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Schacholympiade Samarkand 2026 · Runde 5 · Brett 4

Abdulla gegen Bänziger

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Live-Übertragung von lichess.org

FM Murad Abdulla (SCO, 2323) vs IM Fabian Bänziger (SUI, 2426) · ½-½

Brett 4, Schweiz gegen Schottland · Sizilianisch, Najdorf-Variante, Freak-Angriff (B90)

Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Fünfte Runde, Brett 4, Schweiz gegen Schottland, beide Mannschaften mit sechs Matchpunkten angereist. Fabian Bänziger hatte Schwarz gegen einen FIDE-Meister mit 2323 und bekam im sechsten Zug etwas zu sehen, das man auf diesem Niveau selten sieht: einen Turmzug. , im Katalog unter dem schönen Namen Freak-Angriff geführt, bereitet nichts weiter vor als den Bauernvorstoss g4.

Zwanzig Züge später war die Partie remis, und sie drehte sich von Anfang bis Ende um zwei Dinge, die h-Linie und das Feld d5. Schwarz beantwortete den Flügelangriff in der Mitte, tauschte alles ab, was auf d5 landete, und nahm am Ende die Zugwiederholung an.

Der Bauer, der g4 verbietet: 7...h5

Nach stand Weiss knapp vier Zehntelbauern besser, was für eine Eröffnung ein völlig normaler Betrag ist. Nach war davon fast nichts mehr übrig. Der Turm bewacht auf g1 keine einzige Linie, er wartet nur darauf, dass der Bauer vor ihm weggeht, und für dieses Warten gibt Weiss den Anzugsvorteil her.

Fast jeder Schwarzspieler antwortet hier und stellt den Läufer auf das Feld, um das es im Najdorf immer geht. Fabian Bänziger spielte , einen Zug, den auf diesem Niveau etwa einer von siebzig wählt. Er kostet fast nichts, einen Bruchteil eines Bauern, ist also Geschmackssache, und er verbietet Weiss den Vorstoss: Nach hat Schwarz zwei Bauern mehr und einen Turm mitten in der weissen Stellung. Weiss musste deshalb erst einschieben.

Ein Randbauer, der vorgeht, bevor der Gegner ihn dazu einlädt, ist im Sizilianischen ein normales Mittel und in der Praxis unangenehm zu behandeln. Zwei Fragen entscheiden, ob er richtig ist: Was kostet er an Struktur, und welchen Zug nimmt er dem Gegner weg? Hier lautet die Antwort ein Bruchteil eines Bauern gegen ein ganzes Tempo, und das ist ein guter Tausch.

FM Murad Abdulla (SCO, 2323)

IM Fabian Bänziger (SUI, 2426)

Nach 7.Sb3: Der Turm auf g1 wartet auf den Vorstoss g4. Schwarz am Zug.

Die Antwort steht in der Mitte: 10...d5

Mit führte Weiss seinen Plan aus und verlor dabei den Rest seines Vorteils. Der Abtausch öffnet die h-Linie, und darauf steht bereits ein schwarzer Turm, der bisher keinen Zug gemacht hat. Ab hier war die Partie ausgeglichen, und sie blieb es bis zum Schluss.

Der Zug, der das absichert, heisst . Nach geht die Mitte in dem Moment auf, in dem der weisse König noch auf e1 steht und der Turm g1 nur noch den eigenen Bauern g4 deckt. Alles andere lässt den Bauern g4 weiterlaufen: Nach muss der Springer von f6 zurück, und Weiss steht rund einen Bauern besser. Mit , oder geht es Schwarz nicht besser. Auf diesem Niveau wählt etwa einer von fünfundzwanzig den Vorstoss, alle anderen entwickeln eine Figur.

Die alte Regel, dass ein Flügelangriff in der Mitte beantwortet wird, ist deshalb so hartnäckig, weil sie fast immer konkret nachrechenbar ist. Wenn der Gegner Bauern am Flügel vorschiebt, suchen Sie zuerst den Hebel im Zentrum und rechnen ihn aus. Erst wenn er nicht funktioniert, entwickeln Sie eine Figur und verteidigen.

FM Murad Abdulla (SCO, 2323)

IM Fabian Bänziger (SUI, 2426)

Nach 10.hxg4: Die h-Linie ist offen, der Bauer g4 steht weit vorne, der weisse König noch auf e1. Schwarz am Zug.

Mit welcher Figur zurückschlagen? 11...Sxd5

Beide Rückschläge sehen vernünftig aus, und genau darum ist die Stellung gefährlich. hält das Gleichgewicht. verliert eine Figur, und zwar über eine simple Zählung: Auf d5 zielen Springer c3 und Dame d1, gedeckt wird das Feld von Springer f6 und Dame d8, zwei gegen zwei. Nach fällt einer der beiden Verteidiger weg, und danach ist der Läufer nicht mehr zu halten.

Die zäheste Fassung lautet , und dort hat Schwarz eine Figur für einen Bauern gegeben. Etwa einer von fünfzehn Spielern auf diesem Niveau greift trotzdem zum Läufer, und man versteht warum: Der Springer steht auf f6 gut, der Läufer auf e6 hat nichts zu tun, also nimmt der Läufer. Wer so entscheidet, hat die Figuren gezählt, die auf d5 zielen, aber nicht den Bauernzug, der einen Verteidiger davon wegschickt.

Die Prüfung vor jedem Rückschlag dauert zehn Sekunden: Wer greift das Feld an, wer deckt es, und welcher Bauernzug ändert diese beiden Zahlen? Hier stand g4 ein einziges Feld von g5 entfernt. Nach waren die Damen weg und die Partie sauber ausgeglichen.

FM Murad Abdulla (SCO, 2323)

IM Fabian Bänziger (SUI, 2426)

Nach 11.exd5: Springer f6 oder Läufer e6, einer von beiden holt den Bauern. Schwarz am Zug.

Der Läufer jagt den Turm: 16.Lb6

Der Turm auf d8 ist vom König gedeckt, doch ein Läufer, der einen Turm schlägt, gewinnt auch dann die Qualität, also muss der Turm weg. geht auf das Feld, das der Läufer von c5 aus erreicht, und damit steht der Weg fest: , und die Stellung ist zum dritten Mal dieselbe. Der Läufer pendelt zwischen zwei Diagonalen, der Turm zwischen zwei Feldern, und niemand kann dem anderen dabei etwas anhaben.

Zwei Drittel der Spieler wählen hier , und dieses Feld erreicht der Läufer von keiner der beiden Diagonalen. Der Unterschied zu ist ein Bruchteil eines Bauern, also kein Fehler, sondern eine Entscheidung. Zu spielen gab es noch etwas: Nach nimmt der Turm den Bauern g4 aufs Korn, und in der Bauernstruktur hat Weiss drei gegen zwei am Damenflügel, Schwarz drei gegen zwei am Königsflügel. Beide Könige stehen dabei auf dem Damenflügel, wo ein Vorstoss zuerst die eigene Stellung öffnet.

Bevor Sie in einer ausgeglichenen Stellung eine Wiederholung annehmen, zählen Sie auf, was noch drin ist. Zwei Dinge wie eine offene Linie und eine Mehrheit auf dem gegenüberliegenden Flügel reichen für zwanzig weitere Züge. Fällt Ihnen nichts ein, ist der halbe Punkt ehrliche Arbeit und kein Verzicht.

FM Murad Abdulla (SCO, 2323)

IM Fabian Bänziger (SUI, 2426)

Nach 16.Lb6: Der Läufer greift den Turm auf d8 an. Schwarz am Zug entscheidet über den Ausgang.

Fazit

Zwanzig Züge, kein einziger Fehler, ein halber Punkt mit Schwarz. Die Substanz der Partie liegt zwischen dem siebten und dem elften Zug: verbot den Vorstoss g4, bis Weiss ihn mit vorbereitet hatte, beantwortete ihn in der Mitte, und war der Rückschlag, der als einziger hält. Wer die Partie schnell durchklickt, sieht ein kurzes Remis; wer bei Zug elf anhält, sieht die Arbeit, die dahintersteckt. Dass Fabian Bänziger an Brett 4 gegen gut hundert Elopunkte weniger die Wiederholung annahm, war eine Frage der Gesamtlage im Match: Die drei anderen Bretter gegen Schottland liefen zu diesem Zeitpunkt noch.

Züge

½-½

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