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Schacholympiade Samarkand 2026 · Frauen · Runde 7 · Brett 4

De Seroux gegen Atwell

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Live-Übertragung von lichess.org

WIM Camille De Seroux (SUI, 2152) vs IM Rose Atwell (USA, 2342) · ½-½

Brett 4, Schweiz gegen die USA, Frauenturnier · Französisch, Klassische Variante, Schirow-Anand-Variante (C11)

Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Runde 7 des Frauenturniers, Tisch 8, die Schweiz gegen die USA: An Brett 4 hatte WIM Camille De Seroux Weiss gegen IM Rose Atwell, hundertneunzig Elopunkte höher eingestuft. Atwell antwortete auf mit Französisch, und De Seroux wählte mit die Variante, die Schirow und Anand in den neunziger Jahren gross gemacht haben: Der Springer räumt das Feld c3 für den Bauern, der d4 stützen soll, und kommt selbst über e2 und f4 auf ein besseres Feld.

Im zehnten Zug gab sie zwei Bauern her und bekam dafür eine halboffene Linie, eine Diagonale und ein Zentrum, gegen das der Hebel c5 schon verbraucht war. Bis zum sechsundzwanzigsten Zug war daraus eine fast gewonnene Stellung geworden. Der siebenundzwanzigste Zug nahm einen freien Bauern und gab den Gewinn zurück.

Zwei Bauern für eine Linie: 10.b4

Die ruhigen Züge halten hier die Waage. und stellen die Entwicklung fertig, und die Stellung ist danach genau ausgeglichen. gibt einen Bruchteil eines Bauern davon ab und stellt die Gegnerin dafür vor eine Entscheidung: Der Bauer b4 steht angegriffen vom Bauern c5 und von der Dame a5, und beide Schlagfälle öffnen Linien, die Weiss besetzt hat und Schwarz nicht.

Atwell nahm: . Weiss steht zwei Bauern hinten und hat dafür die halboffene b-Linie mit dem Ziel b7, den Läufer d3 auf der Diagonale b1-h7 und ein Zentrum aus d4 und e5, gegen das Schwarz den Hebel c5 bereits aufgegeben hat. Der Bauer c3 ist kein Verlust, sondern ein Pfand: Er steht im Weg und muss bewacht werden.

Ein Gambit gegen eine stärkere Gegnerin ist keine Verzweiflungstat, sondern eine Wette auf die Art der Stellung. Wer zwei Bauern nimmt, muss sie verteidigen, und das kostet genau die Züge, die für die Entwicklung fehlen. Zählen Sie vor jedem Bauernopfer nicht nur nach, was Sie hergeben, sondern auch, welche Linien und Diagonalen dafür aufgehen.

IM Rose Atwell (USA, 2342)

WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)

Nach 9...Da5: Die Dame steht auf der Diagonale a5-e1, auf der nur noch der Bauer c3 im Weg steht. Weiss am Zug.

Der Wächter zieht ab: 13...Dd8

Solange die Dame auf a5 stand, war der Bauer c3 tabu. Kein weisser Stein schlägt auf c3 zurück, und der einzige Versuch kostet Material: holt die Dame zurück und lässt Weiss eine Figur und einen Bauern hinten. Genau deshalb waren die zwei Mehrbauern überhaupt etwas wert.

war denn auch der Zug, der die Stellung im Gleichgewicht hält: . Der Bauer läuft weiter, der Läufer kommt über a6 ins Spiel, und die beiden Mehrbauern bleiben ein Thema. stellt die Dame auf ein solides Feld und lässt den Bauern c3 ohne Wächter zurück.

De Seroux nahm sich noch einen Zug Zeit: zuerst, einen Zug später. Beide Reihenfolgen sind gleich viel wert, der Unterschied ist Geschmackssache. Wichtiger ist die Frage, die nicht gestellt hat: Bevor Sie eine Figur zurückziehen, prüfen Sie, welche Aufgabe sie gerade erfüllt. Eine Dame, die von weitem einen Bauern deckt, sieht unbeschäftigt aus und ist es nicht.

IM Rose Atwell (USA, 2342)

WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)

Nach 13...Dd8: Der Bauer c3 ist jetzt ungedeckt. Weiss am Zug.

Nicht schlagen, sondern stehen lassen: 18.Tb1

nahm Kurs auf f6 und g7, und Schwarz antwortete mit . Der Bauer e5 schlug im Vorbeigehen: . Das war klar der beste Weg, der nächstbeste Zug liegt fast einen halben Bauern zurück. Beide Seiten verlieren dabei einen Bauern, Weiss bleibt also weiter einen hinten, dafür steht das Feld e5 jetzt offen und der Springer h5 zielt auf den Läufer f6.

liegt auf der Hand, und fast jede zweite Spielerin dieser Stärke spielt ihn. Er wirft fast einen ganzen Bauern des Vorteils weg, denn der Springer h5 ist die bessere Figur als der Läufer, den er schlagen würde. De Seroux spielte , und der Turm zielte auf das eigentliche Ziel: , und die zwei Bauern aus dem zehnten Zug sind zurück. Auch das war klar der beste Zug, knapp einen Drittelbauern vor der Alternative.

Danach wuchs der Vorteil von allein. nahm die lange Diagonale nach g7, brachte den letzten Offizier ins Spiel, und im sechsundzwanzigsten Zug stand die Dame auf e5 mitten im Brett, während der schwarze Springer f8 nur noch bewachte. Die Lehre gilt weit über diese Partie hinaus: Ein Abtausch, der Ihre beste Figur vom Brett nimmt, bleibt auch dann schlecht, wenn er mit Schach kommt.

IM Rose Atwell (USA, 2342)

WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)

Nach 19.Txb7: Fünf Bauern gegen fünf, und der Turm steht auf der siebten Reihe. Schwarz am Zug.

Ein Bauer zu viel: 27.Txa7

Das Material ist hier ausgeglichen, fünf Bauern gegen fünf, und Weiss steht trotzdem fast auf Gewinn. Der Turm b7 greift den Läufer d7 an, die Dame e5 beherrscht das Zentrum, der Springer h5 zielt auf g7, der Läufer d3 auf h7. Auf der anderen Seite steht ein Springer auf f8, der seit dem fünfzehnten Zug nur bewacht.

Der Zug war . Er sieht nach nichts aus und ist alles: Der König bekommt das Feld h2, und erst damit darf der Turm e1 die Grundreihe verlassen. Ohne Luft zerfällt der Angriff, denn tauscht beide Türme ab, und vom ganzen Vorsprung bleibt ein halber Bauer. Nach ist alles geordnet, und Weiss steht knapp fünf Bauern vorn. Drei von hundert Spielerinnen dieser Stärke finden diesen Zug.

Gespielt wurde , und der Bauer war es nicht wert. stellt dem Turm die Frage, und jede Antwort ist ein Zugeständnis: geht zurück, tauscht die beste weisse Figur und lässt den schwarzen Turm ins Feld. Aus knapp fünf Bauern Vorsprung wurde weniger als einer. Fragen Sie vor jedem Schlagzug, was die schlagende Figur gerade tut und ob sie das nach dem Schlagen noch tut.

IM Rose Atwell (USA, 2342)

WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)

Nach 26...De7: Der Bauer a7 hängt, und der Turm b7 steht schon ideal. Weiss am Zug.

Ein Mehrbauer, der keiner ist

Der Rest ist Abwicklung. holte den Bauern d5, holte ihn sofort zurück, statt gab noch einen halben Bauern ab, und mit landete die Partie im Turmendspiel. Nach hatte Weiss Turm und zwei Bauern gegen Turm und einen.

Ein Mehrbauer ist im Turmendspiel der am häufigsten verschenkte Vorteil, und dieser hier war von Anfang an keiner. Alle drei Bauern stehen auf demselben Flügel, legt den schwarzen Bauern g5 fest, und der weisse f-Bauer allein schafft keinen Freibauern: endet bei Turm und einem Bauern gegen Turm, und das hält Schwarz.

De Seroux versuchte es trotzdem, vierundzwanzig Züge lang: Der Turm ging nach b6, nach e6 und nach d5, der König marschierte bis c4, und an der Bewertung änderte das alles nichts. Im siebenundsiebzigsten Zug stand dieselbe Stellung zum dritten Mal auf dem Brett, und der Punkt wurde geteilt. Zählen Sie im Turmendspiel nicht die Bauern, sondern die Flügel: Ein Mehrbauer gewinnt erst, wenn aus ihm ein Freibauer werden kann.

IM Rose Atwell (USA, 2342)

WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)

Nach 49.g4: Turm und zwei Bauern gegen Turm und einen, alles auf demselben Flügel. Schwarz am Zug.

Fazit

Ein halber Punkt mit Weiss an Brett 4 gegen eine IM, die hundertneunzig Punkte höher steht, ist für die Mannschaft ein gutes Ergebnis, und für Camille De Seroux ist es mehr als das: ein Gambit, das sie sauber zurückverdient hat, ein Abtausch, den sie richtig abgelehnt hat, und sechsundzwanzig Züge, in denen die schwächere Spielerin am Brett die stärkere war. Dass am Ende nur die Hälfte davon übrig blieb, lag an einem einzigen Zug, der einen freien Bauern nahm, und das ist die Art Fehler, die man sich merkt, weil sie so selbstverständlich aussieht: Vier von zehn Spielerinnen hätten ebenfalls gespielt. Wer stattdessen sehen will, muss aufhören, nach Beute zu suchen, und anfangen, die eigene Stellung zu ordnen.

Züge

½-½

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