arrow_back Zur Runde 5

Schacholympiade Samarkand 2026 · Frauen · Runde 5 · Brett 4

Hakimifard gegen Duson

Partie wird geladen

Live-Übertragung von lichess.org

WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243) vs WIM Robin Duson (NED, 2173) · 1-0

Brett 4, Schweiz gegen die Niederlande, Frauenturnier · Spanische Partie, geschlossen, verzögerter Abtausch (C85)

Von Professor Zugzwang KI-Coach . Diese Analyse wurde von einem KI-Coach von Bogner Chess geschrieben.

Runde 5 des Frauenturniers, Schweiz gegen die Niederlande, beide Mannschaften mit sieben Punkten angereist: An Brett 4 hatte WGM Ghazal Hakimifard Weiss gegen WIM Robin Duson, siebzig Elopunkte tiefer eingestuft. Es wurde eine Spanische Partie, und im sechsten Zug gab Weiss den Läufer für den Springer c6, die Abtauschvariante mit einem Zug Verspätung.

Dreissig Züge später stand der schwarze König auf a8, die weisse Dame auf a4, und Schwarz gab auf. Dazwischen liegen ein Königsmarsch, der im 18. Zug begann und nie in Sicherheit endete, ein Bauer, der im 21. Zug angeboten und im 25. zurückgeholt wurde, und ein einziger Königszug im 24., der den Nachteil von Schwarz mehr als verdoppelte.

Ein Läufer für eine Struktur: 6.Lxc6

ist eine Entscheidung, keine Verlegenheit. Vier von fünf Spielerinnen dieser Stärke spielen hier und behalten den kleinen Zug, den Weiss in der Spanischen Partie nun einmal hat; nach ist die Stellung ausgeglichen. Gekauft hat Weiss dafür die schwarze Bauernstruktur: vier Bauern am Damenflügel, von denen zwei auf der c-Linie stehen und deshalb allein keinen Freibauern erzeugen, während Weiss am Königsflügel vier gegen drei hat. Schwarz bekommt das Läuferpaar und die offene d-Linie.

Der Bauer e5 sieht nach dem Abtausch frei aus, und fast alle greifen zu. holt nichts: Nach hat Schwarz den Bauern zurück und die Stellung ist ausgeglichen. Hakimifard spielte , stützte den Bauern e4 und liess die Frage offen.

Die Lektion ist älter als die Variante: In einer Abtauschvariante kauft man eine Struktur, keinen Vorteil, und die Struktur ist nur so viel wert wie der Plan dazu. Hier heisst der Plan f4, und er kam im 14. Zug.

WIM Robin Duson (NED, 2173)

WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)

Nach 6.Lxc6: Schwarz am Zug schlägt zurück und entscheidet damit über die Struktur der ganzen Partie.

Erst den Läufer, dann den Bauern: 15.Sxd6+

stellt dem Bauern e5 die Frage, und nach liegen drei Schlagzüge bereit. Vier von fünf nehmen sofort mit dem Springer, und danach ist die Partie ausgeglichen: nimmt beide dunkelfeldrigen Läufer und beide beteiligten Springer vom Brett und lässt eine Stellung zurück, in der nichts mehr zu holen ist.

dreht die Reihenfolge um. Der Springer nimmt zuerst den Läufer, die einzige schwarze Figur, die die dunklen Felder verteidigen konnte, und erst im nächsten Zug kommt mit der Bauer an die Reihe. Der Unterschied beträgt etwa einen Drittelsbauern, also wenig, und er bestimmt trotzdem den Rest der Partie. Nach dem 17. Zug hatte Schwarz genau eine Leichtfigur übrig, den weissfeldrigen Läufer, und damit kein Stück mehr für die dunklen Felder; der weisse Läufer auf e3 zielte dreizehn Züge später unbehelligt auf b6.

Schwarz schlug mit zurück und war die Doppelbauern los. Der Bauer, der dabei auf d6 entstand, war zehn Züge später das Ziel des Turms auf d1. Rechnen Sie bei einer Schlagfolge deshalb nicht nur das Material aus, sondern die Reihenfolge: Fragen Sie, welche gegnerische Figur Ihnen im 30. Zug am meisten schaden würde, und tauschen Sie diese ab, solange Sie die Wahl haben.

WIM Robin Duson (NED, 2173)

WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)

Nach 14...exf4: Weiss am Zug kann auf drei Arten zurückschlagen. Nur eine behält etwas.

Der König, der nie rochierte: 18.Dh5+ und 21.d5

erlaubte , den stärksten Zug der Stellung. Richtig war darauf , der König kommt in Sicherheit und Weiss hat nichts Handfestes. Gespielt wurde : Das kostet für sich genommen etwa drei Viertel eines Bauern, und es kostet die Rochade endgültig. Mit marschierte der König weiter an den Damenflügel, hinter die eigenen Bauern a5 und b6, und dort blieb er bis zum Schluss.

Weiss baute unterdessen das Zentrum auf, und , und wählte im 21. Zug den Vorstoss, den fast niemand wählt: Zwei Drittel aller Spielerinnen dieser Stärke spielen hier , halten alles zu und lassen den Vorteil dabei fast vollständig verpuffen. bietet stattdessen den Bauern an. Bleibt Schwarz ruhig mit , ist das Material gleich und Weiss steht angenehm.

Gespielt wurde , und damit war Weiss einen Bauern hinten, hatte dafür die d-Linie offen und einen König vor sich, dem jede Deckung fehlte. Gegen einen König, der die Rochade verpasst hat, zahlt man mit Material für Linien, nicht umgekehrt. Prüfen Sie in solchen Stellungen zuerst den Vorstoss, den der Gegner schlagen muss, und erst danach den ruhigen Zug.

WIM Robin Duson (NED, 2173)

WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)

Nach 20...Kc7: Der schwarze König steht hinter den eigenen Bauern, alle Schwerfiguren sind noch da. Weiss am Zug.

Ein König mit zwei Aufgaben: 24...Kb7

Nach richtete Weiss die Türme aus: auf die Linie, auf der der Bauer d6 steht, und auf die Linie mit dem Läufer c6 und dem König c7. Beide schwarzen Schwächen hatten denselben Verteidiger, denn der König auf c7 deckte c6 und d6 zugleich.

trat aus der c-Linie heraus, deckte den Läufer weiterhin und gab den Bauern d6 auf. nahm ihn, und keine schwarze Figur konnte den Turm stören: Weder der Läufer c6 noch die Dame e8 sieht das Feld d6. Weiss war materiell wieder gleichauf und hatte einen Turm auf der sechsten Reihe. Der Abstand zwischen und dem nächstbesten Zug betrug zwei ganze Bauern, und aus gut anderthalb Bauern Vorteil wurden dreieinhalb.

Zählen Sie vor jedem Zug auf, was die Figur gerade deckt, die Sie bewegen wollen. Beim König ist das am leichtesten zu übersehen, weil er im Mittelspiel meistens geschützt wird und selten selbst schützt. Hier tat er beides, und behalten konnte er nur eines.

WIM Robin Duson (NED, 2173)

WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)

Nach 24...Kb7: Der Bauer d6 hat seinen einzigen Verteidiger verloren. Weiss am Zug.

Die a-Linie entscheidet: 30.Da4

und brachten die Dame auf die Diagonale, auf der bereits der Läufer e3 stand. Beide zielten auf b6, gedeckt war der Bauer dort nur vom König. wich aus und schuf die nächste Schwäche: greift den Läufer c6 an und macht die a-Linie frei, auf der nur noch der schwarze Bauer a5 steht.

Das Beste war , eine Figur weniger, aber eine Partie. Gespielt wurde , und danach ist es vorbei: lässt dem König genau zwei Felder, a8 und a7, und auf beiden wird er mattgesetzt.

Nach kam , und Schwarz gab auf. Der Bauer a5 ist das einzige Hindernis zwischen Dame und König, verteidigt wird er von niemandem, und eine Probe zeigt, wie es weitergeht: matt. Wenn Sie einen König in die Ecke getrieben haben, suchen Sie nicht die Figur, die am nächsten steht, sondern die Linie, auf der er steht, und den einen Bauern darauf, der mit Schach fallen kann.

WIM Robin Duson (NED, 2173)

WGM Ghazal Hakimifard (SUI, 2243)

Nach 30.Da4: Zwischen Dame und König steht nur der Bauer a5, und niemand deckt ihn. Schwarz am Zug gab auf.

Fazit

Vier Partien, vier Siege: Hakimifard hat in Samarkand bisher jede ihrer Partien gewonnen, und diese ist die geradlinigste davon. Sie beginnt mit einem Abtausch im sechsten Zug, der auf dem Papier nichts einbringt, und endet dreissig Züge später mit einem König auf a8. Dazwischen liegt keine einzige Kombination, sondern eine Reihe von Entscheidungen, die alle in dieselbe Richtung zeigen: erst die Struktur, dann die Schlagreihenfolge, dann die Linie zum König. Wer wissen will, wie eine Partie ohne Opfer gewonnen wird, kann sie sich hier abschreiben.

Züge

1-0

War diese Analyse hilfreich?

BognerChess App · Warteliste

Solche Analysen, für deine eigenen Partien

Der KI-Coach der neuen BognerChess App findet die kritischen Momente deiner Partien und erklärt sie dir im Klartext. Trag dich auf die Warteliste ein und sei als Erstes dabei.

Auf die Warteliste

Alle Bretter der Runde 5

Die Schweiz spielte mit vier Spielern. Jede Partie ist einzeln kommentiert.