GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495) vs IM Marina Brunello (ITA, 2308) · ½-½
Brett 1, Schweiz gegen Italien, Frauenturnier · Sizilianisch, Moskauer Variante (B51)
Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.
Runde 6 des Frauenturniers, Tisch 13, Schweiz gegen Italien, beide Mannschaften mit acht Mannschaftspunkten angereist: An Brett 1 hatte GM Alexandra Kosteniuk Weiss gegen IM Marina Brunello, hundertsiebenundachtzig Elopunkte tiefer eingestuft. Es wurde eine Moskauer Variante, und schon im vierten Zug wich der Läufer nach a4 aus, statt auf d7 zu tauschen.
Vierundfünfzig Züge später wurde remis abgeschlossen. Dazwischen liegt ein Läuferopfer auf h6 im 22. Zug, eine gewonnene Stellung nach dem 29., und im 30. Zug ein Königsschritt, der sie in einem einzigen Moment wieder hergab.
Wenn sich das Zentrum schliesst: 15.f5
Nach hat Weiss die Wahl zwischen dem Abtausch, dem Rückzug nach e2 und dem Ausweichen nach a4. In vier von zehn Partien wird hier einfach rochiert. Kosteniuk behält den Läufer auf der Diagonale a4-e8 und baut mit die Kontrolle über d5 auf: Der befreiende Vorstoss d6-d5 ist für Schwarz ab jetzt Arbeit, und in dieser Partie kam er erst im 40. Zug.
stellte einen schwarzen Bauern nach c6, wo er die eigene Diagonale a8-h1 versperrt, und gab Schwarz dafür die halboffene b-Linie. stellte die Frage, beantwortete sie mit dem Riegel, und damit war der stärkste Zug auf dem Brett. Der Bauer nimmt dem Läufer c8 das Feld e6 und dem König den Vorstoss g7-g6, und er stand von diesem Moment an bis zum letzten Zug der Partie auf f5.
Bezahlt hat das der Läufer c8. Er ging und und sah dort den eigenen Bauern c6 an. Die Regel dahinter ist alt und hält: Bei geschlossenem Zentrum wird am Flügel gespielt, und zwar dorthin, wohin die eigene Bauernkette zeigt. Weiss zeigte nach f5 auf den Königsflügel, und der Turm machte sich auf den Weg, , , . Direkt war einen Hauch genauer, der Umweg über g3 kostete wenig.
IM Marina Brunello (ITA, 2308)
GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495)
Zwei Angreifer, ein Verteidiger: 22.Lxh6
Zählen Sie die Angreifer auf h6: Läufer e3 und Turm h3. Zählen Sie die Verteidiger: der Bauer g7, sonst niemand. Zwei gegen einen, und trotzdem hielt die schwarze Stellung, solange der König auf h8 und der Läufer auf e7 stand. Der Grund heisst : Die Diagonale f8-g7-h6 ist dann offen, und der Läufer deckt genau das Feld wieder, auf dem geschlagen wurde. erledigt dieselbe Aufgabe mit dem Springer.
Gespielt wurde , und ein König deckt h6 nicht. Aus einem angenehmen Vorteil von etwa anderthalb Bauern wird damit ein Angriff, der gut drei Bauern mehr wert ist, und ist keine Frage des Muts mehr, sondern des Zählens: . Weiss hat einen Läufer für zwei Bauern gegeben und dafür einen schwarzen König, der in der Brettmitte im Freien steht.
Der ruhige hätte den Vorteil ebenfalls gehalten, aber das Opfer ist rund zwei Bauern mehr wert. Genau diese Rechnung lässt sich üben, und sie ist einfacher, als sie aussieht: erst die Angreifer und die Verteidiger des Feldes zählen, dann prüfen, was der geschlagene Bauer für den König bedeutet, und erst zuletzt den Materialwert der Figur. Wer in dieser Reihenfolge rechnet, findet von selbst.
IM Marina Brunello (ITA, 2308)
GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495)
Der nützliche statt der forcierende Zug: 30.Sd5
Nach liegt alles bereit. Der Springer auf f6 wird von der Dame g5 angegriffen und von niemandem gedeckt, und greift ihn ein zweites Mal an. Geschlagen werden darf er nicht: holt den Springer zurück, und weil das Feld c6 dabei frei wird, zielt der Läufer a4 nun auf den Turm d7.
Besseres hat Schwarz nicht. gibt die Dame für Turm und Springer, reisst die letzte Linie auf und lässt den schwarzen König weiter in der Mitte stehen. Das ist keine Stellung mit Vorteil mehr, das ist eine gewonnene Partie.
Gespielt wurde , und der Zug ist keine Laune. Auf h1 standen der schwarzen Dame Schachs auf e1, f1 und g1 offen, auf h2 keines mehr. Prophylaxe ist eine Tugend, nur hat sie hier die ganze Partie gekostet: stellte die Stellung wieder ins Gleichgewicht. Das Feine daran ist, dass derselbe Königsschritt in der Gewinnvariante vorkommt, einen Zug später und mit Gewinn von Zeit. Prüfen Sie in solchen Stellungen zuerst den forcierenden Zug und danach den nützlichen, nie umgekehrt.
IM Marina Brunello (ITA, 2308)
GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495)
Der Freibauer läuft zu früh: 35.h7
Im 31. Zug hatte Weiss die Stellung noch einmal aus der Hand gegeben, und Schwarz gab sie sofort zurück. hätte die Partie gedreht und Schwarz rund zwei Bauern Vorteil gegeben, gespielt wurde , ein Bauer für den eigenen König. Danach marschierte der h-Bauer bis h6, die schwarze Dame pendelte zwischen f2 und e1, und Weiss stand wieder klar auf Gewinn.
sieht nach der Krönung aus und ist der Fehler. tauscht die Damen mit Schach, und ohne Damen ist ein Bauer auf h7 nur ein Bauer: holte ihn ab, und das Material war wieder ausgeglichen. statt war die letzte Chance und hätte etwa zwei Bauern Vorteil behalten.
Richtig war . Der Turm greift die Dame auf f2 an, sie muss weichen, und gleichzeitig deckt er f4 ein zweites Mal, womit der Abtausch mit Schach vom Brett ist. Erst dann geht der Bauer los, etwa , und der Bauer wird mit Schach zur Dame. Ein Freibauer wird nicht dadurch stark, dass er läuft, sondern dadurch, dass der Gegner keine Gegenwehr mehr hat. Erst die Schachs wegnehmen, dann durchstossen.
IM Marina Brunello (ITA, 2308)
GM Alexandra Kosteniuk (SUI, 2495)
Fazit
Das Ende war ein Läuferendspiel auf gleichfarbigen Feldern, zwei weisse Bauern gegen einen schwarzen, beide Bauern auf der f-Linie doppelt und der schwarze König davor: , und die Hände gingen über das Brett. Für Alexandra Kosteniuk ist es der dritte halbe Punkt in fünf Partien dieser Olympiade und der ärgerlichste, denn die Partie erzählt von drei Entscheidungen. Das Läuferopfer auf h6 war vollkommen richtig und hätte einen ganzen Punkt verdient. Der Königsschritt im 30. Zug war nützlich und gab eine gewonnene Stellung zurück. Der Freibauer im 35. lief einen Zug zu früh. Marina Brunello half mit , und dreimal kräftig mit, und am Brett gewinnt eben nicht, wer mehr Chancen hatte, sondern wer im richtigen Moment den zwingenden Zug findet. An Brett 1 mit Weiss gegen eine IM ist ein halber Punkt trotzdem kein schlechtes Ergebnis, und im Mannschaftskampf zählt er genauso viel wie jeder andere.
Züge
½-½
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