GM Sebastian Bogner (SUI, 2547) vs IM Frederick Waldhausen Gordon (SCO, 2455) · 1-0
Brett 1, Schweiz gegen Schottland · Französisch, Klassische Variante, Burn-Variante (C11)
Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.
Fünfte Runde, Brett 1, Schweiz gegen Schottland, beide Mannschaften mit sechs Matchpunkten angereist. Sebastian Bogner hatte Weiss gegen einen Internationalen Meister mit 2455 und bekam Französisch vorgesetzt, Burn-Variante: Schwarz gibt mit das Zentrum auf und baut dafür schnell und ohne Schwächen auf. Weiss rochierte lang, Schwarz kurz, und damit stand die Richtung der Partie fest.
Sie lief zunächst in die falsche. Im dreizehnten Zug begann Weiss den Angriff am Königsflügel, obwohl ein schwarzer Springer schon auf b4 neben dem eigenen König stand, und im sechzehnten Zug war die Stellung rund anderthalb Bauern schlechter. Der Weg zurück ging über ein Bauernopfer in der Mitte, zwei Züge, die auf diesem Niveau fast niemand wählt, und einen schwarzen Freibauern auf a2, den Weiss nicht schlug, sondern umstellte.
Der Flügelangriff, der zu früh kommt: 13.h4
Wer lang rochiert hat, greift am Königsflügel an, und ist der Zug, den man in dieser Struktur spielen möchte. Er hat nur einen Mangel: Er kümmert sich nicht um den Springer auf b4. Der steht bereits in der weissen Hälfte, zielt auf a2 und c2, und mit ...a5 und ...b5 bekommt er Verstärkung, die schneller ankommt als der Bauer h4.
Der richtige Zug war , und er ist keine Verteidigung, sondern eine Frage an den Springer: , und die Stellung ist ausgeglichen. Nach gehört der Angriff dem anderen. Es folgte , und an dieser Stelle steht Weiss anderthalb Bauern schlechter, ohne dass eine einzige Figur hängt: Die a-Linie ist offen, und der Springer b4 geht mit in einen Abtausch, der den weissen Königsläufer vom Brett nimmt.
Zählen Sie vor jedem Angriffszug am Flügel die gegnerischen Figuren, die schon in Ihrer eigenen Hälfte stehen. Eine reicht, um den Angriff zu verzögern, zwei reichen, um ihn zu widerlegen. Der Zug, der eine solche Figur wegschickt, ist das Tempo fast immer wert.
IM Frederick Waldhausen Gordon (SCO, 2455)
GM Sebastian Bogner (SUI, 2547)
Das Bauernopfer, das keiner spielt: 18.d5
Schwarz hat den gefährlichsten weissen Angreifer abgetauscht, die a-Linie halb geöffnet und einen gesunden Vorteil. Alles, was nach Halten aussieht, hält auch, aber nur für ein paar Züge: und kosten je rund einen halben Bauern und lassen Schwarz in Ruhe den Bauern a5 in Bewegung setzen. macht das Gegenteil und gibt einen Bauern her, um die Mitte aufzumachen, solange die eigenen Figuren noch besser stehen als die gegnerischen.
Der Preis ist echt, der Gegenwert auch. Nach ist der Bauer zurück, und statt einer passiven Stellung hat Weiss zwei Springer und eine Dame, die durch die Mitte arbeiten. Das ist der halbe Bauer Unterschied zu den ruhigen Zügen, und er wächst mit jedem Zug, den Schwarz ungestört am Damenflügel machen darf.
Kein Spieler dieser Stärke wählt hier freiwillig ein Opfer, und genau deshalb ist es der Zug. Wer schlechter steht, während der Gegner seinen Vorteil ordnet, braucht den Zug, der die Stellung öffnet, nicht den, der sie zumacht. Ein Bauer ist der übliche Preis dafür, und meistens zu billig.
Der Spieler dazu 2:01
Sebastian Bogner über das Bauernopfer: Er stand nach eigener Einschätzung klar schlechter und wusste, ohne dynamisches Spiel geht er unter. Der Witz an ist die Zugfolge — schlägt er zuerst mit dem Springer, stabilisiert Schwarz mit c6 und ihm fehlt nur ein Bauer. Und warum der strategische Fehler war, der ihm den starken Springer gegen den schlechten Läufer gab.
IM Frederick Waldhausen Gordon (SCO, 2455)
GM Sebastian Bogner (SUI, 2547)
Der Damenzug, den fast niemand findet: 20.De5
Die Dame stellt sich mitten ins Brett und greift vier Punkte gleichzeitig an: den Läufer e7, den Bauern d5, den Bauern c7 und den Bauern g7. Alle vier sind gedeckt, und trotzdem ist das der einzige Zug, der die Stellung hält. Die natürlichen Alternativen und sind gut anderthalb Bauern schlechter, weil sie Schwarz die Zeit schenken, die er braucht: .
Der Gegner musste sich um den Läufer e7 kümmern und wählte , was die Dame angreift und die Stellung kippen lässt. Denn jetzt zählt ein Detail: Der Springer auf e4 hängt am Bauern d5 und wird von der Dame e5 und vom Springer c3 gedeckt. Zieht die Dame weg, bleibt nur der Springer c3, und der reicht nicht. kostet eine ganze Figur, weil der Läufer c6 nach dem Bauernschlag wieder auf e4 zielt und der Bauer d5 nicht mehr im Weg steht.
Deshalb gibt es nur , und nach ist von Schwarz’ Vorteil nichts mehr übrig. Das Muster: Wenn eine Ihrer Figuren nur deshalb steht, weil eine zweite sie deckt, prüfen Sie vor jedem Damenzug, ob ein Schlagabtausch diese Deckung verändert. Ein Bauer, der schlägt, räumt eine Linie, und die Figur, die eben noch sicher stand, steht danach allein.
IM Frederick Waldhausen Gordon (SCO, 2455)
GM Sebastian Bogner (SUI, 2547)
Der Bauer auf a2, der nicht geschlagen wird: 25.Kb2
Ein Bauer auf a2, ein weisser König auf c1, und der Springer c3 kann ihn schlagen. Genau das verliert die Partie: Nach ist Weiss eine Figur hinten, denn der Turm a8 deckt den Bauern, und kein weisser Stein kommt nach a2 nach. Die meisten Spieler greifen hier trotzdem zu, weil ein Bauer auf der vorletzten Reihe nach Gefahr aussieht und nicht nach Beute.
macht aus der Gefahr eine Schwäche, ohne den Bauern anzufassen. Jetzt greifen König und Springer a2 an, gedeckt wird das Feld weiterhin nur vom Turm a8, und einen Zug später stimmt die Rechnung: gewinnt den Bauern sauber. Der Bauer, der eben noch die Partie entschied, ist damit nur noch ein Objekt, das nicht weglaufen kann.
In der Partie kam , das den eigenen Königsflügel ordnet und dem Bauern einen Zug schenkt, und Schwarz löste das Problem selbst: , und der Bauer, den Weiss im achtzehnten Zug gegeben hatte, war zurück und das Material gleich. Die Frage vor jedem Schlagen auf einem solchen Feld lautet immer gleich: Wie oft ist es angegriffen, wie oft gedeckt, und wer schlägt zuletzt? Hier dreht ein einziger Königszug die Antwort um.
IM Frederick Waldhausen Gordon (SCO, 2455)
GM Sebastian Bogner (SUI, 2547)
Sechs Königszüge von d2 nach d6
Zwischen dem neunundzwanzigsten und dem zweiundvierzigsten Zug passierte wenig Entscheidendes: Schwarz gab Schachs, Weiss lief mit dem König hin und her, und beide Seiten liessen Kleinigkeiten liegen. Entschieden wurde die Partie durch . Mit wäre der Vorsprung bei gut einem Bauern geblieben; nach dem Läuferzug folgte , und das Endspiel ist gut zwei Bauern wert.
Es ist materiell völlig gleich und trotzdem klar. Vier der fünf schwarzen Bauern stehen auf hellen Feldern, also auf der Farbe des eigenen Läufers, der Springer auf d4 hält den Bauern d5 auf und greift f5 an, und der Freibauer bindet den schwarzen Turm nach an die b-Linie. Zwei Figuren machen Arbeit, eine bewacht einen Bauern.
Der Rest ist das Muster jedes gewonnenen Endspiels: den König ins Spiel bringen. , , , , , , sechs Züge von d2 quer über das Brett, und Schwarz konnte in keinem davon etwas dagegen tun. Am Ende steht der weisse König mitten in der schwarzen Stellung, das Matt ist nicht mehr aufzuhalten, und Schwarz gab auf. Ziehen Sie den König, sobald die Damen vom Brett sind, und klären Sie die Bauernfragen danach.
IM Frederick Waldhausen Gordon (SCO, 2455)
GM Sebastian Bogner (SUI, 2547)
Fazit
Ein voller Punkt an Brett 1, und der Weg dorthin ist lehrreicher als das Resultat. Im sechzehnten Zug stand Weiss anderthalb Bauern schlechter, weil den Springer auf b4 überging. Zurück kam die Partie nicht über eine Kombination, sondern über drei Entscheidungen: tauschte einen Bauern gegen eine offene Mitte, stellte die Dame auf das einzige Feld, von dem aus sie Schwarz die Zeit für den a-Bauern nahm, und behandelte einen Freibauern auf a2 als Schwäche statt als Bedrohung. Georgiadis teilte an Brett 2, Peng gewann an Brett 3, Bänziger teilte an Brett 4, und mit dem Sieg am Spitzenbrett gewann die Schweiz das Match gegen Schottland mit 3 zu 1.
Züge
1-0
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