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Schacholympiade Samarkand 2026 · Runde 6

GM Erigaisi Arjun – GM Javokhir Sindarov

Datum
21. September 2026
Ergebnis
1/2-1/2 · Remis
Elo
2759 – 2778
Eröffnung
A14 English Opening: Agincourt Defense, Neo-Catalan Declined
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Analyse

Die Partie im Detail

GM Erigaisi Arjun (IND, 2759) vs GM Javokhir Sindarov (UZB, 2778) · ½-½

Brett 1, Indien gegen Usbekistan · Englisch, Agincourt-Verteidigung, Neokatalanisch abgelehnt (A14)

Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Brett 1 der sechsten Runde, Indien gegen Usbekistan, und zwei Spieler, die im selben Jahrzehnt an die Weltspitze gekommen sind: Arjun Erigaisi, 2759, mit Weiss gegen Javokhir Sindarov, 2778. Erigaisi begann mit und lenkte nach in eine neokatalanische Stellung, eine Eröffnung, in der Weiss nichts erzwingt und trotzdem nie ganz aufhört zu drücken.

Am Ende standen vierunddreissig Züge auf dem Formular und ein halber Punkt für beide. Sindarov leistete sich in der ganzen Partie keinen Zug, den man einen Fehler nennen müsste. Weiss trug vom elften Zug an einen kleinen Vorteil mit sich herum, im Mittelspiel gut zwei Drittel eines Bauern, und tauschte im zweiunddreissigsten Zug selbst die Figur ab, die ihn trug.

Der Vorstoss, den fast niemand spielt: 11...e5

Zehn Züge lang lief alles nach Plan. stellt den Läufer auf die Diagonale zum Bauern c4, schiebt den Bauern nach, und die Stellung ist ausgeglichen. Mit macht Erigaisi den Damenflügel zu: Der schwarze Läufer a6 steht jetzt hinter dem eigenen Bauern b5, und der Damenflügel gibt für den Moment nichts mehr her.

Die Stellung fragt deshalb nach dem Zentrum, und die Antwort heisst . Nach ist das Material wieder gleich, der Springer g4 steht am Bauern e5, und die Figuren, die eben noch am Damenflügel festhingen, sind im Spiel. Auf diesem Niveau spielt diesen Zug kaum jemand: Der Blick geht dorthin, wo man gerade gearbeitet hat, und dort steht .

Sindarov spielte . Das ist kein Fehler, sondern eine Vorliebe, und der Unterschied zu ist mit gut einem Zehntelbauern klein. Teuer wird er durch die Partie, die daraus entsteht: Gespielt wird jetzt dort, wo Weiss den Bauern c5 hat, und Schwarz verteidigt von hier an zwanzig Züge lang einen kleinen Nachteil. Wenn ein gegnerischer Bauer den Flügel zumacht, auf dem Sie gerade spielen, prüfen Sie zuerst den Gegenstoss in der Mitte, und zwar konkret: Kommt der Bauer zurück, und in welchem Zug?

GM Erigaisi Arjun (IND, 2759)

GM Javokhir Sindarov (UZB, 2778)

Nach 11.c5: Schwarz am Zug. Der Damenflügel ist zu, das Zentrum nicht.

Ein Mehrbauer mit Rückgabetermin: 16...bxa3

Fünf Züge später stellt die Stellung dieselbe Frage noch einmal. greift den Bauern b4 an, und wieder steht ganz oben, gleichauf mit dem ruhigen . Nach ist das Zentrum getauscht und die schwarzen Türme haben Luft. Weiss bleibt auch dann eine Spur besser, aber eben nur eine Spur.

Sindarov nahm den Bauern: . Ein Mehrbauer mit Rückgabetermin. Weiss holt ihn sich in jeder Variante zurück, in der Partie mit , in der Hauptvariante mit , und bis dahin ist der Springer von d7 über f6 nach d5 gelaufen. Der Unterschied zu beträgt rund ein Drittel eines Bauern.

Vor jedem Bauernschlag am Flügel lohnt sich eine einzige Frage: Wie viele Züge kann ich den Bauern halten? Lautet die Antwort "fünf", dann haben Sie keinen Bauern gewonnen, sondern fünf Züge gekauft, und der Preis dafür sind die fünf Züge, die Ihre Figuren nicht nach vorne gehen.

GM Erigaisi Arjun (IND, 2759)

GM Javokhir Sindarov (UZB, 2778)

Nach 16.a3: Schwarz am Zug. Der Bauer b4 wird angegriffen, und das Zentrum steht offen.

Nur ein Bauer darf schlagen: 19...exd5

Mit traf Sindarov den besten Zug der Stellung, gut einen halben Bauern besser als das abwartende , und er führt in eine Folge, in der jeder Zug stimmen muss: . Fünf Schlagzüge, und danach ist das Material wieder gleich.

Welcher Bauer auf d5 zurückschlägt, entscheidet dabei über die ganze Partie. sieht natürlicher aus, weil es die Bauern geradezieht, und verliert eine ganze Figur: Nach ist der Läufer weg. Sein einziger Verteidiger war der Bauer c6, und den hat Schwarz mit dem Schlagen selbst vom Brett genommen.

lässt den Bauern c6 stehen, und als der Springer einen Zug später doch auf b5 schlägt, nimmt genau dieser Bauer zurück: . Wenn Sie zwischen zwei Schlagzügen wählen, schauen Sie nicht zuerst auf die Bauernstruktur, sondern darauf, was die beiden Bauern gerade tun. Ein Bauer, der eine Figur deckt, ist nicht frei.

GM Erigaisi Arjun (IND, 2759)

GM Javokhir Sindarov (UZB, 2778)

Nach 19.Lxd5: Schwarz am Zug muss zurückschlagen. Nur einer der beiden Bauern darf es tun.

Der Läufer sucht seinen Gegenspieler: 30...Ld8 und 31...Lc7

Zwanzig Züge lang trug Erigaisi seine gut zwei Drittel eines Bauern durch die Stellung: die aktiveren Türme, der Bauer c5, und der Läufer, der von e3 und später von f4 aus hineinschaut. Sindarovs eigener Läufer stand seit gegen den Bauern d4 und kam nicht weiter.

Also ging er auf die Jagd: und . Der Läufer stellt sich auf die Diagonale, auf der der weisse Läufer eben Stellung bezogen hat, und überlässt Weiss die Entscheidung. Erigaisi tauschte mit , und mit den schwarzfeldrigen Läufern war der Vorteil vom Brett. Behalten liess sich der Läufer mit oder , und beide halten genau die zwei Drittel Bauern, die der Abtausch gekostet hat.

Danach gab es nichts mehr zu spielen: , Remis. Wenn Sie eine Spur schlechter stehen, ist der billigste Weg aus dem Druck der, die beste gegnerische Figur zum Tausch einzuladen und die Entscheidung abzugeben. Erzwingen müssen Sie den Abtausch nicht. Sie müssen ihn nur anbieten, und nach dreissig Zügen Drücken nimmt der Gegner gern.

GM Erigaisi Arjun (IND, 2759)

GM Javokhir Sindarov (UZB, 2778)

Nach 31...Lc7: Weiss am Zug. Tauschen oder ausweichen?

Fazit

Dreiunddreissig schwarze Züge, kein einziger Fehler, und zwei Momente, in denen die Stellung nach und rief und stattdessen den Damenflügel bekam. Zusammen kosteten die beiden Entscheidungen weniger als einen halben Bauern, und sie sind trotzdem der Grund, warum Erigaisi zwanzig Züge lang drücken konnte und Sindarov zwanzig Züge lang halten musste. Ein halber Punkt mit Schwarz an Brett 1 gegen 2759 ist ein gutes Ergebnis, und lehrreich ist die Partie nicht wegen ihres Endes, sondern wegen des elften Zuges: Was den Charakter einer Partie festlegt, ist selten ein Schlagzug. Fast immer ist es die ruhige Entscheidung darüber, auf welchem Teil des Bretts gespielt wird.

Züge

½-½

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