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Schacholympiade Samarkand 2026 · Frauen · Runde 7 · Brett 1

Yip gegen Kosteniuk

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Live-Übertragung von lichess.org

IM Carissa Yip (USA, 2468) vs GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495) · 1-0

Brett 1, Schweiz gegen USA, Frauenturnier · Russische Verteidigung, Moderner Angriff (C43)

Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Runde 7 des Frauenturniers, Tisch 8: die Schweiz mit zehn Mannschaftspunkten gegen die USA mit neun, beide mit achtzehn Brettpunkten. GM Alexandra Kosteniuk sass an Brett 1 mit Schwarz gegenüber IM Carissa Yip und wählte die Russische Verteidigung. Nach steht ein weisser Bauer auf e5 mitten im schwarzen Lager, und die ganze Eröffnung dreht sich um die Frage, ob er dort eine Stärke ist oder eine Last.

Kosteniuk rochierte lang und verteidigte zäh, doch im einundzwanzigsten Zug kostete ein Gegenangriff mehr, als er einbrachte. Dann gab Weiss mit einen Vorteil von gut vier Bauern preis und gewann dabei einen ganzen Turm. Von dort an war die Partie wieder offen, und entschieden hat sie ein Bauernzug, der im vierzigsten Zug gerettet hätte und im dreiundvierzigsten verliert.

Der König geht dorthin, wo noch Bauern stehen: 13...O-O-O

Mit und schob Kosteniuk die Bauern am eigenen Königsflügel vor. Beide Züge gehören zu den besten der Stellung, nur ist dort damit keine Deckung mehr, und der König steht immer noch auf e8. stellt zwei Fragen auf einmal: Springer c6 und Läufer e6 sind beide angegriffen.

ist die Antwort und der beste Zug der Stellung. Nicht einmal jeder zehnte Spieler findet ihn, mehr als die Hälfte greift stattdessen nach dem Bauern e5. Das kostet: , und Schwarz ist einen Bauern vorn und trotzdem schlechter, weil der Königsflügel offen liegt und der König weiterhin auf e8 wartet. Auch gibt einen halben Bauern mehr ab als die Rochade.

Die Lektion ist nicht, dass man lang rochieren soll, sondern wohin der König nicht gehört: auf den Flügel, auf dem die eigenen Bauern schon losgelaufen sind. Und ein Mehrbauer wiegt nichts, wenn er mit einem König in der Brettmitte bezahlt wird. Kosteniuk hat hier die Stellung richtiger bewertet als das Material.

IM Carissa Yip (USA, 2468)

GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495)

Nach 13.Sd4: Der Springer greift den Springer c6 und den Läufer e6 gleichzeitig an, der schwarze König steht noch in der Mitte. Schwarz am Zug.

Der falsche Turm: 16...Tdg8

stellt den Läufer auf die Diagonale a1 bis h8, und dort ist er die stärkste weisse Figur. greift den Bauern h3 an; wer stattdessen spielt, bietet diesem Läufer den Tausch an. Zwischen den beiden liegt ein Hauch, das ist Geschmackssache.

Nach ist Weiss einen Bauern vorn, und der einfachste Zug ist der beste: holt ihn zurück. Gespielt wurde . Der Turm geht auf die g-Linie, das Rückschlagen folgt mit ohnehin, und Weiss hat den Zug dazubekommen. Ein halber Bauer für ein Tempo. Und wenn schon ein Turm nach g8 soll, dann der von h8: ist praktisch so gut wie das Schlagen.

Den zweiten Preis konnte man im sechzehnten Zug nicht sehen, und ich würde ihn niemandem vorwerfen: Die Diagonale von d4 nach h8 war vom weissen Bauern e5 verstopft, der Turm auf h8 stand hinter einer geschlossenen Tür. Im 24. Zug ging dieser Bauer nach e6, die Tür war offen, und holte den Turm ab. Prüfen Sie bei jedem Turmzug, welcher Turm zurückbleibt und auf welcher Diagonale er dann steht. Lange Diagonalen gehen später auf, als man rechnet.

IM Carissa Yip (USA, 2468)

GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495)

Nach 16.hxg4: Weiss ist einen Bauern vorn. Schwarz am Zug kann zurückschlagen oder einen Turm auf die g-Linie stellen.

Gegenangriff ist keine Antwort: 21...b3

greift die Dame an, und gleichzeitig hängt der Bauer b4 am Bauern c3. beantwortet beides mit einem Gegenangriff: Der Bauer greift die weisse Dame auf c2 an. Der Kern der Idee ist echt. Der naheliegende Abtausch dreht die Partie, denn der Bauer auf c2 hält einen weissen Turm auf der Grundreihe fest; Schwarz stünde einen Bauern besser. Nur muss dann der Bauer von b3 nehmen und nicht der von b7: nach ist die Dame für einen Läufer weg.

Gespielt wurde , und damit ist der Gegenangriff erledigt. Die Dame nimmt den Bauern, und der Läufer b5 greift die schwarze Dame weiter an. Schwarz muss sie mit also doch noch wegziehen und hat für den Bauern nichts als ein verlorenes Tempo bekommen.

Richtig war : die Dame aus dem Angriff heraus, und der Bauer b4 bleibt Gift. , und die Partie steht wieder im Gleichgewicht. Weiss müsste den Bauern also stehen lassen, und aus zweieinhalb Bauern Vorteil würde gut einer. Ein Gegenangriff muss so schwer wiegen wie der Angriff, auf den er antwortet. Wenn Sie das nicht bis zum Ende ausrechnen können, ziehen Sie die angegriffene Figur weg.

IM Carissa Yip (USA, 2468)

GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495)

Nach 21.Lb5: Der Läufer greift die Dame c6 an, und der Bauer b4 hängt am Bauern c3. Schwarz am Zug.

Ein Turm für die ganze Partie: 24.e6

Vor diesem Zug stand Weiss auf Gewinn, gut vier Bauern vorn. greift den Läufer d4 an und ist so gut wie alles andere, was dort noch zur Verfügung stand: Die Stellung war nicht mehr zu halten, also stellt man dem Gegner die unangenehmste Frage und wartet.

ist ein Doppelschlag. Der Bauer greift f7 an und öffnet gleichzeitig die Diagonale des Läufers d4 bis nach h8, wo der schwarze Turm steht. gewinnt einen ganzen Turm für einen Bauern, und danach ist die Partie ausgeglichen. Die Rechnung steht in den nächsten Zügen: , und von vier Bauern Materialvorsprung ist einer übrig. Schwarz hat dafür das Läuferpaar, und der Bauer c4 steht Weiss im Damenflügel im Weg.

Nötig war der Abtausch nie. lässt den Bauern laufen: , und der Bauer b7 vor dem schwarzen König hält den Damenflügel nicht zusammen. Materialgewinn ist kein Argument, wenn er die Stellung auflöst. Zählen Sie vor jedem Abtausch nicht nur die Figuren, sondern auch, wie viel Druck Sie dafür hergeben.

IM Carissa Yip (USA, 2468)

GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495)

Nach 24.e6: Der Bauer greift f7 an und öffnet die Diagonale des Läufers d4 bis zum Turm h8. Schwarz am Zug.

Derselbe Bauernzug, drei Züge zu spät: 43...f3

Das ausgeglichene Bild hielt bis in den dreissigsten Zug, dann gaben zwei Läuferzüge es zurück: statt kostete einen Bauern, statt noch etwas mehr. Nach dem Damentausch im achtunddreissigsten Zug verteidigte Schwarz Turm und zwei Läufer gegen zwei Türme und einen Läufer, je zwei Bauern.

Im vierzigsten Zug gab Weiss die Partie beinahe zurück. statt liess knapp zwei Bauern Vorteil auf nichts zusammenfallen, und Schwarz hatte genau einen Zug dafür: , Läufer und Bauer für den Turm, Weiss bleibt ein Bauer vorn und die Stellung ist ausgeglichen. Gespielt wurde , und der Vorteil war zurück.

Drei Züge später kam der Bauernzug doch. und waren beide der beste Zug, der schwarze Turm stand richtig. Nur standen inzwischen auch die weissen Türme richtig, denn hatte beide auf die a-Linie gebracht. Deshalb verliert : Die Schachgebote kommen mit Tempo, der Turm auf f6 nimmt den Bauern f3 aufs Korn, und am Ende steht der schwarze König am Rand auf a5, von beiden Türmen abgeschnitten. Haltbar war , mit einem Turmpaar weniger auf dem Brett, Turm gegen Läufer wie zuvor und einem Abstand von etwa einem Bauern statt von fünf.

Merken Sie sich die Idee, nicht den Zug. war nur deshalb möglich, weil ein weisser Turm auf f2 stand und der Bauer ihn zum Schlagen einlud. Als beide Türme auf der a-Linie standen, war derselbe Bauernzug ein Geschenk. Vor jedem aufgesparten Zug gehört die Frage, was sich seither auf dem Brett verändert hat.

IM Carissa Yip (USA, 2468)

GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495)

Nach 43.Kd2: Weiss hat Turm gegen Läufer mehr, Schwarz das Läuferpaar, je zwei Bauern. Schwarz am Zug.

Fazit

Die Schweiz verlor den Kampf 1 zu 3: Kosteniuk und Hakimifard unterlagen, Manko und De Seroux teilten. Für Kosteniuk ist es nach der fünften Runde die zweite Niederlage dieser Olympiade, und sie schmerzt, weil die Partie zwischenzeitlich wieder völlig offen war. Entschieden hat sie kein einzelner Fehlgriff, sondern zweimal dieselbe Sache: ein Bauernzug, der in einer Stellung ausgerechnet war und in der nächsten nur noch erinnert wurde. Ein Zug hat kein Gedächtnis. Die Stellung hat eins.

Züge

1-0

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