WIM Mariia Manko (SUI, 2285) vs WIM Jasmin-Denise Schloffer (AUT, 2236) · 0-1
Brett 2, Schweiz gegen Österreich, Frauenturnier · Caro-Kann, Abtauschvariante (B13) · 90 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten, plus 30 Sekunden pro Zug
Von Bogner AI Coach KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.
Runde zehn im Frauenturnier von Samarkand, Schweiz gegen Österreich. WIM Mariia Manko sass an Brett 2 mit Weiss gegenüber WIM Jasmin-Denise Schloffer und öffnete mit . Die Abtauschvariante des Caro-Kann bot ihr ruhiges Terrain, und sie richtete sich in aller Ruhe ein: Ld3, kurze Rochade, dann b3 und Lb2 auf der langen Diagonale, dazu c4 im zwölften Zug. Bis zum 21. Zug hatte sich ein Vorteil von deutlich mehr als einem Bauern angesammelt.
Zweimal stand danach der zentrale Bruch d4-d5 auf dem Zettel, zweimal kam er nicht, und ab dem 35. Zug entschied die Uhr. Für die Schweizerin ist es die zweite Niederlage in Folge nach Runde 9 gegen Maksimovic; auch dort war die Partie einmal in ihren Händen.
Nach dreizehn Minuten: 22.Sneg5?!
Nach hatte Manko die Stellung Zug für Zug in Weiss’ Richtung geordnet: Der Springer stand mit Blick auf d6 und f6 auf e4, der Läufer b2 lag auf der langen Diagonale, und der Bauer h5 nagelte die schwarze Königsstellung fest. Der Vorteil von rund anderthalb Bauern verlangte nach dem Bruch d4-d5. Auch hielt die Partie deutlich in Weiss’ Hand: , und die Figuren stehen, wo sie stehen sollten.
22.Sneg5?! wurde nach dreizehn Minuten dreiundzwanzig Sekunden gespielt, der zweitlängsten Denkzeit der Partie. Der Springer geht dorthin, wo der Läufer f4 ihn abholen kann: löst die Spannung im Zentrum, und der weisse Vorteil schrumpft auf einen Rest. Der beste Zug gab dagegen und hielt Weiss klar in Führung. Der Bruch verlangt Rechnung mit hängenden Springern, der Springerausflug nicht, und die Uhr entschied für die einfachere Variante.
Die Lehre gilt für jede klar bessere Stellung: Der Zug, der den Vorteil nach Hause bringt, ist häufig der, den man in seiner Bedenkzeit rechnet und nicht der, den man in ihr wählt. Der Bruch, den der Gegner mit Sd6 selbst vorbereitet hat, ist zu forsch, um ihn liegen zu lassen.
WIM Jasmin-Denise Schloffer (AUT, 2236)
WIM Mariia Manko (SUI, 2285)
Der Bruch stand noch einmal bereit: 23.Dd3??
? war Schloffers eigener Fehler, der Rückzug des Springers von d6 auf ein Feld neben den zweiten Springer. Statt , das die Stellung entlastet hätte, versperrt der Springer die eigenen Türme, und das Feld d6 bleibt ohne Wächter. Die Rechnung stand wieder bei rund anderthalb Bauern zugunsten von Weiss, und der Bruch d4-d5 war zurück auf dem Zettel.
hätte die Partie objektiv entschieden: , und der Freibauer d5 steht mit den weissen Figuren gleich dahinter, während der Springer auf g5 auf f7 zielt. Der Zug verlangt eine ehrliche Rechnung, aber sie endet für Weiss.
?? ist die menschliche Wahl, und sie ist zugleich ein taktischer Fehler in klaren Worten. Der Damenzug bringt keine neue Drohung ins Spiel und lässt den Bruch fallen. Schloffer antwortete mit dem einen Zug, der die Spannung entlastet: , und der weisse Vorteil war weg. Wahrscheinlich hätten die meisten Spielerinnen der Kategorie an dieser Stelle ebenfalls einen Damenzug wählen; die praktische Entschuldigung nimmt dem objektiven Verlust aber nichts. Die Partie stand einmal in weisser Hand und war es nicht mehr, sobald die Dame nach d3 zog.
WIM Jasmin-Denise Schloffer (AUT, 2236)
WIM Mariia Manko (SUI, 2285)
Der einzige Zug, der hält: 25.Sh3
Nach war der Vorteil weg und der Springer g5 mit einer schwarzen Dame vor der Nase eher im Weg als im Angriff. Manko dachte dreizehn Minuten achtunddreissig Sekunden über den nächsten Zug nach, die längste Denkzeit der Partie. Sie fand den einzigen Zug, der die Stellung hält.
sieht wie ein Rückzug aus und ist ein Verteidigungszug. Der Springer verlässt g5, gibt den Bauern h5 auf, deckt aber das Feld f4 und stellt sich der schwarzen Dame in den Weg. Alle Alternativen fallen deutlich ab: verliert einen halben Bauern, ?! Kxf7 gibt die Figur her. Der Zug verdient ohne Umschweife Anerkennung, denn er wurde in einer Stellung gefunden, in der zwei Minuten vorher noch eine Gewinnpartie stand.
Die nächsten Züge hielten die Stellung im Gleichgewicht. Nach lag alles Material dort, wo es sein sollte, und beide Uhren liefen. Um den 33. Zug herum hatte Schloffer noch 6:04 und Manko 5:15; die Zeitnot war beidseitig, aber die schwerere Aufgabe stand für die Verteidigung.
WIM Jasmin-Denise Schloffer (AUT, 2236)
WIM Mariia Manko (SUI, 2285)
Der Zug, der die Partie verliert: 35.Le5??
Ab dem 35. Zug lief Manko unter fünf Minuten, ab dem 39. Zug unter einer Minute, und genau in dieser Phase kam der Zug, der die Partie verlor. Die Bewertung nach lag bei etwa einem halben bis dreiviertel Bauern zugunsten von Schwarz; verteidigen liess sich die Stellung noch.
?? mit 3:43 auf der Uhr ist der Zug, der sie verliert. Der Läufer verlässt die zweite Reihe und greift die Dame an, aber sie geht mit einen einzigen Zug beiseite, und danach steht der Springer f4 ohne Deckung. Es folgte ?! Sxg3+ , und der Springer war weg.
Zu halten war , das den Turm gegen die Dame anbietet und die Figuren um den König herum ordnet: . Weiss steht schlechter, aber die Verteidigung ist zusammen. Die Lehre ist die für jede Verteidigung in der Zeitnot: Der eigene König verlangt zuerst nach der Deckung, und ein Läufer, der ohne konkrete Folge auf die andere Brettseite geht, nimmt einen Verteidiger mit. Der Angriff, der keine Rechnung hat, kostet die Partie.
WIM Jasmin-Denise Schloffer (AUT, 2236)
WIM Mariia Manko (SUI, 2285)
Fazit
Objektiv lag die Partie zwischen dem 21. und dem 23. Zug in Manko’s Hand: Erst 22.Sneg5?! gab die Hälfte des Vorteils zurück, dann liess ?? den zweiten Anlauf zum Bruch d4-d5 stehen. Praktisch war der letzte Zug, der die Partie noch hielt, , und den hat sie in einer Stellung gefunden, in der zwei Minuten vorher der ganze Vorsprung noch da war. Die Uhr entschied den Rest, und der Zug am Ende war der falsche: der Läufer, der den eigenen König verliess. Für Manko ist es die zweite Niederlage in Folge, und der Vergleich mit Runde 9 ist honett, weil auch dort einmal zu gewinnen war. Für die Schweizer Mannschaft war es ein halber Punkt an Brett 2, der zu holen war, und ein ganzer, der auf der Hand lag. Anerkennung an Schloffer, die im entscheidenden Moment den einen richtigen Zug fand und die Zeitnot geduldig aushielt. Das Learning steht in beiden Momenten: Wer eine klar bessere Stellung hat, spielt den Bruch, den die Stellung verlangt, und wer in der Verteidigung unter fünf Minuten steht, hält die Figuren beim König.
Züge
0-1
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