IM Fabian Bänziger (SUI, 2426) vs IM Mukhammadali Abdurakhmonov (UZB, 2390) · ½-½
Brett 2, Schweiz gegen Usbekistan 3 · Damengambit abgelehnt, Abtauschvariante, positionelle Variante (D35) · 90 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten, plus 30 Sekunden pro Zug
Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.
Achte Runde, Tisch 23, die Schweiz gegen Usbekistan 3. An Brett 2 sass IM Fabian Bänziger mit Weiss gegen IM Mukhammadali Abdurakhmonov, 2390, sechsunddreissig Punkte darunter und zu Hause auf usbekischem Boden. Von diesem Brett braucht eine Mannschaft in Runde 8 nicht viel: einen halben Punkt, der das Match zusammenhält, und wenn die Partie es hergibt, den ganzen. Mit Weiss will man beides versuchen können.
Bänziger versuchte es und tauschte im zehnten Zug die Damen ab, wobei Schwarz einen doppelten f-Bauern erhielt und die offene g-Linie dazu. Danach kam , statt den König in Sicherheit zu bringen, und in den folgenden sechs Zügen wanderte die Bewertung von einem knappen weissen Vorteil in einen ebenso knappen schwarzen Nachteil. Ab dem sechsundzwanzigsten Zug spielte er nur noch Züge, die das Remis erzwingen. In der Schlussphase blieb ihm die Uhr näher als der Gegner.
Der doppelte Damentausch: 10.Dxf6 gxf6
Weiss hatte mit die Dame auf das Feld gestellt, auf dem sie den Bauern d5 und den Läufer f5 doppelt anschaut, und mit wich der Läufer aus. Danach folgte die Reihenfolge, mit der man sich in dieser Variante das Endspiel holt: . Der Damentausch ist der Preis dafür, dass Schwarz auf f6 zurücknehmen muss, und beide Möglichkeiten sind teuer. Mit dem Läufer nehmen kostet die Rochade, mit dem g-Bauern kostet die Bauernstruktur.
Der Läufer h7 steht danach auf einer Diagonale, die nirgends hinschaut, der schwarze König sucht sich einen Weg entlang der Grundreihe, und die Bauern auf f6 und f7 decken sich gegenseitig zwar, aber sie decken nichts anderes mehr. Im Gegenzug ist die g-Linie offen, der schwarze Turm bekommt sie fast automatisch, und die beiden Läufer stehen für die Rechnung, die man in der Abtauschvariante nie vergessen darf: das Läuferpaar ist ein halber Bauer wert, solange es zwei Läufer bleiben.
Für Weiss war die Bilanz nach dem zehnten Zug ein Drittel eines Bauern zum Guten, kein grosser Vorteil, aber ein reeller. Die einzige Bedingung, die die Stellung an ihn stellt, ist die, dass sein König irgendwo hinkommt. In der Regel geht er nach c1 oder nach d2, in aller Ruhe, und der Weisse geht dann daran, den Läufer auf h7 einzukreisen. So spielt man diese Endspiele. So wurde diese hier nicht gespielt.
IM Mukhammadali Abdurakhmonov (UZB, 2390)
IM Fabian Bänziger (SUI, 2426)
Der Angriff ohne König in Sicherheit: 11.h4
spart die Rochade auf und will dafür die schwarze Königsstellung anpicken, die sich mit aufgemacht hat. Der Gedanke ist nicht schlecht: Der Bauer will nach h5, dann käme g4 und h6, die Diagonale des Läufers h7 würde blockiert, und mit dem Turm auf h1 stünde die Batterie auf der offenen Linie schon von selbst. Elf Minuten neunundvierzig Sekunden hat Bänziger dafür gedacht.
Die Ordnung, in der so ein Plan aufgeht, ist eine andere. Zuerst muss der König irgendwohin, wo er nicht mehr in der Mitte steht. Die Hauptvariante heisst , und danach steht Weiss knapp einen halben Bauern besser: Der König ist auf d3 ein aktives Endspielstück, der Läufer auf h7 hat mit seinem eigenen Läufer getauscht, und dann folgt in aller Ruhe der Turm auf die c- oder die g-Linie. leistet fast dasselbe, ein paar Hundertstel schlechter, aber immer noch mit dem König an Land.
verkauft einen Teil dieses Vorteils. Nach der eigentlichen Antwort stand die Stellung schon fast im Gleichgewicht, und die weisse Königsstellung war das, was sich der Weisse selbst versprochen hatte: ein Ziel, nur eben auf der falschen Seite. Was in der Eröffnung als knapper Vorteil begann, wurde ein guter Anfang eines gefährlichen Plans, und der Zug, den der Plan von Anfang an gebraucht hätte, kam nie: der König ist in der ganzen Partie nicht ein einziges Mal in eine Rochade gefahren.
Die Regel für die eigene Partie: In einem Endspiel mit Läuferpaar gegen doppelten Bauern gewinnt man mit Geduld, nicht mit Tempo. Der Angriff, den man nicht hat, kostet mehr als der Angriff, den man einen Zug später beginnt. Vor jedem h-Bauern-Zug lohnt sich die Frage, wo der eigene König übernachtet, wenn der Zug nicht klappt.
IM Mukhammadali Abdurakhmonov (UZB, 2390)
IM Fabian Bänziger (SUI, 2426)
Die falsche Figur nach vorne: 17.Tg1 statt 17.Sh5
Nach sechs weiteren Zügen war die Bilanz genau ausgeglichen, und Weiss hatte die Auswahl zwischen zwei Fortsetzungen der ursprünglichen Idee. Die eine hiess , der Springer, der von f4 aus nach h5 geht, dort das Feld g7 kontrolliert und dem Sh3 den Weg nach f4 freimacht. Die Hauptvariante ist ruhig: , und die Stellung hält die Balance, mit zwei Springern auf der Königsseite und einem Turm, der die dritte Reihe entlang läuft.
Die andere hiess , der Turm, der die g-Linie besetzt, bevor irgendetwas dort passiert ist. Der Zug bereitet vor, den Aufmarsch, den der Plan seit Zug elf verlangt. Aber der Turm auf g1 ist ein passiver Zug in einer Stellung, in der Passivität nicht mehr genügt: er ändert nichts an der Deckung des schwarzen d5-Bauern, an der Aktivität des Läufers h7 oder an dem, was der schwarze König als Nächstes tut. hätte diese drei Fragen gestellt, stellte keine.
Nach hatte Schwarz den König manuell in Sicherheit gebracht, den schwarzen Turm nach a5 versetzt und in den nächsten drei Zügen einen guten halben Bauern übrig behalten. folgte, dreizehn Minuten fünf Sekunden gedacht, und danach , elf Minuten einundfünfzig, um nachträglich zu tun, was in der Anlage gewesen wäre. Die Uhr stand zu diesem Zeitpunkt schon bei zweiundzwanzig Minuten für Weiss gegen neunundvierzig für Schwarz.
Objektiv war kein grober Fehler, gedacht wurde nach Regeln, die stimmten: die Linie besetzen, bevor sie geöffnet wird. Praktisch war es der Zug, der die falsche Figur nach vorne stellte. Die Regel: Wenn eine Angriffsfigur und eine Angriffsvorbereitung zur Wahl stehen, gewinnt fast immer die Figur, weil sie die Antworten des Gegners zählt. Ein Bauer und ein Turm zählen nichts, sie machen die Linie nur auf.
IM Mukhammadali Abdurakhmonov (UZB, 2390)
IM Fabian Bänziger (SUI, 2426)
Der Weg zum Remis: 26.Sg5
Der Weg hierher war eine Reihe von Zügen, die alle die besten des Bretts waren. Nach hatte Schwarz die Struktur aufgemacht, ohne es zu müssen, und Weiss konnte zurücktauschen: räumte die Damenflügeltürme und die weisse Schwäche c2 ab. Danach , der Bauernvorstoss, der plötzlich die richtigen Antworten hat, , und der schwarze König steht mitten auf dem Brett.
Von hier an läuft alles zwangsläufig. zielt auf f7, vertreibt den König, nimmt den Läufer, der auf e4 gerade eben noch die Diagonale beherrschte, und gibt den Bauern zurück, den es kostet. Die schwarzen Türme, Läufer und Springer haben in der Zwischenzeit alle einen Zug getan, aber keiner davon ändert die Zählweise: Nach dem Abtausch stehen ein weisser Turm mit einem Läufer und ein Bauer weniger einem schwarzen Turm mit Läufer und Springer und einem Bauern mehr gegenüber, materiell die gleiche Bilanz wie zuvor.
Die letzte Aufgabe war das Turm-plus-Läufer-gegen-Turm-plus-Springer-Endspiel. Hier fand Weiss den Zug, der auf die dünne Kante der Stellung zeigt: , den Springer neben den schwarzen Läufer gestellt. Der Zug bietet den Springer an, weil danach folgt und die verbleibenden Steine sich gegenseitig aufheben. und ein Turmzug später waren die Uhren bei vier Minuten zweiundfünfzig für Weiss, aber ausser Zeitverlust drohte nichts mehr, und beendete die Partie mit dem Handschlag.
Die Regel für die eigene Partie: Wenn Sie besser stehen sollten und trotzdem verteidigen müssen, ist der Zug, der zwangsweise Material tauscht, meistens der beste. Die genaue Rechnung ist einer der Punkte, die man auf Weltklasseniveau können muss und die man weit darunter schon üben kann. Erst zählen, dann tauschen, nie umgekehrt.
IM Mukhammadali Abdurakhmonov (UZB, 2390)
IM Fabian Bänziger (SUI, 2426)
Fazit
Ein halber Punkt mit Weiss an Brett 2, aus einer Stellung, die im zehnten Zug als knapper Vorteil begonnen hatte und im neunzehnten schon als knapper Nachteil verwaltet werden musste. Der Plan, mit zu attackieren, ohne vorher den König in Sicherheit zu bringen, war die schwierige Wahl der Partie, und die vier langen Bedenkzeiten von zusammen fast dreiundfünfzig Minuten zeigen, dass sie schwer gefallen ist. Was danach kam, war das, was das Handwerk in solchen Fällen verlangt: keine Fehler mehr, siebzehn beste Züge in Folge, eine Abwicklung, die man bis zum Endspiel durchgerechnet haben muss, und ein Springer, der auf g3 den Weg für den Läufer freimacht. Ein halber Punkt gegen einen Titelträger, ohne die Uhr je unter zwei Minuten fallen zu lassen: für die Schweizer Mannschaft ist das an einem Tag wie diesem der Punkt, der ein Match trägt.
Züge
½-½
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