WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243) vs Natrada Kaewwattha (THA, 1672) · 1-0
Brett 3, Schweiz gegen Thailand, Frauenturnier · Spanisch, Morphy-Verteidigung, Anderssen-Variante (C77)
Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.
Erste Runde, Tisch 17, Brett 3: Die Schweiz ist als Nummer 17 gesetzt, Thailand als Nummer 111, und WGM Ghazal Hakimifard hat Weiss gegen eine um 571 Punkte tiefer bewertete Gegnerin. Sie spielt Spanisch und wählt mit die ruhigste Version davon: kein Tausch im Zentrum, keine erzwungene Variante, nur Aufbau.
Zweiundzwanzig Züge lang passiert nichts, was in eine Tabelle passt. Dann steht ein weisser Springer auf f5, beide Türme auf der a-Linie, und alle vier Läufer sind vom Brett. Entschieden wird die Partie im 29. Zug, als der Turm, der seit dem 17. Zug auf a6 wartet, auf f6 landet. Die Schweiz gewann den Match mit 4 zu 0.
Vier Läufer verschwinden, ein Feld bleibt
Bis zum 13. Zug ist die Stellung so ausgeglichen, wie sie nur sein kann. öffnet die einzige Linie, die in dieser Partie je aufgehen wird, und nimmt dabei die weissfeldrigen Läufer vom Brett. Zwei Züge später folgen die schwarzfeldrigen: .
Beide Abtausche gehen von Schwarz aus, beide kosten nichts Messbares, und beide helfen Weiss. Der Rückschlag mit dem Springer stellt ihn auf e3, ein Feld vor sein Ziel: Über b1, d2, f1 und e3 steht er im 20. Zug auf f5. Ohne weissfeldrigen Läufer bleibt Schwarz nur der Bauernzug nach g6, der die hellen Felder um den eigenen König aufgibt, oder ein Abtauschangebot durch einen Springer.
Dazu und , beide Türme auf die offene Linie, ohne Drohung und ohne Eile. Nach 21 Zügen steht die Partie immer noch im Gleichgewicht, und genau das ist die Lehre: Gegen eine deutlich schwächere Gegnerin muss man nichts erzwingen. Stellen Sie die Figuren auf die Felder, die niemand mehr bestreiten kann, und warten Sie.
Natrada Kaewwattha (THA, 1672)
WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)
Der Vorstoss, der einen Springer heimschickt: 23.d4
Schwarz hat ihren eigenen Vorposten: steht spiegelbildlich zum weissen Springer, und solange beide dort stehen, hält sich die Stellung. Dazu gehört Gegenspiel am Damenflügel: , und die Waage bleibt.
nimmt den Springer stattdessen aus dem Zentrum, und das kostet gut einen halben Bauern. Von f6 aus deckte er e4 und d5, von d7 aus keines von beiden. ist die Antwort und der beste Zug der Stellung.
Der Vorstoss gewinnt kein Material, er schickt eine Figur nach Hause. Der Springer f4 kehrt zurück, um e5 zu decken, und nach steht er wieder auf der eigenen Hälfte, während der weisse auf f5 stehen bleibt. Ihn draussen zu lassen kostete mehr: greift ihn an, und Weiss steht rund einen Bauern besser. Ein Vorstoss im Zentrum ist dann am stärksten, wenn er die gegnerischen Figuren zwingt, ihre besten Felder zu verlassen.
Natrada Kaewwattha (THA, 1672)
WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)
Ein Vorposten ist ein Feld, keine Figur: 26.S3h4
ist der eigentliche Fehler der Partie: Aus einem knappen Drittel Bauern Rückstand wird rund anderthalb. Mit wäre Schwarz im Rahmen geblieben: Von dort schaut der Springer auf e4 und deckt den Königsflügel.
ist die Antwort, und sie ist etwa vier Zehntel Bauern mehr wert als der naheliegende Abtausch . Weiss tauscht den Vorposten nicht, sie stellt einen zweiten Springer bereit, der das Feld übernimmt, sobald der erste verschwindet.
ist deshalb keine Rückeroberung, sondern eine Ablösung. Mit dem Bauern zu schlagen wäre der teuerste Zug der Partie gewesen: öffnet die e-Linie für den Turm e8, und aus gut zwei Bauern Vorteil würde eine leicht schlechtere Stellung. Bevor Sie zurückschlagen, fragen Sie, welche Wiedereroberung den Vorposten besetzt lässt.
Natrada Kaewwattha (THA, 1672)
WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)
Der Turm, der zwölf Züge wartete: 29.Txf6
ist der stärkste Zug und stellt die Frage nach dem Springer f6. Die Verteidigung war : Weiss gewinnt einen Bauern und behält den Druck, Schwarz bleibt im Spiel.
beendet die Partie. Der Turm, der seit dem 17. Zug auf a6 steht, geht die sechste Reihe entlang und nimmt den Springer. Schlagen verliert sofort: , denn der Springer f5 deckt g7 und e7, und der eigene Turm auf e8 nimmt dem König das letzte Fluchtfeld. Ohne den Springer f6 bricht die Königsstellung ohnehin zusammen: und Schwarz ist wehrlos.
Schwarz hatte hier keine zwei Minuten mehr auf der Uhr, Weiss über eine halbe Stunde. Die Lehre steckt in : Der Springer f6 war die einzige Figur, die den Königsflügel zusammenhielt. Bevor Sie im Zentrum schlagen, zählen Sie, wer danach noch zu Hause ist.
Natrada Kaewwattha (THA, 1672)
WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)
Das Matt, das sie nicht brauchte: 30.Dg3
lässt ein erzwungenes Matt zu: , und der schwarze König findet kein Feld mehr. Gespielt wurde , und das ist kein Beinbruch: Weiss bleibt eine Figur für einen Bauern vorn und behält den ganzen Angriff.
Zwei Züge später kommt der Springer doch noch: , und Schwarz gab auf. Weiss steht einen Springer und einen Bauern vorn, und zeigt, warum Weiterspielen keinen Zweck hat.
Die Lehre ist unbequem und deshalb nützlich: Wer klar gewinnt, rechnet zuerst die Schachgebote, denn nach einem Schach sind die Antworten an einer Hand abzuzählen. Ghazal Hakimifard hat den kürzeren Weg ausgelassen und den sicheren genommen; im Mannschaftskampf zählt der Punkt gleich viel.
Natrada Kaewwattha (THA, 1672)
WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)
Fazit
Diese Partie gewinnt niemand mit einem Trick. Sie gewinnt, wer weiss, wofür er die Läufer tauscht, wer einen Springer in vier Zügen an sein Feld bringt und ihn dort ablöst statt abtauscht, und wer einen Turm zwölf Züge lang auf a6 stehen lässt, bis die sechste Reihe gebraucht wird. Ghazal Hakimifard hat an Brett 3 nichts erzwungen und alles vorbereitet; als die Stellung eng wurde, kamen die Fehler von der anderen Seite. Vier Schweizerinnen gewannen vier Bretter, 4 zu 0 gegen Thailand: der Start, den man sich als Nummer 17 der Setzliste wünscht.
Züge
1-0
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