Analyse
Die Partie im Detail
GM Javokhir Sindarov (UZB, 2778) vs GM Felix Blohberger (AUT, 2552) · 1-0
Runde 3, Usbekistan gegen Österreich · Italienisch, Klassische Variante, Giuoco Pianissimo (C54)
Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.
Dritte Runde in Samarkand, Weiss gegen einen Grossmeister mit 226 Elopunkten weniger. Sindarov wählt die ruhigste Fassung der Italienischen Partie: c3, d3, kurze Rochade, kein einziger Bauer über die vierte Reihe hinaus. Blohberger beantwortet das mit einer Jagd auf den Läufer, der im siebten Zug nach g5 gekommen ist, , , , , und dafür steht sein eigener Königsflügel danach ziemlich luftig da.
Vierundvierzig Züge später ist Schwarz matt, und das letzte Schach vor dem Matt kommt von g6. Dieses Feld hat Blohberger im sechzehnten Zug aufgegeben, mit einem Bauernzug, der aussieht, als würde er die Stellung festigen.
Der Läufer steht im Schlag, und Weiss schlägt woanders: 13.Sxe5
greift den Läufer g3 an, und der Läufer hat kein gutes Feld. Wer ihn in Sicherheit bringt oder mit etwas anderes tut, steht anschliessend einen Hauch schlechter statt einen Hauch besser. schlägt einen Bauern und lässt den Läufer ausdrücklich stehen.
Der Grund liegt zwei Züge tiefer: , und Weiss ist einen sauberen Bauern vorn, dazu mit dem gesunderen Bauerngerüst gegen den Doppelbauern auf c6. Der Zwischenschlag auf c6 ist der ganze Inhalt: Weiss nimmt eine dritte Figur, bevor er auf g3 zurückschlägt, und gewinnt damit die Abtauschfolge, die Schwarz eröffnet hat.
Blohberger nimmt deshalb mit zurück. Wenn eine Ihrer Figuren angegriffen wird, ist die erste Frage nicht, wohin sie geht, sondern ob es einen Schlagzug gibt, der eine zweite Drohung aufmacht. Zwei Drohungen gleichzeitig lassen sich nicht beide parieren, und der Läufer, den Sie scheinbar hergeben, kommt in der Rechnung wieder zurück.
GM Felix Blohberger (AUT, 2552)
GM Javokhir Sindarov (UZB, 2778)
Erst das Schach, dann die Dame: 14.Lxe5+
Weiss holt die Figur auf zwei Wegen zurück, und rechnerisch liegt zwischen ihnen kaum ein Zehntelbauer. Neun von zehn Spielern greifen trotzdem zum anderen. nimmt den Springer sofort, erlaubt aber , und plötzlich steht ein schwarzer Springer mitten in der weissen Stellung und geht über f4 weiter.
nimmt Schwarz die Wahl. ist der einzige Zug, der den Schaden klein hält: kostet über einen Bauern, jeder Königszug noch mehr. Danach ist der Springer h5 immer noch da, und erst jetzt wird er geholt: . Das Material ist ausgeglichen, die d-Linie gehört Weiss, und mit dem Bauern d3 ist auch das Feld c4 frei geworden, auf das der Läufer im 23. Zug geht.
Merken Sie sich die Reihenfolge, nicht die Züge. In einer erzwungenen Folge kommt das Schach zuerst: Es kostet nichts, es nimmt dem Gegner eine Entscheidung ab, und welche Figur am Ende auf welchem Feld steht, entscheidet sich genau dort.
GM Felix Blohberger (AUT, 2552)
GM Javokhir Sindarov (UZB, 2778)
16...f6, und zwei Felder kommen nicht zurück
Bis hierher fehlt Schwarz knapp ein halber Bauer, das ist eine Stellung, die man hält. stützt den Bauern e5 und wirkt solide. Der Preis steht nicht auf der Rechnung, sondern auf dem Brett: Der Bauer f7 war der einzige Stein, der e6 und g6 gedeckt hat. Auf f6 deckt er e5 und g5, wo ohnehin eigene Bauern stehen. e6 und g6 bleiben bis zum Schluss ohne jede Bauerndeckung, und der Läufer b3 zielt über c4 und d5 bereits auf das erste dieser Felder.
oder hätten die Stellung zusammengehalten. Danach hat Weiss einen Vorteil, der bis zum Schluss nicht mehr verschwindet, und Sindarov braucht keinen einzigen scharfen Zug mehr, um ihn auszubauen.
hat den Turm hinter den eigenen Springer gestellt. Solange der auf d2 steht, greift der Turm nichts an, und in dem Moment, in dem er wegzieht, steht er auf der schwarzen Dame. Deshalb geht sie mit und vorsorglich aus dem Weg. ist dabei der Zug, den auf diesem Niveau praktisch niemand spielt, und er ist der beste, etwa einen Viertelbauern vor den Alternativen: Der Turm tut auf e1 wenig, aber er räumt f1 für den Springer, , und von dort geht es über h2 nach g4. Bevor Sie einen Bauern vor Ihren König schieben, nennen Sie die zwei Felder, die er danach nicht mehr deckt.
GM Felix Blohberger (AUT, 2552)
GM Javokhir Sindarov (UZB, 2778)
Der eine Abtausch, den Schwarz nicht machen darf: 27...Le6
ist nicht der schärfste Zug, war etwa einen Drittelbauern mehr wert. Schwarz hätte mit bei rund einem Bauern Rückstand bleiben können, was in dieser Stellung noch lange kein verlorenes Spiel ist.
bietet den Abtausch der weissfeldrigen Läufer an, und das ist der eine Abtausch, den Schwarz sich hier nicht leisten kann. Sein König steht seit drei Zügen auf g6, und die Felder um ihn herum, e6, f5, g4 und h5, sind alle weiss. Nach gehören sie Weiss allein, und zehn Züge später steht die weisse Dame genau dort: erst auf g4, dann auf f5.
friert dazu den Bauern b7 für den Rest der Partie ein. Vorwärts kann er nicht, weil b6 besetzt ist, der Doppelschritt geht aus demselben Grund nicht, und schlagen kann er nur, wenn Weiss ihm etwas nach a6 oder c6 stellt. Weiss hat damit auf der siebten Reihe ein Ziel, das sich nie mehr bewegt. Bevor Sie einen gegnerischen Bauern angreifen, prüfen Sie, ob Sie ihn stattdessen festnageln können: Ein geschlagener Bauer bindet keine Figur mehr, ein eingefrorener bindet sie für immer.
GM Felix Blohberger (AUT, 2552)
GM Javokhir Sindarov (UZB, 2778)
Beide Türme wollen nach d6, nur einer gewinnt: 39.T5d6
stellt den Turm auf die siebte Reihe und greift genau den Bauern b7 an, der sich seit Zug 29 nicht mehr bewegen kann. deckt ihn und kostet fast zwei Bauern, weil der schwarze König danach ins Freie gezogen wird: und die Dame kommt über g4 und f5 nach. Sindarov wählt mit den ruhigeren Weg, der ebenfalls gewinnt.
Beide Türme greifen von d6 aus die Dame an, und trotzdem liegt zwischen ihnen über ein ganzer Bauer. lässt den Turm auf d7 stehen, und der ist der, um den sich alles dreht: , und der eingefrorene Bauer läuft durch. Nach fehlt dieser Turm auf der siebten Reihe, und Schwarz hält deutlich länger zusammen. Wenn zwei gleiche Figuren auf dasselbe Feld können, entscheidet nicht der Zug, sondern was auf dem Feld zurückbleibt, das sie verlassen.
erlaubt schliesslich das Matt: . ist dabei der einzige legale Zug. Der Bauer, den die Dame im 41. Zug schlägt, ist der von f7 nach f6, und das Schach davor kommt von g6, dem anderen Feld, das dieser Bauer gedeckt hat. hätte länger gedauert und nichts geändert.
GM Felix Blohberger (AUT, 2552)
GM Javokhir Sindarov (UZB, 2778)
Fazit
Blohberger hat bis in den siebenundzwanzigsten Zug hinein eine Stellung gehalten, die man verteidigen kann, und dabei nichts übersehen, was man einen Patzer nennen würde. Verloren hat er sie mit und , zwei Zügen, die beide solide aussehen und beide dasselbe tun: Sie geben weisse Felder her, auf denen sein eigener König steht. Sindarov, der ab November in Genf um den Weltmeistertitel spielt, gewinnt die Partie ohne einen einzigen spektakulären Zug, mit einem Zwischenschlag im dreizehnten, einem Turm nach e1, damit der Springer nach f1 kann, und einem Bauern nach b6, der einen gegnerischen für immer festnagelt. Drei Dinge zum Mitnehmen: In einer erzwungenen Folge zuerst das Schach, vor jedem Bauernzug vor dem eigenen König die beiden Felder nennen, die er aufgibt, und beim Figurentausch zuerst nachsehen, welche Farbe der eigene König dann noch deckt.
Züge
1-0
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