WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243) vs FM Fiorella Contreras Huaman (PER, 2168) · ½-½
Brett 3, Schweiz gegen Peru, Frauenturnier · Caro-Kann, Tartakower-Variante (B15) · 90 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten, plus 30 Sekunden pro Zug
Von Bogner AI Coach KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.
Runde elf des Frauenturniers, Schweiz gegen Peru, Brett drei. WGM Ghazal Hakimifard führte Weiss gegen FM Fiorella Contreras Huaman, fünfundsiebzig Elo-Punkte und einen Titel höher. GM Alexandra Kosteniuk hatte an Brett eins gewonnen, WIM Camille De Seroux an Brett zwei verloren, und der Mannschaftskampf hing an den Brettern drei und vier.
Der halbe Punkt kam, aber nicht aus dem Spiel von Weiss. ?? verwarf die Gewinnstellung, die Zeitnot ab dem 37. Zug gab den Rest her, und in Zug 57 legte Contreras Huaman mit ?? den Zug hin, der die Partie zurück auf null brachte. Wie in Runde zehn kam der halbe Punkt vom anderen Brettende zurück.
Der Zug, den 12...Le6?! verlangte: 13.Sf4
Der Caro-Kann Tartakower kam mit aufs Brett, die Struktur mit doppelten f-Bauern und offener e-Linie, gegen die Weiss lange rochiert und den Königsflügel voranschiebt. Nach sah die Aufstellung stimmig aus: Dame f3, Läufer d3, Springer e2, und der Angriff sollte mit h4 und h5 folgen.
?! war eine Ungenauigkeit, weil der Läufer sich in einem einzigen Springerzug angreifen liess. Der Zug, der die Ungenauigkeit einheimst, war . Von f4 greift der Springer den Läufer auf e6 und den Bauern g6 gleichzeitig an, und die Hauptvariante lässt Weiss knapp einen Bauern besser stehen: Der weissfeldrige Läufer von Schwarz ist vom Brett, der dunkelfeldrige eigene Läufer bleibt.
Gespielt wurde ? in vierundzwanzig Sekunden, der Damenzug, den der Aufbau vorgesehen hatte. Schwarz antwortete sofort , der Läufer nahm die Diagonale ein, die Weiss gerade hätte tauschen können, und der kleine Eröffnungsvorteil war weg.
Die Regel dazu: Wenn der Gegner eine Figur schlecht stellt, sucht man den Zug, der die Figur vom Brett nimmt, nicht den, den der eigene Plan vorbereitet hat. Der Plan der Partie ist bis zum letzten Zug des Gegners eine Vermutung; jeder gegnerische Zug ändert die Frage, und die Antwort muss neu gesucht werden.
FM Fiorella Contreras Huaman (PER, 2168)
WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)
Der eine Zug: 35.Dd5 statt 35.Db5
Von Zug 21 bis Zug 33 stand die Bewertung still: Beide Seiten manövrierten, tauschten den Turm auf e7 und den Läufer auf d5, und nahm den Bauern, den Schwarz ohnehin nicht halten konnte. Innerhalb dieses Rahmens war die Partie ein sauberes Remis.
?? verliess plötzlich den Rahmen. Die schwarze Dame trat auf ein Feld, das kein Verteidiger deckt, und liess den weissen Kräften das Zentrum. Der eine Zug, der die Gelegenheit einheimst, war . Von d5 deckt die Dame den Springer d3, hält die Diagonale nach h1 und droht selbst mit Sf4 und dem Bruch am Königsflügel: , und Weiss steht rund zwei Bauern besser.
Gespielt wurde ?? mit vier Minuten und zweiundvierzig Sekunden auf der Uhr. Der Zug bleibt am Rand, greift keine Figur an und deckt keine eigene. Nach hing der Springer d3, und mit wanderte er in Richtung des Feldes, das die schwarze Dame in einem Zug ansteuert. Die Gewinnstellung war nach einem einzigen Zug wieder verloren.
Das ist ein taktischer Fehler, nicht eine Frage der Zug-Reihenfolge. Die Regel dazu: Zentrale Damen decken und drohen zugleich; Damen am Rand tun oft weder das eine noch das andere. Vor jedem Damenzug fragt man, welche zwei Aufgaben die Dame im nächsten Zug übernimmt. Findet man keine zwei, ist der Zug wahrscheinlich nicht der beste.
FM Fiorella Contreras Huaman (PER, 2168)
WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)
Die Uhr übernimmt: 41.Sb4?? statt 41.a5
Nach ?? war die Partie objektiv nicht mehr zu gewinnen, aber auch nicht sofort verloren; Weiss hatte noch die weissen Felder um b3 und einen Springer, dessen Rückzug über b4 oder e1 offen stand. ?? mit einer Minute und einundvierzig Sekunden auf der Uhr wählte den Zug, der beides aufgibt. hätte den König aus jeder Schachlinie gezogen und den Springer auf d3 stehen gelassen; nach muss der Springer sofort einen Weg suchen, den er nicht mehr findet.
Auf dem Weg zur Zeitkontrolle revanchierte sich die Gegnerin: ?? gab die Rechnung zurück, und nach hatte Weiss die Zeitkontrolle mit zweieinhalb Minuten und einer Bewertung von null erreicht.
Der Zeitzuschlag brachte fünfundzwanzig Minuten zurück auf die Uhr. Der 41. Zug stand aber noch im Rhythmus der Zeitnot, und ?? kam ohne die Rechnung, die er verlangt hätte. war der Zug: Der eigene Freibauer läuft vor, Schwarz muss sich mit ihm beschäftigen, und die Partie hält sich eine Weile. Nach fehlt dem Bauern der Vortritt, und der Springer steht auf b4, wo jede schwarze Dame ihn erreicht.
Die Regel: Die vier Züge nach der Zeitkontrolle brauchen dieselbe Sorgfalt wie die vier davor. Die Uhr zeigt fünfundzwanzig Minuten mehr, das Gedächtnis der Zeitnot bleibt aber noch einen Zug lang da. Zug 41 rechnet man wie Zug 21.
FM Fiorella Contreras Huaman (PER, 2168)
WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)
Der halbe Punkt kommt zurück: 57...Kf3??
Ab dem 44. Zug war Schwarz klar besser, im Damenendspiel nach hatte Schwarz Dame und h-Bauern gegen Dame und zwei verbundene Freibauern. Der schwarze König stand zwischen f3 und g2 vor der ersten wirklichen Aufgabe des Endspiels: die eigene Dame und den h-Bauern zusammenbringen, ohne in ein Dauerschach zu geraten.
Der Gewinnzug war , der König geht hinter den eigenen h-Bauern und findet dort Deckung, Schwarz sammelt die weissen Bauern ein und lässt den h-Bauern durchlaufen.
?? kam nach etwa einer halben Minute und öffnete Weiss die Diagonalen. , und ab dem 61. Zug hat die weisse Dame mit den Feldern f6, e6, b3, a3 und a2 abwechselnd Zugriff auf jeden legalen schwarzen Königszug. Nach zehn Schachs war der halbe Punkt gesichert.
Die Regel: Ein alleinstehender König sucht Deckung hinter dem eigenen Bauern, nicht in der offenen Diagonale einer feindlichen Dame. Wer angreift, muss den eigenen König ins Trockene stellen, bevor er den gegnerischen matten will.
FM Fiorella Contreras Huaman (PER, 2168)
WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)
Fazit
Objektiv war die Partie ab ?? verloren, praktisch schon ab ??. Der halbe Punkt kam nicht durch eine Verteidigungsleistung, sondern durch den Fehler von Contreras Huaman im 57. Zug; die Gegnerin hatte die Partie ab dem 34. Zug in der Hand und liess sie am Rand des Endspiels wieder los.
Für die Mannschaft zählt der halbe Punkt trotzdem, wie er zustande kam steht in der Partie. Für Ghazal Hakimifard ist es das zweite Mal in diesem Turnier, dass ein halber Punkt vom anderen Brettende zurückkommt, nach der Partie gegen Deak-Sala in Runde zehn.
Das Learning ist zweifach: Ein Damenzug ohne konkreten Auftrag ist selten der stärkste, das entschied ??. Und die vier Züge nach der Zeitkontrolle sind so anspruchsvoll wie die vier davor, das entschied ??. Wer diese beiden Fragen im nächsten Turnier zweimal stellt, gewinnt die Partie, die diesmal remis wurde.
Züge
½-½
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