bauer steht auf einem Feld, das der Springer f6 bereits angreift und keine weisse Figur deckt. Zwischen den beiden Zügen liegt kaum etwas, also Geschmack und nicht Richtigkeit. Gegen eine Gegnerin, die hundert Punkte höher steht, ist Geschmack allerdings eine strategische Entscheidung.

Gespielt wurde , und damit steht die Rechnung. stellt dem Bauern b5 die Frage, nimmt dem Springer b1 das Feld c3, und genau deshalb geht er nach d2, wo er den Springer e4 angreift. Beide Züge spielt auf diesem Niveau fast niemand; die meisten würden hier greifen, und das ist der ernste Fehler: nimmt die Damen vom Brett, und Weiss bleibt mit einem Bauern weniger und ohne jede Kompensation zurück. Nach dagegen ist der Springer weg, der den Mehrbauern zusammengehalten hat.

war dabei der einzige Zug, der überhaupt etwas festhält: Nach steht es glatt gleich, nach hat Schwarz bereits die angenehmere Stellung. Wer einen Bauern hergibt, sollte zwei Dinge benennen können: wofür, und bis wann. Hier lautet die Antwort Entwicklungsvorsprung und König in der Mitte, und die Frist läuft so lange, wie Schwarz braucht, um zu rochieren. Krush hat in dieser Partie nie rochiert.

GM Irina Krush (USA, 2393)

WIM Mariia Manko (SUI, 2285)

Nach 8...Sxe4: Schwarz hat den Bauern, Weiss hat die Entwicklung und einen schwarzen König, der noch in der Mitte steht. Weiss am Zug.

Zweimal nicht getauscht: 14.Lf3 und 15.Dxf3

Nach greift der schwarze Springer den auf d4 an, und mehr als die Hälfte der Spielerinnen auf diesem Niveau schlägt hier zurück. ist das Ergebnis: Die Damen sind vom Brett, der Bauer bleibt bei Schwarz, der Druck ist weg, und die Stellung ist nur noch ausgeglichen. Manko spielte und bot stattdessen den Tausch der weissfeldrigen Läufer an, ein Zug, den auf diesem Niveau etwa jede siebte Spielerin findet.

, und dieselbe Frage kommt sofort noch einmal, mit drei möglichen Antworten. führt zu derselben Erleichterung wie einen Zug zuvor; zerreisst die eigene Königsstellung und kostet mehr als einen Bauern. hält die Damen auf dem Brett, und nach steht der Läufer auf der langen Diagonalen und schaut auf g7.

ist dabei nicht dasselbe wie der Damenzug nach e4. Er greift Turm a8 und Bauer h7 gleichzeitig an und sieht deshalb stark aus, doch nimmt ihm den Glanz: Der Springer verlässt d4 mit Schach, Weiss muss ihn auf e2 erst wieder einfangen, und am Ende sind alle Leichtfiguren vom Brett, der Mehrbauer aber steht noch da. Weiss ist dann mehr als einen Bauern schlechter dran. Die Regel dahinter ist kurz. Einen Bauern hinten tauscht man keine Damen, denn Kompensation besteht aus Druck, und Druck braucht Figuren.

GM Irina Krush (USA, 2393)

WIM Mariia Manko (SUI, 2285)

Nach 14...Lxf3: Dame, Springer und Bauer können schlagen. Weiss am Zug wählt die Dame.

Der Bauer g7 kann warten: 18.Tfd1

Seit steht der Bauer g7 ohne Deckung da, und mehr als die Hälfte der Spielerinnen auf diesem Niveau nimmt ihn hier sofort. zeigt, warum das nichts einbringt: Der Läufer auf g7 braucht Deckung, die Deckung kostet die Damen, und der schwarze Turm steht am Ende über g4 im Spiel. Aus einem kleinen Vorteil ist ein kleiner Nachteil geworden.

nimmt den Bauern nicht und stellt den Turm hinter den eigenen Läufer. Auf der d-Linie stehen jetzt Turm, Läufer und schwarze Dame hintereinander, jeder Läuferzug wäre also ein Abzugsangriff. Krush verliess die Linie sofort mit und bot den Damentausch nun selbst an. So herum ist er gut: , und der Bauer ist zurück, ohne dass eine schwarze Figur davon lebt.

Zählen Sie nach: zwei Türme und ein Läufer auf jeder Seite, fünf Bauern gegen fünf. Zwölf Züge lang war Schwarz einen Bauern vorn, seit dem zwanzigsten Zug niemand mehr. Derselbe Schlagzug war zwei Züge früher weniger als nichts wert und ist jetzt der beste auf dem Brett, und geändert hat sich daran nur, dass die Damen verschwunden sind. Ein ungedeckter Bauer läuft nicht davon. Nehmen Sie ihn in dem Moment, in dem der Gegner nichts mehr dafür bekommt.

GM Irina Krush (USA, 2393)

WIM Mariia Manko (SUI, 2285)

Nach 17...Le7: Der Bauer g7 ist ungedeckt, der Läufer d4 schaut ihn an. Weiss am Zug nimmt ihn nicht.

Die Frist läuft ab: 25...Kd7

greift den Läufer g5 an und gewinnt ein Tempo. Der ehrgeizigere Griff war , wo der Turm auf der sechsten Reihe a6 und e6 gleichzeitig angreift: . Zwischen den beiden Zügen liegt fast nichts, und genau das ist die Auskunft über die Stellung. Der Druck, der Schwarz zwanzig Züge lang beschäftigt hat, ist aufgebraucht.

Die Rechnung aus dem siebten Zug hatte eine Frist, und die Frist endete hier: . Der schwarze König, der nie rochiert hat und zwanzig Züge lang die Rechtfertigung für das Bauernopfer war, geht auf einmal freiwillig in die Mitte. Ohne Damen ist er dort keine Zielscheibe mehr, sondern die beweglichste Figur auf dem Brett; von d7 lief er über c8 und c6 bis nach b6 und deckte unterwegs den ganzen Damenflügel.

Manko hat diese Frist richtig gelesen. Sie hat die Kompensation nicht laufen lassen, bis sie nichts mehr wert war, sondern sie im neunzehnten und zwanzigsten Zug in Material umgetauscht. Das ist die eigentliche Kunst beim Bauernopfer, und sie hat nichts mit Angriff zu tun: Nicht die Stellung sagt Ihnen, wann Sie kassieren müssen, sondern die Frage, was der Vorteil in fünf Zügen noch wert ist.

GM Irina Krush (USA, 2393)

WIM Mariia Manko (SUI, 2285)

Nach 25...Kd7: Der schwarze König geht freiwillig in die Mitte, weil dort nichts mehr steht, was ihm gefährlich wird. Weiss am Zug.

Der König marschiert, 32...a5 schliesst ab

bot den Tausch der letzten Türme an, und anzunehmen war richtig: Nach der Alternative ist von dem kleinen weissen Vorteil nichts mehr übrig. Danach marschierte der weisse König los: , und die beiden Könige standen sich mit einem Feld dazwischen auf der c-Linie gegenüber.

schliesst den Damenflügel. Der Bauer stellt sich vor a4 und deckt zugleich b4, der bis dahin von keinem Bauern gedeckt war; und weil der schwarze König auf c6 sowohl b5 als auch d5 kontrolliert, hat der weisse König kein Einbruchsfeld mehr. Was hier noch bewegt werden kann, ändert nichts.

Den Rest erledigte Krush mit dem Läufertausch: , und das Bauernendspiel steht fest. Nach war Remis vereinbart. Wenn Sie ein Endspiel halten wollen, suchen Sie nicht den Bauern, der am weitesten läuft, sondern den Zug, der dem gegnerischen König das letzte Einbruchsfeld nimmt. hat nichts angegriffen und die Partie entschieden.

GM Irina Krush (USA, 2393)

WIM Mariia Manko (SUI, 2285)

Nach 32...a5: Läufer gegen Läufer, fünf Bauern gegen fünf, und der Damenflügel ist zu. Weiss am Zug.

Fazit

Ein halber Punkt mit Weiss gegen eine Grossmeisterin, die hundertacht Elopunkte höher eingestuft ist, und keinen Moment lang in Schwierigkeiten: Das ist an Brett 2 eines Olympiakampfs genau das, was eine Mannschaft braucht. Lehrreich ist die Partie aus einem anderen Grund. Sie zeigt Kompensation als das, was sie wirklich ist, nämlich als Rechnung mit einer Frist: ein Bauer im siebten Zug, drei ausgeschlagene Schlagzüge, die alle mit ...Dxd1 geendet hätten, der Bauer zurück im zwanzigsten. Ein halber Punkt gegen eine deutlich stärkere Gegnerin entsteht so und nicht aus Glück. Wer nachspielen möchte, nimmt die beiden Fragen mit: wofür genau, und bis wann.

Züge

½-½

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