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Schacholympiade Samarkand 2026 · Runde 4 · Brett 2

Georgiadis gegen Jimenez Garcia

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Live-Übertragung von lichess.org

GM Nico Georgiadis (SUI, 2535) vs IM Emmanuel Jimenez Garcia (CRC, 2380) · 1-0

Brett 2, Schweiz gegen Costa Rica · Sizilianisch, Beschleunigter Drache, Maroczy-Aufbau (B38)

Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Nach der Niederlage gegen Aserbaidschan brauchte die Schweiz gegen Costa Rica einen Sieg an einem der oberen Bretter, und Nico Georgiadis hatte Weiss gegen einen Internationalen Meister mit 2380. Er wählte gegen den Beschleunigten Drachen den Maroczy-Aufbau mit : viel Raum, wenig Taktik und eine Stellung, in der Schwarz um jedes Feld bitten muss.

Die Partie ist ein Lehrstück über einen einzigen Läufer. Mit tauschte Weiss den Läufer g7 ab, den Schwarz im Drachen am wenigsten entbehren kann, und die schwarze Königsstellung blieb dunkelfeldig kahl. Neunzehn Züge später stand die weisse Dame auf e6 und Schwarz gab auf.

Den Drachenläufer abtauschen: 12.Lh6

Der Läufer auf g7 ist im Drachen die Hälfte des Konzepts. Er hält h8 bis a1 zusammen, er deckt den König, und er ist der Grund, warum Schwarz den Raumnachteil im Maroczy-Aufbau überhaupt aushält. Mit und hat Weiss den Springer g4 zurückgeschickt und den Läufer auf die Diagonale c1 bis h6 gestellt, und zwingt den Abtausch: Der Läufer g7 darf nicht ausweichen, ohne dass h6 hängenbleibt.

Nach ist der Rückschlag mit der Dame der einzige vernünftige Zug, und er ist auch der beste. Die Dame steht auf h6 nicht schön, sondern nützlich: Sie schaut auf f8 und h7, sie hindert Schwarz an der kurzen Rochade, und sie kommt später über e3 und e6 wieder ins Spiel. Genau dieser Weg entschied die Partie.

Für die eigene Praxis: Gegen den Drachen und den Beschleunigten Drachen ist der Abtausch des Läufers g7 fast immer ein Erfolg, selbst wenn er Sie zwei Tempi kostet. Und umgekehrt, mit Schwarz: Wenn der Gegner Le3 und Dd2 aufbaut, ist Lh6 die Drohung, gegen die Sie einen Plan brauchen, bevor sie kommt.

IM Emmanuel Jimenez Garcia (CRC, 2380)

GM Nico Georgiadis (SUI, 2535)

Nach 13.Dxh6: Der Läufer g7 ist weg, die schwarzen dunklen Felder sind es auch. Schwarz am Zug.

Ein Rückzug, der angreift: 16.Ld1

Schwarz hat mit und den Springer b3 vertrieben und Raum am Damenflügel genommen. Der Bauer a4 ist der Preis dafür: Er steht weit vorne, und ausser dem Turm a8 deckt ihn nichts. Ein Viertel der Spieler rochiert hier, ein weiteres Viertel stellt den Läufer auf d3, und beides ist ordentlich.

ist besser, und zwar um ungefähr einen Fünftelbauern, was in dieser Stellung nicht viel ist, in der Idee aber alles. Der Läufer geht auf die Grundreihe zurück und richtet sich dabei über c2 und b3 auf den Bauern a4. Weiss gewinnt ihn nicht sofort, er nagelt ihn fest, und sieben Züge später steht der Läufer tatsächlich mit auf diesem Feld.

Rückzüge haben einen schlechten Ruf, weil sie nach verlorener Zeit aussehen. Zeit verlieren Sie aber nur, wenn die Figur hinterher weniger tut als vorher. Fragen Sie bei jedem Rückzug, worauf die Figur am neuen Ort zielt: Ein Läufer, der nach hinten geht und dabei einen Bauern ins Visier nimmt, hat kein Tempo verloren, sondern eine Aufgabe bekommen.

IM Emmanuel Jimenez Garcia (CRC, 2380)

GM Nico Georgiadis (SUI, 2535)

Nach 15...Sd4: Der Bauer a4 ist weit vorgerückt, nur der Turm a8 deckt ihn. Weiss am Zug.

Der Königsjäger: 24.Lxd7+

Schwarz hat mit , und drei Züge in eine Jagd auf die weissen Bauern gesteckt und dabei zwei Dinge vergessen: Sein König steht noch auf e8, weil die weisse Dame ihm von h6 aus neun Züge lang die Rochade verwehrt hat, und dieselbe Dame steht jetzt auf e3, auf der Linie des Königs. Die Dame b2 und der Springer a3 stehen am anderen Ende des Bretts.

ist der Zug, der beides verbindet. Er nimmt den letzten Verteidiger und zieht den König auf ein Feld, auf dem er im Weg steht: , und der Turm hat freie Bahn. Nur gut ein Drittel der Spieler schlägt hier, die anderen suchen nach etwas Grösserem, und die Stellung wird dadurch nur langsamer.

Die Lehre ist eine Zählaufgabe, keine Kombinationsaufgabe. Wenn der Gegner mit Dame und Springer an Ihrem Damenflügel arbeitet, zählen Sie, wie viele seiner Figuren noch in der Nähe seines Königs stehen. Steht dort nur eine, ist der Abtausch dieser einen Figur meist stärker als jede Verteidigung Ihrer Bauern.

IM Emmanuel Jimenez Garcia (CRC, 2380)

GM Nico Georgiadis (SUI, 2535)

Nach 23...Sa3: Schwarz jagt am Damenflügel, sein König steht noch in der Mitte. Weiss am Zug.

Der einzige Turmzug: 26.Tb3

Der Turm auf c3 muss weg, und es gibt genau einen Zug, der die Partie gewonnen hält: . Er rettet den Turm und greift gleichzeitig die Dame an, und dieses eine Tempo ist der ganze Unterschied. Weiss steht danach gut vier Bauern besser.

Die naheliegenden Alternativen werfen alles weg. Nach kommen die Damen vom Brett, der Springer c2 steht mitten in der weissen Stellung, und aus der Gewinnstellung ist eine ausgeglichene geworden. endet genauso: Schwarz ist zurück im Spiel und Weiss hat nichts mehr.

Sobald eine Figur angegriffen ist, sucht man einen sicheren Platz für sie und hört dort auf zu denken. Suchen Sie stattdessen das sichere Feld, von dem die Figur selbst etwas angreift. In Stellungen, in denen der Gegner nur ein Tempo vom Gegenspiel entfernt ist, ist das regelmässig nicht ein guter Zug unter mehreren, sondern der einzige.

IM Emmanuel Jimenez Garcia (CRC, 2380)

GM Nico Georgiadis (SUI, 2535)

Nach 25...Thc8: Der Turm c3 ist zweimal angegriffen und nur einmal gedeckt. Weiss am Zug.

Nicht der Bauer, der König: 27.e5

Vierundneunzig von hundert Spielern nehmen hier mit den Bauern, weil er mit Schach fällt und weil Material zählbar ist. Der Zug gewinnt auch. Er gewinnt nur langsamer als , und Langsamkeit ist gegen einen König in der Mitte das Einzige, was noch schiefgehen kann.

Der Grund steht auf d7. Der schwarze König hat kein einziges ruhiges Feld, und baut die Strasse, auf der er gejagt wird: Der Bauer geht nach e6, die e-Linie geht auf, und die Dame kommt über e3 nach e6. In der Partie folgte , und Schwarz gab auf: Nach ist die Dame weg.

Merken Sie sich die Reihenfolge, nicht die Züge. Wenn der gegnerische König in der Mitte steht und Sie klar besser sind, ist der Bauer, der gerade hängt, der langsamste Gewinnversuch auf dem Brett. Zählen Sie zuerst die Felder, die dem König bleiben; erst wenn es genug sind, zählen Sie Material.

IM Emmanuel Jimenez Garcia (CRC, 2380)

GM Nico Georgiadis (SUI, 2535)

Nach 26...Dxa2: Der Bauer b7 hängt, der schwarze König steht auf d7. Weiss am Zug.

Fazit

Der sauberste Schweizer Sieg dieser Olympiade bisher, und er kommt ohne eine einzige Kombination aus. Nico Georgiadis baute den Maroczy-Aufbau, tauschte mit den Läufer ab, der die schwarze Königsstellung zusammenhält, stellte mit den Bauern a4 kalt und liess sich von der schwarzen Damenjagd am Damenflügel nicht aus dem Konzept bringen. Als es exakt sein musste, war es exakt: war der einzige Zug, der den Gewinn hielt, und war mehr wert als der Bauer, den fast jeder genommen hätte. Mit diesem Punkt an Brett 2 gewann die Schweiz das Match gegen Costa Rica mit 2,5 zu 1,5.

Züge

1-0

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