Sirin Bootsumran (THA, 1789) vs WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254) · 0-1
Brett 2, Schweiz gegen Thailand, Frauenturnier · Damenindische Verteidigung, Fianchetto-Variante (E15)
Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.
Erste Runde, Tisch 17, Brett 2: Die Schweiz ist als Nummer 17 gesetzt, Thailand als Nummer 111, und WIM Sofiia Hryzlova hat Schwarz gegen eine um 465 Punkte tiefer bewertete Gegnerin. Sie wählt Damenindisch, eine Eröffnung, die nichts erzwingt und alles vorbereitet: Der Läufer geht nach a6, der Bauer nach d5, und beide zielen auf denselben Punkt, den weissen Bauern c4.
Im 14. Zug kehrt der weisse Fianchettoläufer nach f1 zurück, um genau diesen Bauern ein drittes Mal zu decken. Zwei Züge später gehört c4 Schwarz, und der Bauer bleibt bis zum Schluss stehen. Er ist der Freibauer, der am Ende auf c2 ankommt, in Begleitung eines zweiten. Die Schweiz gewann den Match mit 4 zu 0.
Der Läufer geht nach Hause: 14.Lf1
Auf arbeitet die ganze schwarze Aufstellung hin, und es ist der klar beste Zug; die Alternativen liegen rund einen Drittelbauern zurück. Der Bauer c4 wird nun zweimal angegriffen, vom Bauern d5 und vom Läufer a6, und zweimal gedeckt, vom Bauern b3 und von der Dame c2. Die Deckung durch die Dame ist die unangenehme: Auf derselben Linie steht bereits der schwarze Turm c8.
Der richtige Weg war , und die Spannung löst sich in eine fast ausgeglichene Stellung auf. Dieser Abtausch funktioniert nur, solange ein weisser Läufer auf g2 steht: Er ist die Figur, die auf d5 zugreifen kann.
deckt c4 ein drittes Mal und nimmt genau diese Figur von der Diagonale. Nach steht Schwarz rund anderthalb Bauern besser, ohne dass etwas geschlagen worden wäre. Fragen Sie sich vor jeder zusätzlichen Deckung, welche Aufgabe die deckende Figur gerade erfüllt. Ein Verteidiger mehr ist wertlos, wenn er der einzige war, der die Stellung entlasten konnte.
Sirin Bootsumran (THA, 1789)
WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254)
Ein Angriff, der der Gegnerin hilft: 15...Lf6
Der Bauer d4 hat in diesem Moment keinen einzigen Verteidiger. Der Turm d1 steht zwar auf der richtigen Linie, aber sein eigener Läufer auf d2 steht im Weg, und sonst deckt niemand. Das ist Geld auf der Bank: Schwarz darf den Bauern liegen lassen und ihn kassieren, wenn es passt.
war der Zug. Der Springer d7 ist die letzte schwarze Figur ohne Aufgabe, von f6 aus beherrscht er d5 und e4, und vor allem rührt er d4 nicht an: , und der Bauer d4 steht immer noch ohne Deckung, weil der Läufer d2 dem Turm d1 weiterhin im Weg steht. Schwarz behält rund anderthalb Bauern Vorteil.
greift d4 an und zwingt Weiss damit, das Problem zu lösen. geht aus dem Weg und deckt den Bauern gleich selbst; Turm und Läufer schauen nun gemeinsam auf d4, und kostet eine Figur für einen Bauern. Der Vorteil sank von rund anderthalb Bauern auf etwa zwei Drittel. Prüfen Sie vor jedem Angriff auf eine Schwäche, ob der Gegner sie danach besser deckt als vorher. Eine Schwäche, die repariert wird, war keine.
Sirin Bootsumran (THA, 1789)
WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254)
Ein Bauer, den man nicht nehmen darf: 17...Lb7
stellt die Frage, und die richtige Antwort war : Nach liegt Weiss noch etwa drei Viertel eines Bauern zurück, mehr nicht. Gespielt wurde , und damit ist c4 ein Freibauer. Kein weisser Bauer steht mehr vor ihm oder kann ihm auf dem Weg nach c1 noch in die Quere kommen.
Genommen wird er trotzdem nicht, und ist der Grund. Auf der c-Linie stehen Turm c8, Bauer c4 und Dame c2 hintereinander, und der Bauer ist das einzige Hindernis dazwischen. vertreibt die Figur, die dann an seiner Stelle steht, und beide Fortsetzungen kosten: gibt den Läufer für zwei Bauern, gibt die Dame für einen Turm.
Der Mehrbauer war damit dauerhaft. Weiss spielte und , und c4 blieb bis zum Schluss unangetastet. Die Regel dahinter spart im Klubschach viel Material: Bevor Sie einen ungedeckten Bauern schlagen, zählen Sie die Linie hinter ihm zu Ende. Ein Bauer, der vor der eigenen Dame steht, ist selten ein Geschenk.
Sirin Bootsumran (THA, 1789)
WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254)
Der zweite Bauer: 24...Dxb5
stellte einen Bauern auf ein Feld, das nur Figuren halten konnten, und Schwarz tauschte genau diese Figuren ab. nahm die weissfeldrigen Läufer vom Brett. heftete sich an den Springer c3, den allein die Dame deckte, und war die Folge.
ist gut und nicht das Beste: greift zuerst den Läufer e3 an und stellt die Dame erst danach auf dasselbe Feld, was rund einen halben Bauern wert gewesen wäre. Kein Drama. Nach fiel der zweite Bauer, und die Partie war von da an eine Rechenaufgabe.
Diese Phase folgt einer der ältesten Regeln, und sie wird trotzdem täglich verletzt: Wer materiell vorn ist, tauscht Figuren, keine Bauern. Jeder Abtausch nimmt der Gegnerin einen Blockierer, und ein Freibauer, vor den sich niemand mehr stellen kann, gewinnt die Partie von allein.
Sirin Bootsumran (THA, 1789)
WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254)
Zwei Bauern auf der zweiten Reihe: 33...b2
und stellten die Bauern nebeneinander, stellte die Frage. Richtig war : ein Bauernpaar weniger und ein aktiver Turm. liess den Bauern vorbei, und nach hatte Schwarz zwei verbundene Freibauern.
, und die beiden weissen Türme können ihre Aufgaben nicht gleichzeitig erfüllen. Der Turm c1 darf das Umwandlungsfeld nicht verlassen, der Turm a1 wird angegriffen. kostet den Turm ebenso wie die Partiefortsetzung .
griff die Dame an, und Weiss gab auf: ein Turm und ein Bauer Rückstand, und der Bauer c2 steht ein Feld vor der Umwandlung. Zwei verbundene Freibauern auf der zweiten Reihe sind stärker als ihre Summe, weil ein Verteidiger nicht beide Umwandlungsfelder zugleich bewachen kann. Zählen Sie im Endspiel nicht die Bauern, sondern die Felder, die der Gegner gleichzeitig kontrollieren müsste.
Sirin Bootsumran (THA, 1789)
WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254)
Fazit
Die Partie enthält keinen einzigen spektakulären Zug, und genau darum ist sie lehrreich. Der Vorteil entstand, als ein Läufer nach Hause ging, um einen Bauern zu decken, er wurde mit zur Hälfte verschenkt und kam zurück, als Weiss mit den Bauern c4 laufen liess statt ihn zu schlagen. Danach gab es nur noch eine Aufgabe: tauschen, den Freibauern behalten, ihm einen zweiten zur Seite stellen. Sofiia Hryzlova hat sie sauber erledigt, vier Schweizerinnen gewannen vier Bretter, und 4 zu 0 gegen Thailand ist der Start in eine Olympiade, den man sich wünscht.
Züge
0-1
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