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Schacholympiade Samarkand 2026 · Frauen · Runde 4 · Brett 3

Lhotska gegen Hryzlova

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Live-Übertragung von lichess.org

WFM Anna Lhotska (CZE, 2149) vs WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254) · 0-1

Brett 3, Schweiz gegen Tschechien, Frauenturnier · Sizilianisch, Najdorf-Variante, Englischer Angriff (B90)

Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Runde 4 des Frauenturniers, Tisch 13, Schweiz gegen Tschechien, beide Teams mit fünf Mannschaftspunkten: WIM Sofiia Hryzlova sass an Brett 3 mit Schwarz gegenüber WFM Anna Lhotska und stellte den Najdorf aufs Brett. Weiss wählte den Englischen Angriff, den Aufbau mit Le3, f3 und langer Rochade, dessen ganzer Ehrgeiz in einem einzigen Vorstoss steckt, dem Bauernsturm mit g4.

Genau diesen Vorstoss hatte Schwarz mit verboten. Weiss spielte ihn im zwanzigsten Zug trotzdem, verlor den Bauern im Vorbeigehen und mit ihm den Faden der Partie. Was folgt, ist eine Lehrstunde in Verwertung mit einem einzigen Wackler: eine erzwungene Abwicklung, in der ein Springer zwei Türme zugleich angreift, und am Ende ein Wettrennen, das Schwarz vorher ausgezählt hatte.

Der Bauer, der g4 verbietet: 8...h5

Der Englische Angriff lebt von einem Plan: lange Rochade, dann g4 und g5, der Springer f6 wird vertrieben, die Linien am Königsflügel gehen auf. nimmt diesen Plan beim Wort und verbietet g4, bevor es überhaupt vorbereitet ist. Viele würden hier zuerst spielen und den Bauern noch zu Hause lassen; der Unterschied ist reine Geschmackssache, beide Wege sind vollwertig.

Mit wurde das Verbot dauerhaft: Der Bauer stand nun so, dass jedes g4 im Vorbeigehen geschlagen werden kann. Als trotzdem kam, antwortete , und der neue Bauer auf g3 war nicht mehr zu vertreiben: greift ihn an, deckt ihn und schaut dabei schon nach f4. Weiss hat den Sturm bezahlt, mit einem sauberen Bauern und mit den Feldern f4 und g3 obendrein.

Die Lehre reicht über diese Variante hinaus: Ein Durchbruch, gegen den der Gegner vorgebaut hat, wird nicht dadurch spielbar, dass man ihn trotzdem ausführt. Zählen Sie vor jedem Bauerndurchbruch sämtliche Schlagfälle, auch den im Vorbeigehen; er ist der am häufigsten übersehene Zug im Klubschach.

WFM Anna Lhotska (CZE, 2149)

WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254)

Nach 20...hxg3, im Vorbeigehen geschlagen: Der Sturm ist vorbei, bevor er begann. Weiss am Zug.

Die Dame zielt auf g1: 22...Db6

Nach stand die Frage, wie der Mehrbauer zu etwas Bleibendem wird. sieht aus wie ein Damenflügelzug und meint das andere Brettende: Auf der Diagonalen von b6 nach g1 steht keine einzige Figur mehr im Weg, am Ende der Diagonalen steht der weisse Turm, und unterwegs liegt das Einbruchsfeld f2. Kein anderer Zug kommt heran; der Abstand zum nächstbesten beträgt einen guten Bauern.

Die zäheste Verteidigung war , die Dame deckt f2 am besten selbst, angenehm wird die weisse Stellung aber auch damit nicht mehr. Gespielt wurde , und darauf kam : Der Springer steht dort vom Bauern e5 gedeckt, greift den Läufer an und lässt sich nicht mehr verjagen. Nach eskortieren Springer und Läufer gemeinsam den Bauern g3, und die weissen Figuren sind auf reine Verteidigung zurückgeworfen.

Mit brach die Dame ein und holte sich mit den zweiten Bauern; klar besser blieb Schwarz dabei, aber ein Stück des Vorteils blieb liegen, denn zuerst hätte zusätzlich eine zweite Front gegen den weissen König eröffnet. Die Reihenfolge ist die Lektion: Ein erobertes Einbruchsfeld läuft nicht davon. Wer vor dem Einbruch noch eine zweite Schwäche schafft, gewinnt hinterher schneller.

WFM Anna Lhotska (CZE, 2149)

WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254)

Nach 23...Sf4: Der Springer steht vom Bauern e5 gedeckt, die Diagonale nach g1 bleibt offen. Weiss am Zug.

Ein Springer, zwei Türme: 31...Sf2

Mit gewann der Läufer Zeit gegen die Dame, und Weiss bot mit den Damentausch an, einen Zug, der nach Erleichterung aussieht. Er war der Anfang vom Ende: , und von f2 greift der Springer beide Türme zugleich an, den auf d1 und den auf h1.

Der Springerzug ist der einzige, der die Idee zusammenhält, denn der Läufer d2 hängt während der ganzen Folge. Nach dreht die Partie sogar: Der Läufer geht entschädigungslos verloren, und aus zwei Mehrbauern wird eine Minusfigur. In der Partie folgte , Turm gegen Springer, und zusammen mit dem Bauern aus dem zwanzigsten Zug ist Schwarz nun Qualität und Bauer vorn.

Rechnen Sie erzwungene Folgen bis zum letzten Schlagfall, und bewerten Sie erst dort. Wer bei aufhört, sieht einen simplen Damentausch. Wer bis weiterzählt, sieht die gewonnene Qualität und versteht, dass der Tausch kein Zugeständnis war, sondern der erste Zug einer Kombination.

WFM Anna Lhotska (CZE, 2149)

WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254)

Nach 31.Td1: Schwarz am Zug findet den Springerzug, der beide Türme gleichzeitig angreift.

Ein Sicherheitszug zu viel: 33...f6

Qualität und Bauer mehr, alle weissen Figuren in der Defensive: Zeit, den Gewinn zu ordnen. wirkt wie genau so ein Ordnungszug, deckt aber einen Bauern, den niemand angriff, und gab die Hälfte des Vorsprungs zurück: Aus gut drei Bauern Vorteil wurden etwa anderthalb.

Der Preis ist das Tempo. Mit hätte Weiss den Läufer quer übers Brett gescheucht und sich dabei entwirrt, der Turm kommt ins Spiel, der Springer kehrt in die Mitte zurück. Richtig war , der dem Bauern f5 die Frage stellt und dem eigenen König das Feld h7 öffnet; der Vorteil bliebe vollständig erhalten. Gespielt wurde stattdessen , und nach war das Fenster wieder zu; legte den Damenflügel still, und der König wanderte in Ruhe Richtung Zentrum.

Sicherheitszüge brauchen in Gewinnstellungen dieselbe Rechtfertigung wie Opfer: einen konkreten gegnerischen Plan, den sie verhindern. Fragen Sie vor jedem solchen Zug, was genau droht. Auf gab es darauf keine Antwort, und das ist das zuverlässigste Zeichen, dass ein stärkerer Zug bereitliegt.

WFM Anna Lhotska (CZE, 2149)

WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254)

Nach 33...f6: Ein Bauer gedeckt, den niemand angriff. Weiss am Zug bekommt Zeit, sich zu ordnen.

Ein Wettrennen, das keines ist

Die Schlussphase ist Buchhaltung, und sie beginnt mit einem Tausch: holte den einzigen aktiven weissen Turm vom Brett. Danach kam der eigene über die offene Linie: , dann und hinein in den Rücken der weissen Stellung. Weiss sammelte unterdessen mit dem Läufer die Bauern b5 und a4 ein und begann selbst zu rennen.

Es rannten beide Seiten, aber nur eine hatte gerechnet: , und der Turmzug beendet das Rennen nebenbei, denn der Springer auf h5 hat kein einziges Feld mehr: g3 gehört dem Läufer, f4 dem Bauern e5, f6 dem König, g7 dem Turm. lief weiter, nahm die Figur, und seither ist Schwarz einen ganzen Turm für einen Bauern vorn.

Die weissen Freibauern sahen einen Moment lang schnell aus, und sind verbunden und weit. Aber bewacht das Umwandlungsfeld, und hält beide Bauern allein auf: Er blockiert b5 mit dem eigenen Körper und deckt a7 gleich mit. Danach war nichts mehr zu spielen. Zählen Sie bei jedem Bauernrennen nicht nur die Züge bis zur Umwandlung, sondern auch die Wächter, die schon dort stehen; eine Figur, die zwei Bauern zugleich aufhält, gewinnt jedes Rennen.

WFM Anna Lhotska (CZE, 2149)

WIM Sofiia Hryzlova (SUI, 2254)

Nach 50.b4: Weiss rennt am Damenflügel, Schwarz am Königsflügel. Schwarz am Zug hat nachgezählt.

Fazit

Von aussen betrachtet hat die um gut hundert Punkte höher eingestufte Spielerin ihre Partie gewonnen, und genau so sollen Mannschaftskämpfe aussehen. Von innen steckt mehr darin: eine Eröffnung, die den weissen Plan beim Wort nahm, eine erzwungene Abwicklung mit einem Springer gegen zwei Türme, ein einziger Wackler mit und ein Endspiel, das wie ein Wettrennen aussah und Buchhaltung war. Für Sofiia Hryzlova ist es der dritte Sieg im dritten Einsatz dieser Olympiade. Und wer den Englischen Angriff mit Weiss spielt, nimmt eine Warnung mit: g4 ist kein Recht, es ist eine Rechnung.

Züge

0-1

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