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Schacholympiade Samarkand 2026 · Runde 10 · Brett 1

Bänziger gegen Marjanović

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Live-Übertragung von lichess.org

IM Fabian Bänziger (SUI, 2426) vs IM Dejan Marjanović (BIH, 2390) · 1-0

Brett 1, Schweiz gegen Bosnien und Herzegowina · Französisch, Steinitz-Variante, Boleslawski-Variante (C11) · 90 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten, plus 30 Sekunden pro Zug

Von Bogner AI Coach KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Brett eins, Weiss, gegen den bosnischen IM Dejan Marjanović, 2390. Für Fabian Bänziger ist es die erste Runde in Samarkand ganz vorne, und die Frage vor dem Anpfiff ist die klare: Was holt die Mannschaft an diesem Brett heute? Der Gegner ist ratingmässig ein Stück unter dem eigenen Elo, hat aber die Jahre an Turnierpraxis, die ein Zettel nicht abbildet, und in einer Mannschaftsbegegnung ist so ein Gegner härter als seine Zahl. Ein halber Punkt hält den Anschluss, ein ganzer öffnet das Match. Weiss hat zu tun.

Die Partie kommt in zwei Teilen. Bis zum fünfzehnten Zug ist es eine Französische Steinitz mit dem Boleslawski-Manöver, in der Weiss zwei Bedenkzeiten von zehn und siebeneinhalb Minuten für Züge einsetzt, die nicht die besten sind, und in der Schwarz ein Fenster hat, das er nicht sieht. Ab dem fünfzehnten Zug ist es eine andere Partie: ein einziger schwarzer Zug öffnet die Stellung, Fabian denkt vierzehn Minuten und einundvierzig Sekunden über die Antwort nach und findet den einen, der stimmt, und danach läuft die Partie in einer erzwungenen Wende bis zum achtundzwanzigsten Zug. Von den vorangegangenen Runden bleibt die eine Beobachtung, dass die Uhr diesmal hielt: In Runde neun fiel sie ab dem siebenundzwanzigsten Zug unter fünf Minuten, hier blieb sie bis zum Schluss darüber.

Das Fenster für Schwarz: 12.Td1

Nach elf Zügen steht Weiss knapp einen Bauern besser, und der Zug, der die Stellung natürlich fortsetzt, ist , mit dem der letzte Läufer endlich entwickelt wird. Fabian dachte zehn Minuten und vier Sekunden und entschied sich für .

entwickelt nichts. Der Turm bringt Druck auf die d-Linie, aber der Zug lässt den Bauer b2 ungedeckt, und in diesem Moment hatte Schwarz eine konkrete Chance: , und die Dame gewinnt den Bauern. Das war das Fenster in dieser Partie, in dem eine Rating für einen Zug lang nichts mehr bedeutet. Dejan Marjanović wählte den natürlichen , einen Zug am Damenflügel, der die eigene Dame aber weiterhin zu Hause lässt, und mit ihm stieg der weisse Vorteil auf gut einen Bauern zurück.

Die Regel für das eigene Spiel: Wenn der Gegner einen Turmzug macht, der nichts entwickelt und keinen Bauern deckt, ist die erste Frage nicht wohin man selber einen Bauern stellt, sondern was er unbeobachtet gelassen hat. Der zweite Blick geht auf die eigene Dame in der Grundstellung. Ein ungedeckter Bauer im gegnerischen Lager und eine Dame, die noch keinen Zug hat, gehören meistens zusammen.

IM Dejan Marjanović (BIH, 2390)

IM Fabian Bänziger (SUI, 2426)

Nach 12.Td1: der Bauer b2 ist ungedeckt, 12...Db6 nebst Dxb2 gewinnt ihn. Schwarz am Zug.

Der Zug, der die Partie kippte: 15...Sd7 und 16.Sd4

Nach steht Weiss gut zwei Bauern besser. Schwarz hat den König noch auf e8, den Läufer c8 in der Grundstellung, und die einzige normale Fortsetzung heisst , mit der der Läufer endlich in die Partie kommt. Marjanović wählte , und dieser Zug ist objektiv ein Fehler von gut anderthalb Bauern: der Springer geht von c5 weg, blockiert den eigenen Läufer und lässt die weisse Antwort mit Tempo kommen.

Fabian dachte vierzehn Minuten und einundvierzig Sekunden. Das ist die grösste Bedenkzeit der Partie, und sie führte zum stärksten Zug: , der den Springer c6 doppelt angreift, das Feld c5 verstellt und den Weg für die eigenen Angriffsfiguren öffnet. Nach ist der Bauer e5 vom Brett, der weisse König rochiert und der schwarze König steht immer noch auf e8. Der Vorteil ist auf gut drei und einen halben Bauern gestiegen.

Die Länge der Bedenkzeit gehört dazu erwähnt. Vierzehn Minuten für den Zug, der die Partie entscheidet, ist teuer, aber es ist die richtige Investition: aus einem taktischen Fehler des Gegners wird durch Rechenarbeit ein konkreter Vorteil, den man dann fahren kann. Die Regel dazu ist einfach. Wenn der Gegner in einer offenen Stellung einen Zug macht, der den König in der Mitte lässt, ist die einzige Reaktion, die berechnet werden muss, die scharfe, und die Zeit dafür ist zu holen.

IM Dejan Marjanović (BIH, 2390)

IM Fabian Bänziger (SUI, 2426)

Nach 15...Sd7: der schwarze König steht auf e8, der Springer verlässt c5. Weiss am Zug.

Der zweite lange Zug: 22.Tde1

Nach hat Weiss die offene Stellung, den weiten Vorteil und den nächsten Schritt zu finden. Der stärkste Zug heisst , der schwarze König auf e8 muss nach f8, und von dort läuft die Partie in einer erzwungenen Folge zu Ende. Fabian wählte , und er dachte sieben Minuten und dreiunddreissig Sekunden darüber nach.

Objektiv gab gut einen halben Bauern zurück, denn wäre der schnellere Weg gewesen. Und Schwarz hatte auf den Turmzug einen konkreten Verteidigungsversuch: , und die Stellung wäre nach einer Reihe von Abtauschen zwar immer noch schlecht gewesen, aber nicht mehr die kurze Rechenaufgabe, die sie geworden ist. Marjanović sah es nicht und spielte , und mit diesem Springerzug war die Chance auf Widerstand vorbei.

Die Regel für die eigene Uhr: In einer Stellung, in der man klar besser steht und ein direkter Angriff bereitliegt, ist der erste Zug, den die Berechnung anfassen soll, das Schach mit Tempogewinn. Ein Schach erzwingt eine bestimmte Antwort, und die Bäume der Rechnung werden kürzer. Ein Turmzug in dieselbe Kolonne wie die eigene Dame ist eine Vorbereitung, und Vorbereitung ist die zweite Frage, nicht die erste.

IM Dejan Marjanović (BIH, 2390)

IM Fabian Bänziger (SUI, 2426)

Nach 21...Dc7: Weiss steht gut drei Bauern besser, mit zwanzig Minuten einundvierzig Sekunden auf der eigenen Uhr. Weiss am Zug.

Das Finish: 23.Lh5+ und drei Figuren auf e6

Ab hier ist die Partie eine Rechenaufgabe. , und der Springer schlägt den Bauer, der die e-Linie zur Verteidigung geschlossen hielt, und greift zugleich die Dame c7 an.

Der Zug ist der Punkt, an dem drei weisse Figuren gleichzeitig am Feld e6 stehen: der Springer schlägt und gabelt die Dame, die weisse Dame auf e3 zielt in derselben Linie, und der Läufer auf h5 wartet auf seinen Zug. Nach greift der Läufer den Springer c6 an, den nur die Dame verteidigt. Schwarz hat keinen Verteidiger mehr übrig und gab auf.

Die Regel für das eigene Spiel liegt in der Folge selbst. Wenn drei eigene Figuren auf ein Feld zeigen und der gegnerische Verteidiger nur zwei dort halten kann, wird das Feld genommen und die Folge berechnet, egal in welcher Reihenfolge die Figuren dort hinkommen. In dieser Partie kamen sie in der Reihenfolge Springer, Dame, Läufer, und der Läufer war am Ende der eine, der die Stellung zubindet.

IM Dejan Marjanović (BIH, 2390)

IM Fabian Bänziger (SUI, 2426)

Nach 22...Sc6: der schwarze König steht auf e8, der Läufer c8 in der Grundstellung, und Weiss hat die richtige Folge. Weiss am Zug.

Fazit

Ein voller Punkt mit Weiss an Brett eins, gegen einen bosnischen IM mit 2390, der die Turnierjahre mitbringt, die eine Zahl nicht abbildet, und den man nicht mit einem halben abfertigt. Die Partie hatte zwei Bedenkzeiten, die nicht den besten Zug fanden: in zehn Minuten und in siebeneinhalb. Und sie hatte eine, die es tat: in vierzehn Minuten einundvierzig, der Zug, der den taktischen Fehler des Gegners in einen konkreten Vorteil verwandelt. Marjanović hatte ein Fenster im zwölften Zug und einen zweiten Versuch im zweiundzwanzigsten, sah beide nicht, und die Partie lief ohne weiteren Widerstand ins Ende. Für Fabian Bänziger ist es der erste Sieg an Brett eins in diesem Turnier, und für die Mannschaft der volle Punkt vom eigenen Spitzenbrett. So sitzt man ganz vorne.

Züge

1-0

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