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Schacholympiade Samarkand 2026 · Runde 11 · Brett 2

Vazquez gegen Georgiadis

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Live-Übertragung von lichess.org

IM Facundo Vazquez (URU, 2411) vs GM Nico Georgiadis (SUI, 2535) · ½-½

Brett 2, Schweiz gegen Uruguay · Katalanisch, Offene Verteidigung, Klassische Linie (E05) · 90 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten, plus 30 Sekunden pro Zug

Von Bogner AI Coach KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Runde 11, die Schlussrunde in Samarkand, Schweiz gegen Uruguay. An Brett 2 sitzt Nico Georgiadis mit Schwarz gegen IM Facundo Vazquez. Zwei Bretter über ihm hat Sebastian Bogner gegen den 65 Punkte höher gerateten Georg Meier gerade auf ein technisches Remis eingelenkt, und die Frage an Brett 2 lautet: reicht der halbe Punkt aus einem Katalanen mit Schwarz, oder holt Nico mehr, was das Rating erlauben würde.

Es kam die offene Variante mit , und Nico spielte im 7. Zug den Läufer gegen den Springer, um die weissen a-Bauern zu doppeln. Bis zum 20. Zug spielten beide Seiten, was sie spielen mussten, und die Stellung stand am Nullpunkt. Auf dem 21. Zug lief die Uhr, und Nico dachte lange.

Der Läufer für den Springer: 7...Lxa3

Der Katalane in der offenen Variante lebt von einer alten Rechnung: Schwarz nimmt im 6. Zug den Bauern auf c4, und Weiss holt ihn mit dem Springer nach a3 zurück. Die Standardantwort ist , der Läufer gegen den Springer, damit Weiss mit dem Bauern zurückschlagen muss und sich die a-Bauern doppelt.

Nico spielte den Zug in zweiundzwanzig Sekunden. Der Preis ist das Läuferpaar; die Gegenleistung sind die Doppelbauern auf a2 und a3, die die ganze Partie stehen bleiben, und die c-Linie, die für den schwarzen Turm offen ist. Der Zug ist an dieser Stelle die Hauptlinie, und Nico wollte den Positionstyp, den er ihm liefert: eine Stellung mit zwei kleinen Ungleichgewichten, in der beide Seiten arbeiten müssen.

Die Regel gilt breiter: Wenn ein Springer an den Rand geht, um einen Bauern zu holen, ist der Läufer gegen den Springer meistens die richtige Wahl, sobald der Rückschlag die weisse Struktur beschädigt. Ein Bauer, der doppelt steht, arbeitet weniger als ein Bauer, der einzeln steht, und der Unterschied wiegt in der Regel mehr als der Läufer, den man dafür hergibt.

IM Facundo Vazquez (URU, 2411)

GM Nico Georgiadis (SUI, 2535)

Nach 7.Sa3: Der Springer holt den Bauern auf c4, und Schwarz muss entscheiden, mit welcher Figur er antwortet.

Vierzehn Minuten für 21...Sa4

Nach dem doppelten Turmtausch auf der a- und der b-Linie stand die Stellung am Nullpunkt, und Schwarz hatte zwei natürliche Züge: , den Damentausch aus eigener Hand, oder , der die weisse Dame angreift und den Damentausch dem Gegner überlässt.

Nico entschied sich nach vierzehn Minuten für . Der Zug ist keine grosse Sünde, aber er ist der schlechtere der beiden. Nach hat Weiss den Bauern b7 in der Hand, und Schwarz braucht sechs präzise Züge, um sich mit , dann den weissen a-Bauern zurückzuholen. In der Hauptlinie steht die Stellung ausgeglichen mit den Bauern auf c5 und auf a2 als beiderseitige Ziele, und Schwarz muss nicht zurückholen, was er nie hergegeben hat.

Was die beiden Züge trennt, ist gut ein Drittelbauer, also wenig. Was die Uhr trennt, ist mehr: nach stand Nico bei zehn Minuten für die letzten neunzehn Züge, und die 30-Sekunden-Zugabe fängt in dieser Stellung an, mitzurechnen. Die Regel für solche Weichenstellungen: wenn zwei plausible Züge auf dem Brett liegen und die Uhr läuft, ohne dass eine Entscheidung fällt, ist meistens die einfachere Fortsetzung die richtige. Der Tausch, den Schwarz spielt, ist der Tausch, den Schwarz kontrolliert.

IM Facundo Vazquez (URU, 2411)

GM Nico Georgiadis (SUI, 2535)

Nach 21.Txb4: Die Damen stehen einander gegenüber, das Material ist ausgeglichen. Schwarz am Zug, mit knapp 25 Minuten auf der Uhr.

Die Rechnung geschlossen: 27...Sxa2

Von an hat Nico einen einzigen Plan verfolgt: mit dem Springer über c3 zurück nach a2, mit dem Läufer nach c6 gegen den weissen Turm, mit dem Bauern nach d5 gegen das weisse Zentrum. Sechs Züge, die alle die stärksten waren, und im 27. Zug steht die Rechnung: holt den Bauern zurück, und die Stellung ist wieder ausgeglichen.

Der Zug sieht unspektakulär aus, aber er ist die Antwort auf . Was Schwarz sechs Züge zuvor an Struktur hergab, gewinnt er hier zurück. Nach haben beide Seiten vier Bauern, der schwarze Läufer auf c6 steht auf einer offenen Diagonalen, der weisse Turm auf b6 findet kein Ziel, und die Partie ist reif für die Wiederholung.

Die Regel für die Verteidigung nach einem Nachteil, den man selber verursacht hat: das Material, das man verloren hat, ist die Rechnung, die man schliessen muss, bevor man an das nächste Ziel denkt. Der Springer, der sich sechs Züge lang um den weissen Bauern a2 bewegte, ist die Rechnung, die Nico geschlossen hat.

IM Facundo Vazquez (URU, 2411)

GM Nico Georgiadis (SUI, 2535)

Nach 27.Lf3: Der Bauer auf a2 hängt, und der Springer auf c3 hält ihn im Blick. Schwarz am Zug.

Die Wiederholung: 33...Se4

Von Zug 29 an pendelten die Figuren um den Nullpunkt: der weisse Springer von f3 nach f1 nach e3, der weisse Turm von b3 nach b6 und zurück, der schwarze Springer von a2 nach c3 nach e4. Nichts davon war zufällig, und beide Seiten sahen, dass keiner den ersten Schritt aus der Balance machen wollte.

Nico spielte , den Zug, mit dem die Stellung zum zweiten Mal identisch stand, und Vazquez antwortete . Damit gaben sich beide die Hand. Die schwarze Uhr zeigte 4:30, die weisse 18:06.

Die Regel für die Wiederholung ist alt: wenn das Material zählt, die Figuren sich decken und der Gegner die Wiederholung anbietet, nimmt man sie beim zweiten Mal an. Man sucht nicht den einen Zug, der die Balance verschiebt, weil es ihn nicht gibt, und die Suche kostet die Uhr, die man in dieser Runde noch nicht ausgereizt hat.

IM Facundo Vazquez (URU, 2411)

GM Nico Georgiadis (SUI, 2535)

Nach 33.Tb3: Die Stellung nach 31.Tb3 kommt zum zweiten Mal auf das Brett. Schwarz am Zug, mit viereinhalb Minuten auf der Uhr.

Fazit

Ein halber Punkt an Brett 2 mit Schwarz gegen einen IM, den Nico auf dem Papier schlagen sollte, und ein halber Punkt, den er nach dem 21. Zug so gut wie ausrechnen musste. verschiebt gut einen Drittelbauer auf die weisse Seite und kostet zehn Minuten von den vierundzwanzig, die Schwarz an dieser Stelle noch hatte; danach war die Frage nicht mehr, ob mehr geht, sondern ob der Bauer, den man hergab, zurückkommt. Er kam zurück, mit , und die Wiederholung war der ehrliche Schluss.

Vazquez spielte die ganze Partie über die einfachen Züge, keiner davon gab die Stellung her und keiner gewann sie auch; für einen IM gegen einen um hundertvierundzwanzig Punkte höher gerateten Gegner ist das die richtige Ansage. Für die Mannschaft geht der halbe Punkt an Brett 2 neben dem halben Punkt an Brett 1 in die Tabelle, und die Uhr, die in dieser Olympiade schon mehrmals gegen Nico entschieden hat, kam auch hier näher, aber diesmal war die Balance vor der Zeitnot geklärt.

Züge

½-½

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Die Schweiz spielte mit vier Spielern. Jede Partie ist einzeln kommentiert.