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Schacholympiade Samarkand 2026 · Frauen · Runde 11 · Brett 2

Zarate Oyague gegen De Seroux

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Live-Übertragung von lichess.org

Flor De Maria Zarate Oyague (PER, 2019) vs WIM Camille De Seroux (SUI, 2152) · 1-0

Brett 2, Schweiz gegen Peru, Frauenturnier · Nimzo-Indisch, Kmoch-Variante (E20) · 90 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten, plus 30 Sekunden pro Zug

Von Bogner AI Coach KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Runde elf, letzte Runde des Frauenturniers in Samarkand, Schweiz gegen Peru. WIM Camille De Seroux sass an Brett zwei mit Schwarz gegenüber Flor De Maria Zarate Oyague, dreiundzwanzig Wertungspunkte tiefer als die Schweizerin. An Brett eins spielte GM Alexandra Kosteniuk gegen IM Deysi Cori um den Brettpunkt oben. Was ein Mannschaftskampf am letzten Tag von Brett zwei erwartet, wenn die eigene Spielerin höher gesetzt ist, ist der ganze Punkt; der halbe wäre schon eine Rückgabe.

Die Nimzo-Indische Kmoch-Variante mit gab De Seroux eine schwarze Stellung, in der der weisse Zentrumsbauer f2 auf f3 stand und darauf wartete, nach vorne zu gehen. Nach der Rochade und sammelte sich für Weiss ein kleiner Vorteil an, den fünfundzwanzig Minuten für zwei Züge nicht abtrugen. Auf zwei Fragen an das Zentrum kam einmal ein Warten und einmal ein Rückzug; die Uhr lief mit, wie zum vierten Mal in dieser Woche.

Nach zwei langen Zügen: 19...Kh8

De Seroux hatte im siebzehnten Zug fünfzehn Minuten und dreiundfünfzig Sekunden auf verbraucht und im achtzehnten weitere elf Minuten und dreiundvierzig Sekunden auf . Beide Züge sind ordentlich; der Turm auf b7 stützt den Läufer a6, die Dame kehrt auf ihr Feld zurück, weil auf a4 nach kein Ziel mehr steht. Nach diesen beiden Gedanken blieben ihr siebzehn Minuten und neun Sekunden, und die Stellung stand mit etwa anderthalb Bauern zu ihren Ungunsten.

Auf hätte die Stellung eine Antwort im Zentrum verlangt. hält den Bauern e5 fest, verbietet dem weissen Springer das Feld f5 und lässt den weissen Zug f4-f5 seinen Sinn verlieren: . Der objektiv beste Zug war mit derselben Idee: die schwarzen Türme koppeln, den Bauern f7 bereit halten und f4-f5 seine Schärfe nehmen.

Gespielt wurde nach zwei Minuten und elf Sekunden . Der König geht auf ein sicheres Feld, das aber keine Frage im Zentrum beantwortet. Der objektive Sprung liegt bei ungefähr anderthalb Bauern; nach dem forciertesten weissen Zug hätte Weiss klar in Führung gestanden, wie die Fortsetzung zeigt. Die Regel: Wenn die eigene Uhr auf einen ruhigen Zug zeigt, aber das Brett auf einen konkreten, ist der ruhige Zug der falsche. Zuerst das im Zentrum beantworten, was der Gegner soeben gefragt hat.

Flor De Maria Zarate Oyague (PER, 2019)

WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)

Nach 19.Ld2: Weiss hat f4 gespielt und stellt die Frage nach dem Zentrum. Schwarz am Zug, unter siebzehn Minuten.

Die Antwort, die auf der anderen Seite blieb: 20.Tbf1?!

Zarate Oyague stellte den zweiten Turm auf die f-Linie und liess stehen. war der objektiv beste Zug und hätte die weisse Stellung um mehr als einen Bauern in Führung gebracht: . Statt dessen kam mit ein nützlicher, aber nicht forcierter Zug, und der Vorteil sank um etwa acht Zehntel eines Bauern.

De Seroux nutzte den Moment mit , dem einzigen Zug, der der Stellung wieder ein Ziel abgewinnt: Der Springer greift den Läufer d2 an, und Weiss hat keinen sauberen Abtausch, weil der Läufer nicht ziehen darf, ohne den Springer f3 nach dem hängenden Bauern c3 zurückschauen zu lassen. In der Partie folgte , und der letzte weisse Leichtfigurenabtausch war der Läufer, der die dunklen Felder deckte. Von c3 bis a1 hatte Schwarz jetzt Zielraum.

Der Moment war die Chance, aus der zwischen den Farben entstandenen Ungenauigkeit ein Endspiel mit Aktivität zu machen. Die Regel hier gilt in beide Richtungen: Wenn der Gegner eine natürliche, aber nicht forcierte Antwort spielt, ist das die Sekunde, in der die eigene Rechnung nicht schläft.

Flor De Maria Zarate Oyague (PER, 2019)

WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)

Nach 20.Tbf1: Statt 20.f5 folgt ein Entwicklungszug. Schwarz am Zug, mit einer Sekunde Frist.

Der taktische Fehler: 23...Sc7

Zwischen dem einundzwanzigsten und dem zweiundzwanzigsten Zug hatte De Seroux mit und (sechs Minuten und zweiundzwanzig Sekunden auf f6) den weissen Läufer c1 vom Brett genommen und den Bauern e5 gestützt. Auf , das den weissen Läufer nach g4 richtet, verlangte die Stellung eine sofortige Antwort im Zentrum: hält den Bauern f6 gedeckt, verstellt dem Läufer die Diagonale und gibt die Spannung im Zentrum zu einem Zeitpunkt her, an dem der Bauer f6 die schwarze Königsstellung hält. Nach diesen vier Zügen stand Weiss klar besser, aber ohne konkretes Motiv.

Gespielt wurde nach einer Minute und dreiundvierzig Sekunden . Der Springer geht auf ein Feld, auf dem er nichts verteidigt und nichts angreift. Der Punkt der Stellung ist die Diagonale g4-e6: Der weisse Läufer will nach g4, um von dort auf e6 zu wirken, und der schwarze Springer würde von e6 aus als einziger Verteidiger die Diagonale kontrollieren. Von c7 aus kann er das Feld e6 nur noch einmal betreten, und die Kontrolle über die lange Diagonale hat er dann längst verloren.

Objektiv sprang die Bewertung von etwa zweieinhalb auf mehr als fünf Bauern. Der forcierte weisse Zug war , in der Partie kam mit im Grunde dieselbe Idee. Die Regel, die diese Partie mit der neunten teilt: Vor einem Rückzug einer Figur zuerst prüfen, was der Gegner soeben gespielt hat, und ob das Zentrum die Antwort schon vorschreibt. Wenn ja, ist der Rückzug der falsche Zug.

Flor De Maria Zarate Oyague (PER, 2019)

WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)

Nach 23.Le2: Weiss räumt dem Läufer die Diagonale g4-c8 frei. Schwarz am Zug, unter sieben Minuten.

Unter einer Minute: 36...Tfg8

Vom fünfundzwanzigsten Zug an spielte De Seroux mit unter fünf Minuten, ab dem sechsunddreissigsten mit unter einer. Die dazwischen liegenden Züge, mit drei Minuten und dreizehn Sekunden Bedenkzeit und danach , , , , , standen im Schnitt gerechnet unter einer halben Minute jeder. Weiss stand die ganze Zeit über auf mehr als fünf Bauern Vorsprung, und die Uhr entschied nicht mehr, welchen der geraden Wege zur Umsetzung Weiss ging.

Nach stellte sich für Schwarz die Frage, welchen Turm auf g8 zu tauschen. Der zäheste Zug wäre gewesen: Er räumt die achte Reihe für einen Moment leer und schickt den Verlust auf einen langsameren Weg. Der gespielte Zug war , mit einer Minute Bedenkzeit und dreiunddreissig Sekunden Rest. Danach ist matt in vier: , und der weisse Turm auf d8 gibt Matt im nächsten Zug.

Die Regel gilt für jede Zeitnotstellung, in der die Partie schon aus der Hand ist: Es geht nicht mehr darum, ob objektiv Rf7 oder Rgg8 den kleineren Nachteil hält, sondern darum, welcher Zug den kürzesten Weg abschneidet. Von einem Turm auf g8 aus lässt sich das Feld d8 im nächsten Zug nicht mehr decken; die achte Reihe ist der Weg, den die weissen Türme suchen. Das ist die Grenze zwischen einer verlorenen Stellung, die noch fünf Züge dauert, und einer, in der matt vier Züge weit angesagt ist.

Flor De Maria Zarate Oyague (PER, 2019)

WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)

Nach 36.Td8: Weiss doppelt auf der d-Linie. Schwarz am Zug, mit einer Minute und dreiunddreissig Sekunden.

Fazit

Eine Niederlage mit Schwarz an Brett zwei gegen eine tiefer gesetzte Peruanerin ist ein voller Punkt weniger für die Schweiz an einem letzten Tag, an dem Kosteniuk oben ihren Sieg holte. Die Partie kippte im dreiundzwanzigsten Zug, nicht in der Zeitnot: stand da, und mit zog sich der Springer auf ein Feld, das die Diagonale g4-e6 nicht mehr hielt. Der Fehler ist derselbe wie in Runde neun, aus der anderen Farbe: vor einem Rückzug prüfen, ob das Zentrum die Antwort schon vorschreibt. Auf der Uhr war es das vierte Mal in dieser Woche, dass die Partie ab dem fünfundzwanzigsten Zug unter fünf Minuten weiterging, und das erste, in dem im gleichen Zug auch die Stellung schon verloren war. Es bleibt zu sagen, dass Zarate Oyague die Chance im zwanzigsten Zug nicht genutzt hat und die Partie trotzdem sauber nach Hause führte.

Züge

1-0

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