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Schacholympiade Samarkand 2026 · Frauen · Runde 10 · Brett 4

Hakimifard gegen Deak-Sala

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Live-Übertragung von lichess.org

WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243) vs WFM Emilia Deak-Sala (AUT, 2105) · ½-½

Brett 4, Schweiz gegen Österreich, Frauenturnier · Sizilianer, Kupreichik-Variante (B56) · 90 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten, plus 30 Sekunden pro Zug

Von Bogner AI Coach KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Runde zehn im Frauenturnier von Samarkand, Schweiz gegen Österreich, Brett 4. WGM Ghazal Hakimifard sass mit Weiss gegen WFM Emilia Deak-Sala, und nebenan war die Mannschaftsrechnung schon zur Hälfte gelaufen: Kosteniuk hielt an Brett 1 remis, Hryzlova gewann an Brett 2, Manko verlor an Brett 3 in beidseitiger Zeitnot. Der Match stand offen; ein Sieg an diesem Brett hätte ihn gewonnen, ein halber Punkt hielt ihn beim Zwei-zu-zwei.

stellte die Kupreichik-Struktur des Sizilianers auf, und mit , und ordnete Weiss die Figuren für ein Rennen auf verschiedenen Flanken. Nach dem 21. Zug lag die Rechnung bei etwa einem halben Bauern zugunsten von Weiss, und die entscheidende Reihenfolge stand zwischen dem zweiundzwanzigsten und dem siebenundzwanzigsten Zug. Für Hakimifard folgt die Partie auf die Niederlage gegen Abrahamyan und das Remis gegen Fisabilillah, den zweiten geteilten Punkt in drei Runden gegen eine deutlich tiefer eingestufte Gegnerin.

Der Tausch, der nicht kam: 22.Lf2?!

Bis zum einundzwanzigsten Zug hatte Hakimifard die Stellung geordnet, wie sie geordnet werden will: der König auf b1, die Türme auf d1 und f1, das Läuferpaar auf g3 und e2, der Springer auf c3 mit Blick auf d5. Die Rechnung lag bei etwa einem halben Bauern für Weiss, mit dem schwarzen Springer auf e5 als der einzigen wirklich aktiven schwarzen Figur.

Der Zug, den die Stellung anbot, war . Der Läufer nimmt den Springer, den nur er nehmen konnte, und der schwarze Bauer d6 wird zu einem starren e5, den keine Figur mehr bewachen muss; die weisse Aufstellung mit dem Turm auf der d-Linie und der Damenflügeloperation über Sa2 richtet sich in aller Ruhe ein, und der halbe Bauer bleibt. Auch hielt den Vorsprung an der oberen Kante.

?! war die menschliche Wahl, und mit ihr war der halbe Bauer weg. Der Läufer verlässt die lange Diagonale mit dem Plan, über d4 zurückzukehren, und braucht dafür einen Zug, den Schwarz für die eigene Umstellung nutzt. Nach stand die Bewertung auf null: Der Springer e5 lebt unverändert, die Bauern a5 und f6 nehmen dem weissen Angriff Ziele, und der Vorsprung ist eingetauscht gegen ein Tempo, das die Struktur nicht mehr hergibt. Ein taktischer Fehler ist der Zug nicht, aber die Reihenfolge ist die Lehre: In einer Stellung mit Läuferpaar und einem gegnerischen Zentralverteidiger wird der Tausch des eigenen Läufers gegen diesen Verteidiger geprüft, solange die eigene Struktur den Tausch trägt; ein Rückzug im gleichen Zug verschenkt genau das Tempo, das der Angriff später braucht.

WFM Emilia Deak-Sala (AUT, 2105)

WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)

Nach 21...Tb8: Weiss steht mit einem halben Bauern besser, der schwarze Springer auf e5 ist die einzige aktive gegnerische Figur. Weiss am Zug.

Der Springer geht in die Ecke: 25.Sa2?! und 27.Sc1?!

Nach ?! war die Rechnung neu, und Weiss brauchte einen zweiten Plan. hatte dem Springer e5 den einen Wächter genommen und eröffnete die Frage, wie Weiss aus einer nominell besseren Stellung noch etwas holt.

war der Zug, den der Aufbau verlangte. Nach gewinnt Weiss den h-Bauern zurück, öffnet die Turmlinie und behält einen kleinen Rest von etwa einem Viertel Bauern; der Bruch verlangt die Rechnung mit zwei hängenden Läufern, aber sie endet ruhig für Weiss.

?! wählte die andere Seite und öffnete den falschen Flügel. Nach ?! war der Springer zurück in seiner Ausgangsecke, die a-Linie stand für den schwarzen Turm bereit, und die Bewertung lag bei einem knappen Minusbauern. Beide Züge sind menschlich zu erklären, denn ein Zug am Damenflügel sieht in einer Damenflügelstruktur immer plausibler aus als ein Bauernvorstoss am Königsflügel; sie sind es aber nicht. Anerkennung an Deak-Sala, die den Zug ohne Zögern spielte und danach den Damenflügel zwei Züge lang öffnete, bevor der weisse Königsflügel sich rühren konnte. Die Lehre gilt für jede Stellung mit gegenseitigen Rochaden: Der Bauernsturm am eigenen Königsflügel bleibt die Hauptressource, und ein Springerausflug an den Rand ersetzt ihn nicht.

WFM Emilia Deak-Sala (AUT, 2105)

WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)

Nach 24...f6: Die Bewertung steht auf null, und der Bauer f6 nimmt dem Springer e5 einen Wächter ab. Weiss am Zug hat zwei Möglichkeiten: den Bruch h4 oder die Umgruppierung mit Sa2.

Warten, bis die Uhr die Frage stellt: 37.Sg1 bis 41.Se2

Ab dem 32. Zug hatte sich die Rechnung bei anderthalb bis zwei Bauern zugunsten von Schwarz eingerichtet. ?! war der Zug, mit dem der Materialverlust unumkehrbar wurde: Nach hielt der schwarze Springer sein Zentrum, und Weiss hatte keinen aktiven Plan mehr. Um den 33. Zug lief die Uhr für Schwarz erstmals unter fünf Minuten, und ab dem 35. Zug auch die weisse.

Von an begann das Warten. hielt die Stellung im Gleichgewicht der Wiederholung, ohne dass Weiss neuen Zugriff fand, aber auch ohne dass Schwarz das Objekt fand, das den Vorteil einlöste. Vor der Zeitkontrolle hatte Schwarz eine Minute achtundfünfzig auf der Uhr, Weiss neun Minuten siebenundzwanzig; die schwerere Aufgabe stand für Schwarz, denn wer besser steht, muss den Bruch finden, und wer schlechter steht, muss ihn nur nicht zulassen.

Objektiv war jede aktive weisse Idee schlechter als das Warten, und die Zugwiederholung Sg1/Se2 mit dem Turm auf f3 parierte jeden schwarzen Zug ohne konkrete Verteidigungsressource. Praktisch war diese Phase der Grund, dass die Partie nach der Zeitkontrolle noch eine Partie war. Die Lehre gehört auf die passive Seite: In einer klar schlechteren Stellung wählt man den Zug, der dem Gegner die Rechnung überlässt, denn eine Wiederholung, die nichts zulässt, ist der einzige Zug, der den Gegner zum eigenen Fehler zwingen kann.

WFM Emilia Deak-Sala (AUT, 2105)

WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)

Nach 36...Tbh8: Weiss steht etwa zwei Bauern schlechter, und der Springer sucht ein Feld. Weiss am Zug hat 13:10 auf der Uhr, Schwarz 1:36.

Der Zug, der die Partie hätte gewonnen: 47...f5

Um den 45. Zug schien die Zeitnot für Weiss die zweite Wende der Partie zu bringen. ?! Kf8 ? mit acht Minuten neununddreissig Bedenkzeit war der drittlängste Zug, den Hakimifard in dieser Partie spielte, und er war eine Ungenauigkeit. Nach ? stand die Bewertung bei minus zwei Punkt sechs, dem grössten schwarzen Guthaben der Partie: Der Läufer wollte auf b2 die lange Diagonale zurückerobern und liess den Damenflügel des eigenen Königs offen liegen.

Der Zug, der den vollen Punkt geholt hätte, war . Nach stand der Angriff mit den zwei verbundenen Türmen und dem starken Springer c5 gegen einen weissen König, dessen einzige Deckung der Läufer b2 selbst war; die Rechnung endet bei rund drei Bauern für Schwarz. Der Zug verlangte, dass Schwarz die eigene Königsdeckung öffnete, ehe die Kombination endete, und mit sieben Minuten auf der Uhr, in einer Stellung, die auf dem Papier gewonnen war, ist genau das der schwerste Zug.

?? wurde in acht Sekunden gespielt und brachte die Wiederholung: , und die dritte Wiederholung der Stellung nach remisierte die Partie. Es ist der Moment, in dem eine gewonnene Stellung zurückgegeben wurde, weil die Uhr keinen Zug mehr fürs Rechnen erlaubte. Anerkennung an Deak-Sala, die die schwerere Aufgabe siebenundvierzig Züge lang sauber führte; ein Fehler ist der Zug trotzdem, und die Lehre gehört auf die gewinnende Seite: Wer eine Wiederholung angeboten bekommt, prüft den einen konkreten Angriffszug, ehe er wiederholt, denn die Wiederholung wartet einen Zug länger.

WFM Emilia Deak-Sala (AUT, 2105)

WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)

Nach 47.Lb2?: Schwarz am Zug hat den gewinnenden Bruch 47...f5 auf dem Brett und sieben Minuten auf der Uhr.

Fazit

Objektiv fiel die Partie zwischen dem 22. und dem 27. Zug: Erst gab ?! den halben Bauern zurück, dann öffnete ?! den falschen Flügel, und mit ?! war der Springer wieder in der Ecke und der schwarze Damenflügel im Vormarsch. Zu diesem Zeitpunkt war die praktische Aufgabe getauscht: Weiss musste verteidigen, Schwarz hatte den Vorteil in der Hand. Praktisch rettete Hakimifard die Partie mit der Wiederholung Sg1/Se2 und dem Turm auf f3, gefunden in einer Phase, in der die Uhr auf beiden Seiten unter fünf Minuten lief. Der eine Zug, den sie noch verlor, war ?, gespielt nach neun Minuten Bedenkzeit; der eine Zug, der sie zurückholte, war ??, gespielt in acht Sekunden von der Gegnerin. Für die Schweizer Mannschaft war es der halbe Punkt an Brett 4, der den Zwei-zu-zwei-Match rettete, und der ganze Punkt, der auf der Hand lag und liegen blieb. Anerkennung an Deak-Sala, die den Vorteil sauber ausbaute und siebenundvierzig Züge lang die schwerere Aufgabe hielt. Das Learning steht in beiden Momenten der Partie: In einer Stellung mit gegenseitigen Rochaden bleibt der eigene Bauernsturm die Hauptressource, und in einer Wiederholung, die man in gewonnener Stellung angeboten bekommt, wird zuerst der konkrete Angriffszug gerechnet.

Züge

½-½

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