FM Endrit Uruci (KOS, 2312) vs GM Nico Georgiadis (SUI, 2535) · ½-½
Brett 2, Schweiz gegen Kosovo · Spanisch, Geschlossen, Martinez-Variante (C84)
Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.
Runde zwei, Brett 2, Schwarz, gut 220 Elo Vorsprung: Das ist die Partie, bei der das Team schon vor dem ersten Zug mit einem Punkt rechnet. Der Gegner sieht das anders und wählt mit die ruhigste Version der Spanischen Partie. Kein Theorieduell, kein offenes Zentrum, kein Risiko. Wer so spielt, sagt seinem Gegner: Wenn du gewinnen willst, musst du dir selber etwas ausdenken.
Nico Georgiadis denkt sich einiges aus. Er baut um, gewinnt einen Bauern, gibt ihn zurück, gewinnt ihn ein zweites Mal und steht am Ende mit einem Mehrbauern in einem Endspiel, in dem sich kein Bauer bewegen lässt. Zwischendurch gab es einen Moment, in dem mehr drin lag. Die Schweiz gewann den Match gegen Kosovo trotzdem klar mit 3,5 zu 0,5: Bogner, Peng und Federer gewannen, Georgiadis teilte den Punkt.
Der Springer, der fünfzehn Züge wartet: 12...Sa7
Nach entsteht eine Struktur, die man als Schwarzspieler in Spanisch kennen muss. sieht nach viel Bewegung am Rand aus, hat aber eine klare Logik: Der Bauer b4 nimmt dem weissen Springer das Feld c3, der Bauer a5 nimmt dafür b6 und macht a6 zur Dauerbaustelle.
Und der Springer? Auf c6 hat er nichts mehr zu tun, sobald das Zentrum verriegelt ist. Auf a7 sieht er hässlich aus, zielt aber auf b5 und räumt der Dame die Diagonale d8 bis a5. Genauso gut war , ein Viertelbauer Unterschied.
Der Rest kommt von selbst: stellt die Frage an c4 und öffnet der Dame den Weg zum Bauern a5. Die Lehre für Ihre eigenen Partien: Bei geschlossenem Zentrum ist die schlechteste Figur wichtiger als das schnellste Tempo.
FM Endrit Uruci (KOS, 2312)
GM Nico Georgiadis (SUI, 2535)
Ein Bauer, der zweimal den Besitzer wechselt: 18...Dxa5
räumt die b-Linie auf, und dann fällt eine echte Entscheidung: gibt das Läuferpaar her und friert dafür die weissen Bauern auf c3 und c4 ein. Ich mag den Zug, auch wenn einen Hauch flexibler war: Man gibt einen guten Läufer für einen guten Springer und bekommt eine Struktur, die sich nie mehr ändert.
Der Bauer a5 ist dabei die ganze Zeit ein Anhängsel: Der Turm a1 kommt nicht an ihn heran, weil der eigene Läufer a4 im Weg steht, und der Läufer d2 erreicht a5 nicht, weil der eigene Bauer c3 die Diagonale verstopft. Nach ist er weg.
Nur bleibt er nicht weg. ist der Witz der Stellung: Der Läufer verlässt die a-Linie, und plötzlich schaut der Turm a1 direkt auf die schwarze Dame. Gierig wäre falsch, denn gibt die Dame für Turm und Läufer, und Weiss steht klar besser. Also , Bauern wieder gleich, beide Türme auf dem Läufer a6. Merken Sie sich: Vor dem Schlagen zählt nicht, ob der Bauer gedeckt ist, sondern welche Linie sich öffnet.
FM Endrit Uruci (KOS, 2312)
GM Nico Georgiadis (SUI, 2535)
Die Chance, die dreimal anklopft: 23...Sf8
Das ist der Moment der Partie. Die schwarzen Türme stehen auf b6 und b8, der weisse Läufer a6 ist eine Figur ohne Zukunft, und der weisse Springer ist über h2 und f1 auf dem Weg nach f5. Der Zug heisst , und der Grund ist einfach: Ohne Damen hat Weiss keine aktive Idee mehr, und der Läufer a6 braucht dauerhaft einen Bewacher.
Konkret: , und Schwarz drückt ohne jedes Risiko. Gewonnen ist da nichts, es ist etwa ein halber Bauer, aber es ist die einzige Stellung der Partie, in der nur eine Seite etwas falsch machen kann. Genau solche Stellungen braucht der Favorit.
Gespielt wurde , kein schlechter Zug, der Springer will nach e6. Nur lässt er den Gegner vom Haken. Nach stand dieselbe Gelegenheit noch einmal da: . Es folgte , und nach war die Partie ausgeglichen. Es geht hier um einen halben Bauern, nicht um einen weggeworfenen Sieg. Aber die Regel dahinter ist hart: Wer ein bisschen besser steht, tauscht die Damen. Initiative mit Türmen hält man, Initiative mit Damen verpufft.
FM Endrit Uruci (KOS, 2312)
GM Nico Georgiadis (SUI, 2535)
Der richtige Springer: 27...Saxb5
ist ein sauberes Bauernopfer für die offene a-Linie und die siebte Reihe. Drei schwarze Figuren können den Läufer nehmen, und nur eine davon hält die Stellung zusammen. Nico wählt , und Schwarz ist einen Bauern vor.
Die beiden anderen Wege verlieren Material. Nach ist die Qualität weg: Der Springer c4 trifft den Turm b6, und gleichzeitig hängt der Springer b5 an der Dame a4. Auch kostet mehr als einen Bauern. Der Unterschied zwischen dem besten und dem zweitbesten Schlagzug beträgt hier über zwei Bauern, und das ist kein Rechenfehler, sondern eine Frage der Reihenfolge.
Die Regel lautet: Wenn zwei gleiche Figuren schlagen können, nehmen Sie mit derjenigen, die Sie danach weniger brauchen. Der Springer a7 hatte seit dem 12. Zug auf diesen Moment gewartet, der Springer c7 bewacht e6 und b5 und muss bleiben. Es folgte , und Weiss bekam die siebte Reihe als Gegenwert.
FM Endrit Uruci (KOS, 2312)
GM Nico Georgiadis (SUI, 2535)
Fazit
Das Endspiel zeigt, warum ein Mehrbauer manchmal nur eine Zahl ist. Schwarz hat ihn ab dem 29. Zug, aber er lässt sich nicht bewegen: e4 verbietet ...d5, c3 verbietet ...c4, und jede Öffnung gibt dem Turm auf der siebten Reihe neue Felder. Nach stellte sich die Wiederholung von selbst ein, und das Remis war ehrlich verdient: Der Gegner hat sehr solide verteidigt. Drei Dinge nehme ich mit: Bei geschlossenem Zentrum darf ein Springer wandern, auch wenn er auf a7 hässlich steht. Vor jedem Bauernschlag prüft man die Linie, die sich dabei öffnet. Und wer einen halben Bauern besser steht, tauscht die Damen, solange er kann. Ein halber Punkt an Brett 2 und ein 3,5 zu 0,5 im Match: Das Team hat bekommen, was es brauchte.
Züge
½-½
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