Purichaya Chinkulkitniwat (THA, 1690) vs WIM Camille De Seroux (SUI, 2152) · 0-1
Brett 4, Schweiz gegen Thailand, Frauenturnier · Nimzowitsch-Verteidigung, Williams-Variante (B00)
Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.
Erste Runde, Tisch 17, Brett 4: Die Schweiz ist als Nummer 17 gesetzt, Thailand als Nummer 111, und WIM Camille De Seroux hat Schwarz gegen eine um 462 Punkte tiefer bewertete Gegnerin. Sie beantwortet mit , der Nimzowitsch-Verteidigung, und stellt damit schon im ersten Zug die Frage, um die sich die ganze Partie dreht: Wohin mit diesem Springer?
Er macht zehn Züge, bis die Partie zu Ende ist, und der letzte davon schlägt auf f2. Dazwischen liegen ein verriegeltes Zentrum, ein Bauernvorstoss am Königsflügel und eine weisse Uhr, die ab dem 30. Zug nur noch eine Minute zeigt. Nach 41 Zügen gab Weiss auf, und die Schweiz gewann den Match mit 4 zu 0.
Der Springer geht nach Hause: 11...Sb8
Die Nimzowitsch-Verteidigung stellt den Springer nach c6, bevor die Bauern geklärt sind, und nimmt in Kauf, dass er dort eines Tages angegriffen wird. Genau das geschieht nach . Der Springer hat fünf Felder, und keines ist bequem: kommt auf dasselbe hinaus, stellt ihn aber an den Rand, verliert eine Figur, und geht ganz zurück.
Der Rückzug kostet zwei Züge und gewinnt ein Feld. Von b8 geht der Springer nach d7, wo er e5 stützt und dem c-Bauern nicht im Weg steht: , und nach hat Schwarz die c-Linie, die es ohne den Rückzug nie gegeben hätte.
In einem verriegelten Zentrum ist Zeit billig und ein gutes Feld teuer. Die Bauern auf d5 und e5 stehen fest, nichts geht auf, also darf ein Springer zwei Züge brauchen, um von c6 nach d7 zu kommen. Fragen Sie in solchen Stellungen nicht, wie viele Züge ein Manöver kostet, sondern welche Figur am Ende auf welchem Feld steht.
Purichaya Chinkulkitniwat (THA, 1690)
WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)
Ein Läufer verschwindet, eine Diagonale bleibt: 18...Sxe3
ist der natürliche Zug auf der offenen Linie und zugleich der ungenaueste der Eröffnung. Die Antwort war : Danach darf der Springer nicht mehr nach g4, der Bauer schlägt ihn einfach, und Weiss steht rund drei Viertel eines Bauern besser als nach dem Zug, der in der Partie kam.
Gespielt wurde , und greift sofort den Läufer e3 an. Nach ist der einzige schwarzfeldrige Läufer von Weiss vom Brett. Gedeckt ist f2 weiterhin, jetzt von Dame und König, aber die Diagonale von a7 bis g1 kann keine Figur mehr besetzen, die dort auch bleiben möchte. Mit ist die Partie ausgeglichen.
Bevor Sie einen Läufer tauschen, zählen Sie nicht nur das Material, sondern die Felder, die er bewacht hat. Camille De Seroux hat neun Züge gebraucht, um die frei gewordene Diagonale zu besetzen: und . Der Preis eines Abtauschs wird fast nie sofort bezahlt, und wer ihn eingeht, sollte wissen, wer die Rechnung bekommt.
Purichaya Chinkulkitniwat (THA, 1690)
WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)
Verriegeltes Zentrum, offener Flügel: 21...f5
Nach ist das Zentrum dicht: weisse Bauern auf d5 und e4, schwarze auf d6 und e5, kein Hebel für beide Seiten. Dann spielt man dort, wo man Platz hat, und den hat Schwarz am Königsflügel. nimmt Raum und greift dabei die Dame auf e3 an, die nach e2 zurückgeht.
Danach folgt das Umgruppieren, und es ist der lehrreichste Abschnitt der Partie: schickt den Läufer auf die lange Diagonale, und holen den Springer von b6 auf den Flügel, auf dem etwas passiert. Drei Züge ohne eine einzige Drohung, und danach steht jede schwarze Figur besser als vorher.
ist der Zug, nach dem Weiss nicht mehr ausgleicht: Der Springer verlässt c3, die Diagonale nach g1 wird frei, und besetzt sie. Aus einem knappen halben Bauern Vorteil für Schwarz wird gut ein ganzer. Mit wäre die Stellung zäh geblieben. Die Lehre gilt für jede geschlossene Stellung: zuerst die schlechteste Figur verbessern, erst dann durchbrechen. Umgruppieren ist keine Passivität, es ist die Vorbereitung, ohne die ein Durchbruch nur ein Bauernopfer bleibt.
Purichaya Chinkulkitniwat (THA, 1690)
WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)
Die Rechnung auf f2: 31...f3
ist der stärkste Zug der Stellung und rund einen Bauern mehr wert als alles andere. Beide Antworten sind unangenehm: gibt die Dame für Turm und Springer und lässt Schwarz klar besser stehen. Gespielt wurde , und damit ist die weisse Königsstellung offen.
bringt den Springer auf das Feld, das der Bauer mit geräumt hat, und nimmt f2 die Deckung durch den König. Von da an bewacht nur noch die Dame diesen Bauern. ist in Zeitnot der letzte Fehler: Der Springer verlässt c1, wo er d3 gedeckt hat, und stellt sich im selben Zug der eigenen Dame in den Weg. nimmt den Läufer ohne Gegenleistung.
Der Rest ist eine Rechenaufgabe. Nach greifen Läufer b6, Springer d3 und Turm f3 das Feld f2 an, gedeckt wird es von Turm c2 und Dame: drei gegen zwei. gewinnt den Bauern und tauscht die letzten Türme ab. Zählen Sie vor jedem Durchbruch die Angreifer und die Verteidiger des Zielfeldes, und zählen Sie nach jedem Zug neu. und geben beide etwas auf, das vorher gedeckt war.
Purichaya Chinkulkitniwat (THA, 1690)
WIM Camille De Seroux (SUI, 2152)
Fazit
Diese Partie gewinnt kein Trick, sondern ein Springer mit Geduld: von b8 nach c6, zurück nach b8, über d7 nach b6, wieder nach d7, dann f6, h5, f4, d3 und zuletzt f2. Zehn Züge einer einzigen Figur, und jeder davon führt sie näher an den Bauern, an dem die weisse Königsstellung hängt. In der Schlussstellung greift Dame und Springer zugleich an, kostet die Dame für zwei Läufer, und Schwarz steht eine Figur und zwei Bauern vorn. Camille De Seroux gewinnt an Brett 4, alle vier Schweizerinnen gewinnen ihr Brett, 4 zu 0 gegen Thailand: der Start, den man sich als Nummer 17 der Setzliste wünscht.
Züge
0-1
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