Analyse
Die Partie im Detail
WGM Shahenda Wafa (EGY, 2112) vs GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495) · 0-1
Brett 1, Schweiz gegen Ägypten, Frauenturnier · Sizilianisch, Richter-Rauzer-Angriff, moderne Variante (B61)
Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.
Zweite Runde, Tisch 17, Schweiz gegen Ägypten: GM Alexandra Kosteniuk stieg an Brett 1 mit Schwarz ins Turnier ein, gegenüber WGM Shahenda Wafa. Es wurde ein Richter-Rauzer mit langer Rochade, und schon im 12. Zug bot Weiss mit den Damentausch an. Annehmen war dabei keine Geschmacksfrage: Nach steht die Partie im Gleichgewicht, nach oder steht Schwarz knapp zwei Bauern schlechter.
Danach ist es eine Partie über einen einzigen Turm. Mit und baute Schwarz ihm eine Strasse, im 20. Zug betrat er sie, und im 22. Zug stellte Weiss ihren eigenen Turm hinter die eigenen Bauern. Am Ende stand ein Freibauer auf a2, der einen weissen Turm auf a1 festnagelte, und Weiss gab im 42. Zug auf.
Die Strasse des Turms: 13...h5, 18...h4, 20...Th5
Mit den Damen verschwand der Grund, den König zu verstecken. stellt ihn dorthin, wo er im Endspiel gebraucht wird, und die Türme bekommen die Grundreihe für sich. Die beiden Randbauernzüge davor und danach, und , greifen niemanden an. Sie legen den Bauern h4 neben g2 und h2 und machen die Felder h5, h6 und h7 für den Turm h8 frei.
ist der Zug, für den das alles gemacht wurde; war ähnlich gut, der Unterschied liegt im Bereich eines Viertelbauern. Auf g5 greift der Turm den Bauern g2 an, und g2 hat keinen Verteidiger: Der König steht auf b1, der Turm auf h1 deckt h2. Weiss braucht also g3, und dafür braucht sie den Läufer auf f2, wo er den Bauern h4 angreift und g3 stützt. war der Zug, kostete etwa einen halben Bauern.
Der Merksatz dahinter ist unspektakulär und zahlt sich in jedem Turnier aus: Ein vorgerückter Randbauer ist selten ein Angriff, meistens ist er eine Wegbereitung. Fragen Sie vor h4 oder a4 nicht, wen der Bauer bedroht, sondern welche Felder er für die eigenen schweren Figuren räumt.
WGM Shahenda Wafa (EGY, 2112)
GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495)
Der Turm hinter den eigenen Bauern: 22.Tdg1
Zwei Wege führen aus der Drohung auf g2 heraus, und nur einer davon hält die Stellung zusammen. gibt den Bauern her und holt dafür die siebte Reihe; Schwarz bleibt etwa einen Bauern besser, was gegen eine Gegnerin dieser Stärke eine ganz normale Partie ist.
Gespielt wurde . Der Bauer g2 ist damit gedeckt, und die Stellung ist verloren. Es folgte , und ohne dass ein einziger Bauer gefallen wäre, steht Schwarz rund drei Bauern besser. Der Turm auf e5 greift e4 und d5 gleichzeitig an, kein weisser Bauer kann die beiden je decken, und die weissen Türme stehen auf g1 und h1 an ihre eigenen Bauern g2 und h2 gebunden. Im 28. Zug fiel d5, und danach war es nur noch Technik.
Deshalb lohnt sich bei jedem angegriffenen Bauern dieselbe Reihenfolge: zuerst prüfen, ob er laufen kann, erst dann, wer ihn bewachen soll. Ein Bauer, der vorrückt, tauscht sich ab und macht die Figur dahinter wieder frei. Eine Figur, die bewacht, bleibt bewachen, bis die Partie vorbei ist.
WGM Shahenda Wafa (EGY, 2112)
GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495)
Erst der Turm, dann der Bauer: 39...Ta5
Die Umwandlung in ein gewonnenes Turmendspiel lief über eine Fesselung. stellte den Turm bewusst vor den Bauern b3, und nach durfte dieser Bauer nicht schlagen: Er stand zwischen dem Turm auf b5 und dem eigenen König. Vier Züge lang war der Turm auf c4 damit unantastbar, bis Weiss auf der d-Linie tauschte; liess Schwarz mit einem Mehrbauern und dem Aussenbauern a6 zurück, und der lief los.
hält die Grundreihe und damit das Umwandlungsfeld. Der natürliche Zug wäre jetzt , und er wirft den Gewinn fast weg: holt den Freibauern ab, und von drei Bauern Vorsprung bleibt einer. macht es umgekehrt. Der Turm deckt den Bauern a2 von hinten und nimmt Weiss die a-Linie weg, und schlagen darf sie nicht: Nach ist die Partie sofort vorbei. Also , und erst danach .
Der Turm auf a1 hat ab hier keinen Zug mehr, den er machen darf, und genau das gewinnt die Partie: Schwarz spielt mit König und Turm gegen einen König. , der König ist auf dem Weg nach b3, und Weiss gab auf. Für die eigene Praxis: Der Turm gehört hinter den Freibauern, nicht neben ihn, und das Abschlagen am anderen Flügel läuft nicht weg.
WGM Shahenda Wafa (EGY, 2112)
GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495)
Fazit
Die Schweiz gewann 4 zu 0 gegen Ägypten, mit Siegen von Sofiia Hryzlova, Ghazal Hakimifard und Camille De Seroux an den Brettern 2 bis 4, und stand nach zwei Runden bei 8 von 8 Brettpunkten. Alexandra Kosteniuks Einstieg ins Turnier war keine Zauberei, sondern Buchhaltung: Damen tauschen, wenn der Tausch der beste Zug ist, dem Turm eine Strasse bauen, den entscheidenden Fehler der Gegnerin ohne Eile einsammeln und den Freibauern von hinten decken. Wer aus dieser Partie einen Satz mitnimmt, dann den aus dem 22. Zug: Eine Figur, die einen Bauern nur bewacht, hat für den Rest der Partie nichts anderes mehr zu tun.
Züge
0-1
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