arrow_back Zur Runde 2

Schacholympiade Samarkand 2026 · Runde 2 · Brett 3

Peng Li Min gegen Asllani

Partie wird geladen

Live-Übertragung von lichess.org

GM Peng Li Min (SUI, 2568) vs FM Muhamet Asllani (KOS, 2229) · 1-0

Brett 3, Schweiz gegen Kosovo · Sizilianisch, verzögertes Alapin-System mit e6 (B40)

Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Brett 3, Weiss, 339 Elo mehr auf dem Papier: Das ist die Art Partie, die in einem Mannschaftskampf unauffällig gewonnen werden muss. Peng Li Min wählt dafür nicht den schärfsten Weg, sondern den unbequemsten. Ein verzögertes Alapin, in dem die Damen schon im siebten Zug vom Brett gehen, und wer als Schwarzer auf Gegenspiel gehofft hatte, bekommt stattdessen einen isolierten Bauern auf d5 und die Aufgabe, ihn dreissig Züge lang zu bewachen.

Entschieden wird die Partie von einem ungenauen Turmzug im 18. Zug und dem Tausch auf c6, der unmittelbar folgt. Danach ist es Technik: ein Bauer mehr, ein Turm- und Springerendspiel, am Ende zwei Freibauern an verschiedenen Flügeln. Die Schweiz gewann den Match gegen Kosovo mit 3,5 zu 0,5, Bogner, Peng und Federer gewannen, Georgiadis remisierte.

Damentausch im siebten Zug, und trotzdem ein Ziel

Das Alapin mit hat den Ruf, harmlos zu sein, und nach sieht es auch so aus: symmetrische Bauern, keine Damen, kein Angriff in Sicht. Genau das ist der Plan. Weiss spielt nicht auf Matt, sondern auf eine Struktur, und die entsteht im 11. Zug. Nach ist der schwarze Bauer d5 isoliert, und im Endspiel ist ein Isolani kein dynamischer Trumpf mehr, sondern schlicht eine Schwäche.

Peng arbeitet danach ohne ein einziges Ausrufezeichen daran. nimmt Kurs auf d4, friert den Damenflügel ein, bindet den Springer c6, tauscht den letzten aktiven schwarzen Läufer, und nach steht der Turm bereit, nach d3 zu schwenken. Merken Sie sich dieses Schema: nicht den Bauern angreifen, sondern das Feld davor besetzen und die Verteidiger tauschen.

FM Muhamet Asllani (KOS, 2229)

GM Peng Li Min (SUI, 2568)

Nach 18.Sbd4: Springer, Läufer und Turm arbeiten gegen d5. Schwarz am Zug.

Der falsche Turm: 18...Ted8 und 19.Sxc6

Turm hinter den eigenen Bauern, Turm auf die Linie, auf der etwas passiert: ist der Zug, den neun von zehn Spielern hier machen würden. Er ist trotzdem der entscheidende Fehler der Partie. Der Turm e8 war der einzige Verteidiger des Springers e7, und gegenüber steht der weisse Turm auf e3.

Peng schlägt sofort zu: . Mit dem Läufer zurückschlagen verliert eine Figur, denn nach ist der Springer weg. Also muss der Springer nehmen, und nach ist d5 nicht mehr zu halten, weil der natürliche Verteidigungszug dieselbe Figur kostet. Mit hätte Schwarz denselben Aufbau mit einem entscheidenden Unterschied bekommen: deckt alles, und Weiss steht nur ein wenig angenehmer.

Die Lektion nützt in jeder Partie: Bevor Sie einen Turm auf eine offene Linie stellen, fragen Sie, welche Figur er gerade zusammenhält. Ein Turm, der weggeht, nimmt seine Deckung mit.

FM Muhamet Asllani (KOS, 2229)

GM Peng Li Min (SUI, 2568)

Nach 18...Ted8: Der Turm steht hinter dem Bauern, der Springer e7 hat keinen Beschützer mehr. Weiss am Zug.

Kassieren oder weiterdrücken: 23.Txd5

Schwarz hatte nach noch eine zähe Möglichkeit: gibt den Bauern freiwillig zurück, räumt dafür aber die Schwäche vom Brett. Stattdessen kam , und nun steht der Springer am Rand und der Bauer hängt weiterhin. Peng klärt die Lage mit .

Jetzt die einzige Stelle, an der ich anders gespielt hätte. gewinnt den Bauern und tauscht ein Turmpaar, das ist sauber und richtig. Ich hätte zuerst eingeschaltet, weil der Springer d7 und f7 angreift und der Bauer d5 ohnehin nicht wegläuft. Der Unterschied ist ein knapper halber Bauer, also Geschmack und kein Fehler: Wer mit 340 Elo Vorsprung spielt, hat gute Gründe zu vereinfachen. Fragen Sie sich trotzdem vor jedem Tausch, ob ein weiterer Druckzug nicht mehr wehtut als der Bauerngewinn.

FM Muhamet Asllani (KOS, 2229)

GM Peng Li Min (SUI, 2568)

Nach 22...Kf8: Zwei Türme gegen den Bauern d5, der Springer a7 steht am Rand. Weiss am Zug.

Der Turm geht freiwillig: 27.Td7+

Erst das Wichtigste: und bringen den König ins Spiel. Im Endspiel ist der König eine Figur, und wer ihn in der Ecke lässt, verschenkt den Vorteil, für den er zwanzig Züge gearbeitet hat. Schwarz sucht derweil Aktivität mit und .

Das nutzt Peng mit , einem Turmzug mitten in die gegnerische Stellung. Ablehnen geht nicht: Nach ist der Springer weg, und jeder andere Königszug verliert ihn genauso. Also muss Schwarz schlagen, und dann kommt die Pointe. gabelt König und Turm, holt den Turm zurück, und Weiss steht mit Springer und einem Mehrbauern in einem Endspiel, das man nicht mehr verlieren kann. Die ruhige Alternative war ungefähr gleich gut, nur eben langsamer.

Schwarz musste danach spielen, um nach den König sofort an den Damenflügel zu bringen, wo die Entscheidung fällt. Mit lief er in die falsche Richtung, und das ist im Endspiel oft teurer als ein Bauer.

FM Muhamet Asllani (KOS, 2229)

GM Peng Li Min (SUI, 2568)

Nach 26...Tc4: Der schwarze Turm greift a4 an und steht mit dem eigenen König auf einer Diagonale. Weiss am Zug.

Zwei Freibauern schlagen einen Springer

Der Rest ist eine Lehrstunde im Verwerten. macht aus a4 und b4 eine gesunde Mehrheit, bringt den König nach vorne, und der Springer c4 hat b6 und a5 im Blick, während der Springer a7 nur noch Luft bewacht.

Dann eröffnet Peng eine zweite Front, und das ist der eigentliche Gewinnplan. und rollen die Königsflügelbauern an, erzeugt einen Freibauern, der bis g7 marschieren wird, und erst danach wird der Damenflügel verwandelt: und . Ab jetzt muss der schwarze Springer für den Rest der Partie auf das Feld a7 aufpassen.

Mit war es vorbei. Schwarz kann den Bauern mit dem König schlagen, verliert dabei aber f5 und g4, und a6 hält den Springer bis zum Schluss gefesselt. Die Regel dahinter gehört in jedes Notizbuch: Einen Freibauern stoppt eine Figur, zwei an verschiedenen Flügeln nicht. Schaffen Sie die zweite Front, statt den ersten Bauern durchzuprügeln.

FM Muhamet Asllani (KOS, 2229)

GM Peng Li Min (SUI, 2568)

Nach 39.a6: Freibauer auf a6, Freibauer auf g6, ein einziger Springer dagegen. Schwarz am Zug.

Fazit

Eine Partie ohne einen einzigen spektakulären Zug und trotzdem eine, die ich Schülern zeige. Peng nimmt im Alapin freiwillig die Damen vom Brett, weil ihm eine Struktur wichtiger ist als ein Angriff, baut zwanzig Züge lang Druck gegen den isolierten Bauern d5 auf, bestraft mit den ersten unsauberen Turmzug und verwandelt den Mehrbauern mit in ein Endspiel, das nur eine Richtung kennt. Die beiden Stellen, an denen ich anders entschieden hätte, statt und statt , sind Geschmacksfragen und keine Fehler. Ein voller Punkt an Brett 3, und die Schweiz gewinnt den Match gegen Kosovo mit 3,5 zu 0,5.

Züge

1-0

War diese Analyse hilfreich?

BognerChess App · Warteliste

Solche Analysen, für deine eigenen Partien

Der KI-Coach der neuen BognerChess App findet die kritischen Momente deiner Partien und erklärt sie dir im Klartext. Trag dich auf die Warteliste ein und sei als Erstes dabei.

Auf die Warteliste

Alle Bretter der Runde 2

Die Schweiz spielte mit vier Spielern. Jede Partie ist einzeln kommentiert.