WGM Joanna Worek (CZE, 2278) vs GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495) · ½-½
Brett 1, Schweiz gegen Tschechien, Frauenturnier · Damenbauernspiel, Zukertort-Variante (D02)
Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.
Runde 4 des Frauenturniers, Tisch 13, Schweiz gegen Tschechien, beide Mannschaften mit fünf Punkten angereist: GM Alexandra Kosteniuk sass an Brett 1 mit Schwarz gegenüber WGM Joanna Worek, 217 Elopunkte tiefer eingestuft. Weiss baute ein ruhiges Damenbauernspiel auf, Springer f3, Bauer e3, Läufer d3, ein Aufbau, in dem zwanzig Züge lang nichts passieren muss.
Im achten Zug passierte trotzdem etwas. Danach hatte Schwarz einen Bauern mehr, gab den Vorteil über fünf ruhige Züge wieder ab, stand ein ganzes Endspiel lang korrekt und verlor die Partie im 39. Zug an einen einzigen Bauernvorstoss. Vier Züge später bekam sie sie zurück.
Zwei Figuren hängen: 8.g4
Weiss hat mit einen Springer mitten in die schwarze Stellung gesetzt, Schwarz hat ihn mit angegriffen, und statt ihn zurückzunehmen greift den Läufer f5 an. Zwei Figuren hängen gleichzeitig. Wer in solchen Stellungen zuerst die eigene rettet, verliert das Rennen fast immer.
Es gibt genau einen Zug: . Die Folge lässt Schwarz mit einem sauberen Mehrbauern und zwei Bauern im Zentrum zurück. Der natürliche Abtausch dagegen kostet die Partie ihren roten Faden: nach ist Weiss selbst einen Bauern vorne und hat beide Läufer. Der Unterschied zwischen den beiden Zügen beträgt gut zwei Bauern, das ist keine Geschmacksfrage.
Fürs eigene Spiel: Wenn zwei Figuren gleichzeitig angegriffen sind, zählen Sie die Schlagreihenfolge aus, bevor Sie irgendetwas in Sicherheit bringen. Der Zug, der zuerst schlägt, bestimmt, welche Rechnung am Ende auf dem Brett steht.
WGM Joanna Worek (CZE, 2278)
GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495)
Ein Mehrbauer ist noch kein Vorteil
Die Stellung stellt eine einzige Frage: Figuren entwickeln oder die Spannung im Zentrum lösen. Die Bauern e5 und e4 stehen verdoppelt, aber sie nehmen den weissen Figuren die Felder d3, f3 und f4 weg. Der schwarze Läufer gehört nach d6, wo er auf h2 zielt und den König zur langen Rochade freimacht.
Genau dieser Zug, , war der beste, und er war es im elften Zug schon einmal gewesen. Gespielt wurden , dann , dann , dann . Kein einziger davon ist ein Fehler, und keiner verliert mehr als einen kleinen Bruchteil eines Bauern. Zusammen ergeben sie den ganzen Vorteil: Nach fünfzehn Zügen war die Partie wieder ausgeglichen, obwohl Schwarz den Bauern noch hatte.
Als der Läufer im sechzehnten Zug dann doch nach d6 kam, war er nur noch ein Abtauschangebot: . Ein Mehrbauer ist eine Hypothek auf später, mehr nicht. Solange die eigenen Figuren zu Hause stehen und der König in der Mitte, ist er eine Zahl, kein Vorteil, und er verschwindet nicht, weil man ihn verliert, sondern weil die Stellung drumherum gewöhnlich wird.
WGM Joanna Worek (CZE, 2278)
GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495)
Der Freibauer, der einen Zug zu früh lief: 39...h3
Nach dem Damentausch im 22. und dem Turmtausch im 26. Zug stand ein Endspiel Turm und Springer gegen Turm und Läufer, materiell gleich. Schwarz schob den h-Bauern los, und , und als Weiss mit einen Bauern nahm, kamen mit zwei zurück. Jetzt ist Schwarz einen Bauern vorne, und h4 ist der einzige Freibauer auf dem Brett.
Die Stellung hält genau einen Zug aus: . Der Turm greift den Läufer e4 an, und erst dieses Tempo macht den Bauern schnell: , und Schwarz bleibt mit ausgeglichener Stellung einen Bauern vorne. Gespielt wurde sofort, und der Turm auf g1 bekam den ganzen Zug geschenkt.
Er benutzte ihn: stellt den Turm auf die achte Reihe und greift dabei den Springer e8 an. Nach hat Schwarz genau einen legalen Zug, , und holt den Freibauern ab. Der Bauer fällt in beiden Varianten, der Unterschied liegt in den Figuren: Hier steht danach der weisse König auf e5 mitten im Zentrum, der schwarze am Rand und der Springer auf g7 im Weg. Aus einer ausgeglichenen Stellung ist bei gleichem Material eine gewonnene geworden. Ein Freibauer läuft nie von allein: Suchen Sie zuerst den Zug, der die gegnerischen Figuren beschäftigt, und schieben Sie danach.
WGM Joanna Worek (CZE, 2278)
GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495)
43.d5 und der halbe Punkt zurück
Weiss steht auf Gewinn und muss nur die Reihenfolge einhalten: erst die Figuren, dann der Bauer. treibt den schwarzen König auf h3 an den Rand, und der Freibauer d5 läuft los, während dieser König weit weg vom Geschehen steht. Gespielt wurde sofort.
Der Unterschied ist ein einziges Tempo, und es gehört dem Verteidiger. Nach kommt Schwarz zweimal mit Schach zum Zug, treibt den weissen König aus dem Zentrum und stellt mit dem eigenen Bauern auf c5 nebenbei die Blockade auf. Die Stellung ist wieder ausgeglichen.
Von da an spielte Kosteniuk bis zum Schluss keinen zweiten Zug daneben. Der Springer nahm den Posten vor dem Freibauern ein, , und ein Läufer allein kommt an einem blockierenden Springer nicht vorbei. Auch der letzte Zug war der einzige, der hält: statt , was die Figur kostet. Nach einigten sich beide; in der Schlussstellung ist erzwungen, denn gabelt König und Springer.
WGM Joanna Worek (CZE, 2278)
GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495)
Fazit
Eine Partie, in der der halbe Punkt zweimal die Seite wechselte: Kosteniuk holte aus der Eröffnung einen Bauern, liess ihn über fünf ruhige Züge zu einer blossen Zahl werden, verteidigte ein langes Endspiel korrekt und gab es mit aus der Hand. Vier Züge später kam es mit zurück, und ab diesem Moment stimmte jeder Zug. Ein Remis mit Schwarz an Brett 1, während die Bretter 2 und 3 gewinnen: So gewinnt man Mannschaftskämpfe, hier 3 zu 1 gegen Tschechien.
Züge
½-½
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